Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht
Datum: Freitag, 13.09.2024
8:30 - 13:00Öffnung Registrierungsdesk mit Tagungsservice
Ort: Gebäude R Ebene 5
9:30 - 9:45Begrüßung
Ort: R0712
Begrüßung durch die lokale Tagungsorganisation und dem Vorsitz der DGWF
9:45 - 10:15Dissertationspreis
Ort: R0712
Chair der Sitzung: Prof. Dr. Olaf Dörner, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Die DGWF zeichnet 2024 zwei Arbeiten aus
Preisträgerinnen:
  • Dr. Anita Mörth, Zum didaktischen Umgang mit Theorie-Praxis-Unterscheidungen in der wissenschaftlichen Weiterbildung
  • Prof. Dr. Bianca Maria Tokarski, Hochschulweiterbildung zwischen Wissenschaftsinstitution und Weiterbildungsmarkt
10:15 - 10:30Kaffeepause / Raumwechsel
10:30 - 12:00Dynamisierung von Angeboten – Qualitätssicherung
Ort: D0433
Chair der Sitzung: Ralf Blasek, Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen
Vorträge
 

Grenzen überwinden und neue Angebote implementieren - Qualitätssicherung für digitale Bildung und Microcredentials

Michael Stephan

FIBAA, Deutschland

Wo finanzielle, familiäre, gesundheitliche, räumliche oder zeitliche Faktoren den Zugang zu Bildung und Weiterbildung beschränken, können Hochschulen mit Hilfe von Microcredentials und Online-Bildungsangeboten niedrigschwellige Angebote schaffen, nicht traditionelle Zielgruppen erreichen und so Bildungsformate flexibilisieren sowie ihr Angebot dynamisieren.

Dabei spielt die Qualitätssicherung eine wichtige Rolle. Koordinierte interne und externe Qualitätssicherungssicherungsverfahren von Online-Weiterbildung und Microcredentials unterstützen die Vergleichbarkeit mit und die Anrechenbarkeit zu traditionellen und formalen Bildungsangeboten. Das Qualitätsmanagement wird damit zur Grundlage für Hochschulen, die ihr Angebot an Microcredentials und digitaler Bildung nachhaltig und skalierbar aufstellen wollen.

Auf Basis der Standards und Leitlinien für die Qualitätssicherung im Europäischen Hochschulraum (ESG) benennt der Vortrag spezifische Aspekte der Qualitätssicherung digitaler Programme und Microcredentials. Es werden Besonderheiten von Zielgruppen und Qualifikationszielen vorgestellt, Besonderheiten der Erstellung didaktischer Konzepte, der Sicherstellung von qualifiziertem Lehrpersonal, der Konzeption der Inhalte, der Sicherstellung der technischen Infrastruktur sowie Fragen zur kontinuierlichen Evaluation, Erfolgskontrolle und Weiterentwicklung des Bildungsangebots. Darüber hinaus wird auf Schnittstellen, Redundanzen, Abgrenzungen und Übergänge zu traditionellen Bildungsangeboten (Präsenzunterricht, Studiengänge mit akademischem Abschluss) eingegangen sowie die Einbindung des Bildungsangebotes in die Gesamtstrategie der Hochschule thematisiert.


Stephan-Grenzen überwinden und neue Angebote implementieren-118_a.pdf

Stephan-Grenzen überwinden und neue Angebote implementieren-118_b.pdf


Zertifizierungsverfahren Revisited - Herausforderungen und Lösungsansätze in der Qualitätsentwicklung und Professionalisierung in der wissenschaftlichen Weiterbildung in Baden-Württemberg

Miriam Chebbah, Aletta Hinsken, Stefanie Kröner

EVALAG (Evaluationsagentur Baden-Württemberg), Deutschland

Angesichts der steigenden Relevanz des Umgangs mit Wissen ergibt sich ein Bedarf an qualitativ hochwertigen Angeboten der wissenschaftlichen Weiterbildung. Dieser Vortrag widmet sich der Frage, wie Qualität und Professionalität in der wissenschaftlichen Weiterbildung ermöglicht werden können und legt dabei einen Fokus auf das Potenzial von Zertifizierungsverfahren und Professionalisierungsangeboten. Diese Fragestellung ergibt sich im Rahmen der Qualitätsentwicklung im Projekt Hochschulweiterbildung@BW (2022-2024), die EVALAG (Evaluationsagentur Baden-Württemberg) verantwortet.

