Chancen und Grenzen von wissenschaftlicher Weiterbildung Älterer.
Gestaltungsmöglichkeiten zwischen Inklusion und Exklusion
Tagungsort
Evangelische Tagungsstätte Hofgeismar
Gesundbrunnen 8
34369 Hofgeismar
Call for Posters
Die Fachtagung wird mit Posterpräsentationen vertieft und abgerundet.
Einsendeschluss ist der 22. Januar 2027
Hintergrund und Zielsetzung
Die Jahrestagung 2027 der BAG WiWA setzt sich mit dem Thema "Chancen und Grenzen von wissenschaft-licher Weiterbildung Älterer. Gestaltungsmöglichkeiten zwischen Inklusion und Exklusion“ auseinander. Den Ausgangspunkt bildet ein weites Verständnis von „Inklusion“, wie es u.a. vom BMBFSFJ vertreten wird: „In-klusion bedeutet, die gleichberechtigte Teilhabe eines jeden Menschen am gesellschaftlichen Leben zu si-chern. Und zwar vom frühen Lebensbeginn an bis ins hohe Lebensalter, unabhängig vom Grad eines even-tuellen Hilfebedarfs.” (Inklusion - BMBFSFJ) Aus dieser knappen Bestimmung wird deutlich, wie sehr Inklu-sion eine gesellschaftliche Aufgabe ist, die sich über alle Lebensphasen erstreckt und nicht ausschließlich durch den „Grad eines eventuellen Hilfebedarfs“ bestimmt wird. Wenn wir zudem berücksichtigen, dass gerade im Kontext gesellschaftlicher Teilhabe Bildung eine große Rolle spielt, zeigt sich sehr schnell der Zu-sammenhang zwischen lebenslangem Lernen und Inklusion: Um gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, muss Bildung inklusiv sein – und das „vom frühen Lebensbeginn an bis ins hohe Lebensalter“.
Wissenschaftliche Weiterbildungsprogramme für Ältere, so wie wir sie an vielen deutschen Hochschulen vorfinden, befinden sich dabei in einem Spannungsfeld: Weil es sich um Angebote im Bereich der „Third Mission“ handelt, stehen – aus Sicht der Institution Hochschule – Wissenstransfer und Wissenschaftskom-munikation in ihrem Mittelpunkt. Zugleich markiert die Hochschule einen „gesonderten Raum“ mit eigenen Zugangscodes und Verhaltensregeln, die einen Teil der von vielen Programmen angesprochenen Zielgruppe – ältere Menschen auch ohne Hochschulzugangsvoraussetzung – gegebenenfalls implizit ausschließt, auch wenn sie explizit adressiert werden. Neben solchen mehr oder weniger sichtbaren Ausschlussmechanismen, gibt es auch andere, materielle (physische) und immaterielle Barrieren, die Teilhabe einschränken. Auf der Tagung wollen wir ausgehend von diesen und ähnlichen Themen diskutieren, was Inklusion und Exklusion im Kontext der wissenschaftlichen Weiterbildungsprogramme für Ältere bedeuten, wie sich Exklusion im Kontext wissenschaftlicher Weiterbildung zeigt, wie sich die Wirkungen von impliziten und expliziten Zu-gangs- und Teilnahmebedingungen reflektieren lassen und wie sich Reproduktion von (Alters-) Stereotypen oder gar Diskriminierung in der Kommunikation verhindern lässt.
Vorträge und Arbeitsgruppen
Drei Überblicksvorträge liefern Impulse und Diskussionsgrundlagen für die gemeinsame Auseinanderset-zung mit der Thematik. Prof.in Dr. Carola Iller (Hildesheim) wird am Mittwoch über das Thema: „Alter als Exklusionsrisiko in der wissenschaftlichen Weiterbildung. Gestaltungsansätze und -grenzen” referieren. Prof.em. Dr. Helmut Bremer (Duisburg-Essen) widmet sich am Donnerstag in seinem Vortrag dem Thema „Soziale Milieus, Habitus und ‘kulturelle Passung’ in Erwachsenenbildung und Studium“. Der Vortrag von Prof.in Eva-Marie Kessler (Berlin) wird den Fokus auf den „Medialen Ageismus – Problematische Narrative über ältere Menschen und das Alter in der öffentlichen Kommunikation“ richten.
In zwei Arbeitsgruppen zu den Schwerpunkten „Beratung“ und „Studierendenalltag“ sollen konkrete Szenarien diskutiert werden. Damit wird die Gelegenheit geboten, sich mit den theoretischen Ansätzen und den praktischen Gestaltungsmöglichkeiten im Feld der Inklusion/Exklusion auseinanderzusetzen (für eine detaillierte Beschreibung der Arbeitsgruppen siehe unten). Abgerundet wird die Tagung durch interaktive Formate zum Austausch von Best Practices, Fragen, Erfahrungsberichten (etwa in Form von Posterpräsentatio-nen – siehe CfP weiter unten – und World Cafés) sowie Möglichkeiten für einen individuellen Austausch.
Tagungsbeitrag und Fristen
Coming soon
Anmeldung
Die Anmeldemöglichkeit zur Veranstaltung finden Sie ab dem 23.11.2026 hier.