Um diese Frage zu beantworten, wurden im September 2023 (n=8) und März 2024 (n=6) zwei Fokusgruppeninterviews mit Vertreter:innen der Einrichtungen der wissenschaftlichen Weiterbildung in Baden-Württemberg durchgeführt. Dabei wurde eine möglichst große Heterogenität des Samples hinsichtlich Region, Beruf (z.B. Programmplanung, Qualitätsmanagement, Verwaltung, Hochschulleitung) sowie Geschlecht angestrebt.

Die qualitativ ausgewerteten Ergebnisse reflektieren die Relevanz und das Potenzial von Zertifizierungsverfahren innerhalb von Einrichtungen sowie von Kooperationen in der zugleich bestehenden Wettbewerbssituation mit bzw. zu anderen Anbieter:innen. Die Analyse zeigt zudem einen Bedarf an Flexibilität und Agilität um möglichst schnell auf die Bedarfe des Marktes reagieren zu können. Weiter deuten die empirischen Erkenntnisse auf die Bedeutung von Vernetzung, Kooperation und Austausch innerhalb der Einrichtungen hin und auf den Beitrag, den Professionalisierungsangebote mit Hands-On Wissen und für eine zielgruppenspezifische Didaktik leisten können.


Chebbah-Zertifizierungsverfahren Revisited-129_a.pdf
 
 
10:30 - 12:00Dynamisierung von Strukturen – Governance
Ort: D0434
Chair der Sitzung: Prof. Dr. Annika Maschwitz, Hochschule Bremen
Vorträge
 

Governance Wissenschaftlicher Weiterbildung

Walburga Katharina Freitag

Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), Deutschland

Antworten auf die im Call for Papers der DGWF-Tagung 2024 aufgeworfene Frage, wie die Steuerung der wissenschaftlichen Weiterbildung in die komplexen Entscheidungsprozesse einer Hochschule effektiv integriert werden kann, sind für die Realisierung von Erwartungsstrukturen ihrer Umwelt und damit für die Zukunft der Weiterbildung relevant.

Im Mittelpunkt des Beitrags steht ein Vorschlag, der auf Ergebnissen meiner Forschung zur institutionellen und organisationalen, insbesondere rechtlichen Ausgestaltung des Weiterbildungssystems Schweizer Hochschulen basiert. Methodologisch macht diese vom soziologischen Neo-Institutionalismus und der neoinstitutionalistischen Organisationstheorie Gebrauch (Walgenbach & Meyer 2008; Meyer et al. 2005; Meier 2009). Die Ansätze ermöglichen es, theoretisch zwischen den ‚Studienangeboten der wissenschaftlichen Weiterbildung als Institutionen‘ und der ‚Wissenschaftlichen Weiterbildung als Organisation‘ zu differenzieren. DiMaggio (1991) hält es für gewinnbringend, die organisationale Strukturation und die Strukturierung des organisationalen Feldes zu analysieren. Er hebt die Bedeutung autorisierter Akteure hervor sowie von Ressourcen, die für den Wandel des organisationalen Feldes genutzt werden können. Die Schweizer Hochschulen steuern durch sog. Weiterbildungsreglements die Organisation der Weiterbildung sowie die in einem ca. zehnjährigen Prozess entwickelten landesweit einheitlichen Weiterbildungsabschlüsse.

Am Beispiel eines Weiterbildungsreglements werden rechtliche Strukturen, autorisierte Akteure und Ressourcen sowie die Relationen zwischen der organisationalen Strukturation und der Institutionalisierung der Studienangebote verdeutlicht.


Freitag-Governance Wissenschaftlicher Weiterbildung-122_a.pdf

Freitag-Governance Wissenschaftlicher Weiterbildung-122_b.pdf


Wissenschaftliche Weiterbildung und Regelungen zur hochschulischen Kapazität – wenn der Kreis kein Quadrat werden will…

Kerstin Altherr

Universität Potsdam

Das Thema der Berücksichtigung von wissenschaftlicher Weiterbildung in der hochschulischen Kapazitätsberechnung ist in der Fachcommunity ein „Dauerbrenner“. Die HRK nahm es in diesem Jahr bereits in einem Fachworkshop auf. Auch nach den Ergebnissen der im Rahmen des AG-E-Projekts zu Zertifikatsangeboten durchgeführten Befragung wünscht sich eine signifikante Anzahl des in der wissenschaftlichen Weiterbildung tätigen Personals eine Rechtsänderung insoweit, dass die Lehre in der wissenschaftlichen Weiterbildung (anteilig) auf Lehrdeputate angerechnet werden könne.

Längst werden in Konzepte des lebenslangen Lernens Angebote einbezogen, die sich in die vermeintlich zementierten Kategorien „weiterbildend oder nichtweiterbildend“ schlecht einsortieren lassen – und die bei der Frage der Berücksichtigung in den hochschulischen Kapazitäten an die zwischen den Kategorien verlaufenden Grenzen stoßen.

Im Vortrag werden die Grundlagen und Auswirkungen des Zusammenspiels von Landeshochschulgesetzen, der Kapazitätsverordnungen und der Lehrverpflichtungsverordnungen erläutert. Mit einer differenzierenden Darstellung des Themenfeldes für „Nichtjurist*innen“ wird eine fachlich fundierte Grundlage geschaffen und damit ein Beitrag zu einem informierten Diskurs über einen Regelungsrahmen geleistet, der von vielen Akteur*innen in der wissenschaftlichen Weiterbildung als stark beschränkend empfunden wird. Damit soll kann die Basis für eine Diskussion entstehen, in der rechtliche Grenzen und Gestaltungsräume verstanden und von politischen Zielvorgaben differenziert werden können.


Altherr-Wissenschaftliche Weiterbildung und Regelungen zur hochschulischen Kapazität – wenn-137_a.pdf
 


Der Plattformbegriff in der wissenschaftlichen Weiterbildung – Befunde aus einem internationalen Scoping Review

Nora Leben

Eberhard Karls Universität Tübingen, Deutschland

Im Zuge des gesamtgesellschaftlichen Phänomens der Digitalisierung erhalten Plattformen verstärkt Einzug in Privatleben, Arbeit und (Digital-)Wirtschaft. Den Bedeutungszuwachs von Digitalunternehmen und den „damit verbundene[n] Prozess des fortschreitenden Eindringens infrastruktureller und regelsetzender Plattform-Elemente in die Internet-Ökosysteme“ (S. 17) ordnen Eisenegger et al. (2021) als digitalen Strukturwandel im Zuge der sogenannten Plattformisierung ein. Hierbei nehmen digitale Plattformen eine dynamisierende Rolle ein, indem sie neue Möglichkeiten für die Gestaltung digitaler und analoger Handlungsräume eröffnen und geografische Begrenzungen teilweise auflösen. Dies gilt auch für die wissenschaftliche Weiterbildung, die in ihrer spezifischen Positionierung Bezüge sowohl zum Hochschulsystem als auch zum Weiterbildungsmarkt aufweist: Anbieter bauen eigene Plattformstrukturen auf (z.B. südwissen, WIBKO®), was Einfluss auf die Strukturentwicklung wissenschaftlicher Weiterbildung ausübt. Zudem agieren vermehrt privatwirtschaftliche Digitalunternehmen als Plattformbetreiber im Feld.

Bislang fehlt eine Systematisierung, um das vage Konzept Plattform im Kontext wissenschaftlicher Weiterbildung thematisch zu fassen. Über ein internationales Scoping Review werden im Beitrag bestehende Forschungsarbeiten im deutsch- und englischsprachigen Diskurs systematisch ausgewertet, um eine Standortbestimmung des Plattformisierungsdiskurses vorzunehmen. Anschließend werden Implikationen für das Handlungsfeld der wissenschaftlichen Weiterbildung herausgearbeitet.

Eisenegger, M., Prinzing, M., Ettinger, P., & Blum, R. (2021). Digitaler Strukturwandel der Öffentlichkeit. Springer VS.


Leben-Der Plattformbegriff in der wissenschaftlichen Weiterbildung – Befunde aus einem-126_a.pdf
 
 
10:30 - 12:00Dynamisierung von Grenzen – Kooperation
Ort: D0436
Chair der Sitzung: Thomas Bertram, Leibniz Universität Hannover
Vorträge
 

Das Gast- und Seniorenstudium als Gegenstand eines Forschungsseminars an der Philipps-Universität Marburg. Ein Beispiel einer erfolgreichen und dynamischen inneruniversitären Kooperation

Monika Braun, Henning Schütz

Philipps-Universität Marburg, Deutschland

An der Philipps-Universität Marburg wird im WiSe 2023/24 und im SoSe 2024 am Institut für Soziologie das Forschungsseminar „Das Gaststudium aus bildungssoziologischer Perspektive“ als Teil des Moduls „Empirisches Lehrforschungsprojekt“ angeboten. Die Studierenden wenden im Rahmen des Seminars ihre vorher erworbenen Kenntnisse der quantitativen Methoden der empirischen Sozialforschung selbst an, indem sie über zwei Semester an einem Projekt arbeiten, Daten erheben und auswerten. Forschungsgegenstand ist das Gast- und Seniorenstudium an der Universität Marburg und an weiteren Standorten in Deutschland.

Der Vortrag beleuchtet die Entstehungsgeschichte von der Idee über die Konzeption und Umsetzung des Forschungsseminars bis hin zu ersten Ergebnissen der Befragung der Zielgruppe. Im Zentrum des Vortrags steht, welche Rolle die verschiedenen Akteure (Studierende, Gasthörer*innen, Referentin aus der Verwaltung, Dozent) im Forschungsprozess übernommen haben. Vor allem wird der intensive und fruchtbare Austausch- und Lernprozess sowie der Einfluss dieser Akteure auf den Forschungsprozess inklusive Forschungsdesign, Forschungsfragen und -hypothesen beschrieben. Dargestellt wird u.a., wie die Akteure aus Verwaltung und Fachbereich von den jeweiligen Kompetenzen der anderen Seite profitiert haben. Bei der Analyse des Wissenstransfers werden idealtypisch zwischen interaktionsspezifischen, wissensspezifischen, individuellen und organisationalen Einflussfaktoren unterschieden (s. Blank et al 2015). Letztendlich wird ein Beispiel einer erfolgreichen und dynamischen inneruniversitären Kooperation zwischen dem regulären Studium und der wissenschaftlichen Weiterbildung Älterer gezeigt.

 


Grenzübergreifende Zusammenarbeit in der Wissenschaftlichen Weiterbildung: Gestaltung disziplinübergreifender Angebote.

Alina Praun

TU Dresden, Deutschland

Wissenschaftliche Weiterbildung wird häufig als Inter- bzw. Transdisziplinär charakterisiert, bedingt durch ihre intermediäre Position zwischen Systemlogiken (Alexander, 2022), Akteur:innen mit heterogenen Hintergründen (Jütte & Lobe, 2022) und Lehr-Lernsettings (Habeck, 2021). Zudem ist ein Begriffswandel von Inter- zu Transdisziplinarität erkennbar, was nicht nur die wissenschaftliche Weiterbildung im Speziellen, sondern Wissenschaft im Gesamten betrifft. Die Diskussion um disziplinübergreifende Praktiken in der wissenschaftlichen Weiterbildung findet meist als Selbstreflexion des Forschungsfeldes statt, vernachlässigt jedoch das Praxisfeld, was im Kontrast zur organisationalen Verortung der wissenschaftlichen Weiterbildung steht, welche meist quer zur disziplinären Struktur der Hochschulen liegt. Die Betrachtung von Inter- bzw. Transdisziplinarität im Praxisfeld wissenschaftliche Weiterbildung rückt deren Gestaltung und Relevanz sowie die intra- und extrauniversitären Kooperationsprozesse zur gegenseitigen Grenzüberschreitung in den Blick. Der Beitrag thematisiert basierend auf ersten Ergebnissen eines qualitativen Projekts anhand weiterbildender Masterprogramme, wie Interdisziplinarität im Feld verstanden wird und aus organisationaler Perspektive gestaltet werden können.

Alexander, C. (2022). Wissenschaftliche Weiterbildung und ihre besondere Positionierung. ZHWB, 2, 16–21.

Habeck, S. (2021). Interdisziplinarität in Veranstaltungen der wissenschaftlichen Weiterbildung. Hessische Blätter für Volksbildung, 3.

Jütte, W., & Lobe, C. (2022). Stichwort: Disziplinäre und wissenschaftliche Verortungen in der wissenschaftlichen Weiterbildung. ZHWB, 2.


Praun-Grenzübergreifende Zusammenarbeit in der Wissenschaftlichen Weiterbildung-121_a.pdf
 


(Steuerungs-) Dynamiken in der Kooperation für ein regionales und digitales Weiterbildungsmarketing – Befunde aus der Begleitforschung zum Projektverbund Hochschulweiterbildung@BW

Matthias Alke, Simon Oehlers, Nora Leben

Eberhard Karls Universität Tübingen, Deutschland

Im Rahmen der aktuellen Weiterbildungsoffensive in Baden-Württemberg hat der Projektverbund Hochschulweiterbildung@BW die hochschulübergreifende digitale Marketingplattform südwissen sowie ein Netzwerk von 25 Regional- und Fachvernetzungsstellen an insgesamt 48 Hochschulen etabliert. Auf diese Weise soll das Matching zwischen den Bedarfen der Wirtschaft und dem Weiterbildungsangebot der Hochschulen verbessert sowie insgesamt das Bildungsmarketing und die Angebots- und Kooperationsstrukturen der wissenschaftlichen Weiterbildung strukturell gestärkt werden.

Die wissenschaftliche Begleitforschung des Projektverbunds unter dem Projekttitel GOMA@BW zielt darauf ab, Erkenntnisse über die gegenwärtige Strukturentwicklung und den Wandel von Governance-, Organisations-, Marketing- und Angebotsformen in der wissenschaftlichen Weiterbildung zu gewinnen. Auf Basis eines Mixed-Methods-Forschungsdesigns wurden teilstandardarisierte offene Interviews mit den unterschiedlichen Projektbeteiligten (Regional- und Fachvernetzer:innen, Einrichtungsleitungen, Projektmanagement/-leitung) geführt sowie Dokumentenanalysen und eine umfassende quantitative Befragung aller Regional- und Fachvernetzer:innen umgesetzt.

Im Rahmen der DGWF-Jahrestagung möchten wir zentrale Ergebnisse aus den verschiedenen Forschungszugängen vorstellen. Erste Auswertungen geben Einblicke in die dynamischen (neuen und bereits bestehenden) regionalen Kooperationsstrukturen und verweisen auf vielfältige (Steuerungs-) Dynamiken zwischen den beteiligten Akteuren und Bezugsebenen des Projektverbunds rund um das gemeinsame regionale und digitale Weiterbildungsmarketing.


Alke-(Steuerungs-) Dynamiken in der Kooperation für ein regionales-127_a.pdf

Alke-(Steuerungs-) Dynamiken in der Kooperation für ein regionales-127_b.pdf
 
10:30 - 12:00Dynamisierung von Strukturen
Ort: D0432
Chair der Sitzung: Andreas Dörich, oncampus GmbH
Workshop
 

Microcredentials - Eine Annäherung an ein konsistentes System und Implementierung in Aus- und Weiterbildung

Christina Cuonz1, Lukas Sigrist2

1Universität Bern, Schweiz; 2ETH Zürich, Schweiz

Die Publikation der Europäischen Kommission zu Micocredentials[1] hat zu einer hohen Dynamik, sowohl bezüglich der Entwicklung von neuen Angeboten wie auch der Schaffung von Rahmenbedingungen, geführt. Auch in der Schweiz wurden vor allem im Bereich Weiterbildung rasch erste Positionen bezogen, spezifisch von Swissuni[2] und später auch von den Kommissionen der weiteren Hochschultypen. Seit Herbst 2023 gibt es eine Arbeitsgruppe von swissuniversities zum Thema, welche den Einsatz von Microcredentials sowohl in Aus- wie auch Weiterbildung betrachtet. Gleichzeitig finden bei den Institutionen verschiedene Aktivitäten zur Regelung des Umgangs mit und zur Etablierung von Microcredentials statt.

An der Universität Bern hat sich die Weiterbildungskommission auf Initiative des Zentrums für universitäre Weiterbildung (ZUW) im Oktober 2023 - und damit vor einer Klärung der Rahmenbedingungen auf nationaler Ebene - zum ersten Mal mit Microcredentials befasst. Das ZUW lanciert 2024 erste Pilotprojekte. An der Universität Bern wurde eine agile Arbeitsweise gewählt, bei der verschiedene Stakeholder kooperativ zusammenarbeiten, um das «Microcertificate of Advanced Studies, Universität Bern» zu entwickeln und zu implementieren. So kann der hohen Dynamik begegnet und flexibel auf nationale Entwicklungen reagiert werden. An der ETH Zürich geht man einen anderen Weg: Angestrebt wird ein die Aus- und Weiterbildung vereinendes Konzept, das bald finalisiert werden soll.

Im Rahmen dieses Beitrags werden die Dynamiken, Herausforderungen und Chancen von parallel in verschiedenen Institutionen und nationaler Ebene stattfindenen Prozessen beleuchtet und der aktuelle Stand der Arbeiten diskutiert.


Cuonz-Microcredentials-131.docx
 
10:30 - 12:00Dynamisierung von Strukturen
Ort: Y0311
Chair der Sitzung: Prof. Dr. Christoph Damm, Hochschule Magdeburg-Stendal
Workshop
 

Microcredentials für Future Skills: Chancen und Herausforderungen für die Hochschulbildung

Eva-Maria König, Heike Bartholomäus, Prof.in Dr. Silke Michalk

Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Deutschland (Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung ZWW)

Im Workshop wird der Fokus auf die Konzeption und Implementierung von Microcredentials zur Förderung von Future Skills in der Hochschulbildung gelegt. Dabei werden die mit der Einführung von Microcredentials verbundenen Chancen und Herausforderungen präsentiert, während Raum für interaktive Diskussionen und Fallbeispiele geboten wird.

Der Workshop gliedert sich in mehrere Abschnitte. Zunächst wird die Bedeutung von Microcredentials als kompakte Lerneinheiten mit besonderem Blick auf die Zielgruppen Studierende, Hochschullehrende und -fachkräfte erläutert. Anschließend wird in das Konzept der Future Skills eingeführt und ihre Relevanz für die zukünftige Arbeitswelt aufgezeigt.

Die potenziellen Vorteile von Microcredentials, wie Flexibilität und Personalisierung des Lernens, werden diskutiert und Beispiele erfolgreicher Anwendungen präsentiert. Dabei werden die Teilnehmenden ermutigt, ihre eigenen Erfahrungen und Ideen einzubringen.

Des Weiteren werden die Herausforderungen bei der Implementierung von Microcredentials, wie Validierung und Integration in Curricula, behandelt. In Gruppendiskussionen werden mögliche Lösungsansätze für diese Herausforderungen erarbeitet. Außerdem zeigen Best Practices und Fallbeispiele die erfolgreiche Implementierung von Microcredentials und ihre Übertragbarkeit auf andere Institutionen wird analysiert.

Zum Abschluss werden Inputs zu Integrationsstrategien, wie Kooperationen mit externen Partnern sowie Anerkennungs- und Anrechnungsmöglichkeiten, gegeben. In einer Abschlussdiskussion werden die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst und die Teilnehmenden ermutigt, die diskutierten Ideen in ihren eigenen Institutionen umzusetzen.


König-Microcredentials für Future Skills-113_a.pdf
 
 
10:30 - 12:00Dynamisierung von Grenzen
Ort: D0431
Chair der Sitzung: Madeline Lockstedt, Philipps-Universität Marburg
Workshop
 

Wissenschaftliche Weiterbildung: Stärkung durch strategische Verankerung im Transfer

Katharina Möller, Johanna Ebeling

Stifterverband für die deutsche Wissenschaft, Deutschland

Wissenschaftliche Weiterbildung ist an vielen Hochschulen noch ein marginalisiertes Thema. Es wird u.a. durch die Arbeit von Career Centers und Weiterbildungsinstituten, der Personalentwicklung, dem Dualen Studium oder Transferaktivitäten adressiert – eine strategische Aufstellung, die synergistische Effekte dieser Wege nutzt, ist meist nicht präsent.

Da die wissenschaftliche Weiterbildung ein wichtiges Transfer-Instrument darstellt, birgt sie das Potenzial durch eine Stärkung des Transfers und eine Verankerung in der Transferstrategie verstärkt in den Fokus der hochschulstrategischen Aufstellung zu rücken.

Stifterverband Change wird in diesem Workshop einen Weg skizzieren, wie wissenschaftliche Weiterbildung im Rahmen von Transferaktivitäten und der Transferstrategie strukturell an Hochschulen gestärkt werden kann. Um dies zu erreichen, wird auf das praxiserprobte Wissen rund um das Transferbarometer des Stifterverbands, wie auch individuelle Einblicke aus den Erfahrungen der Transfer- und Weiterbildungsaudits, und der Strategieberatungen des Stifterverbands zurückgegriffen.

Mittels strategisch-methodischer Herangehensweise wird der Workshop sowohl die individuelle Standortbestimmung als auch die strategische Weiterentwicklung von wissenschaftlicher Weiterbildung als zentraler Komponente des Transfers an Hochschulen behandeln. Teilnehmenden werden wertvolles Wissen, best-practice Beispiele und praktische Übungen zu ihrer eigenen Hochschule vermittelt, um wissenschaftliche Weiterbildung als eine zentrale Komponente der third mission von Hochschulen zu stärken.


Möller-Wissenschaftliche Weiterbildung-134_a.pdf
 
 
12:00 - 12:30Kaffeepause / Raumwechsel
12:30 - 13:15Tagungsabschluss
Ort: R0712
Tagungsabschluss und Ausblick auf die DGWF Jahrestagung 2025 in Hannover