Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht
Ort: D0431
Datum: Donnerstag, 12.09.2024
11:15 - 12:45Dynamisierung von Angeboten
Ort: D0431
Chair der Sitzung: Sabine Betz-Ungerer, Technische Hochschule Nürnberg
Workshop
 

Co-Kreation in der wissenschaftlichen Weiterbildung: Professionalität wahren in ungeübten Settings

Ilona Arcaro, Kirsten Sahm, Carolin Kamrath

TH Köln, Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung, Deutschland

Kollaborativ entwickelte Weiterbildungen tragen effektiv zur Sicherung von Fachkräften bei und schaffen einen unmittelbaren Mehrwert, der sowohl für Organisationen als auch Teilnehmer:innen anschlussfähig und zukunftsorientiert ausgerichtet ist.

Dieser Workshop beleuchtet co-kreativ angelegte Entwicklungsprozesse in der wissenschaftlichen Weiterbildung anhand dreier unterschiedlicher Projekte der TH Köln (Qualifiziert.Vernetzt.Innovativ.Wirksam - Weiterbilden im Rheinischen Revier, Co-Site, Trend Auto2030plus). Alle Projekte agieren im Spannungsfeld zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Der Wunsch eines co-kreativen Entwicklungsprozesses mit Stakeholdern aus der Wissenschaft, Praxis und Zivilgesellschaft für zukunftsorientierte, passgenaue wissenschaftlichen Weiterbildungsformate stößt immer wieder auf unterschiedliche Wirklichkeiten, wie begrenzte Zeit, Rollenverständnisse und coopetition Bereitschaft.

Gemeinsam möchten wir den möglichen Handlungsrahmen in diesem Spannungsfeld für die wissenschaftliche Weiterbildung ergründen. Dabei möchten wir a) ein Rollenbild für die wissenschaftliche Weiterbildung entwickeln und b) die diversen Ansprüche eines co-kreativen Entwicklungsprozesses mit Stakeholdern aus der Wissenschaft, Praxis und Zivilgesellschaft hinterfragen. In diesem Workshop möchten wir gemeinsam lernen, wie wir durch die Unsicherheiten dieses Prozesses steuern können. Wir werden besprechen, wie wir Partner für einen gemeinsamen Entwicklungsprozess begeistern können, wie wir Einwände wie "Ja, aber..." überwinden und wie wir die nötige Offenheit, Widerstandsfähigkeit und Energie aufbringen, um uns auf kreative und ergebnisoffene Entwicklungsprozesse einzulassen.


Arcaro-Co-Kreation in der wissenschaftlichen Weiterbildung-110_a.pdf
 
 
15:20 - 16:45Herausforderungen und Chancen der Internationalisierung in der wissenschaftlichen Weiterbildung
Ort: D0431
Chair der Sitzung: Jan Ihwe, Universität Freiburg
Chair der Sitzung: Dr. Monica Bravo Granström, Pädagogische Hochschule Weingarten
Eine Analyse der letzten fünf Jahre
Thematischer Schwerpunkt der DGWF 2024 I.
Die Internationalisierung der Hochschulbildung gewinnt vor dem Hintergrund der globalisierten Wirtschaft und Gesellschaft an Bedeutung. Dieser Beitrag analysiert Entwicklungen der Internationalisierung im Kontext der wissenschaftlichen Weiterbildung der letzten fünf Jahre an deutschen Hochschulen. Trotz der steigenden Relevanz auf mehrere Ebenen sind eher regionale Verankerung und begrenzte internationale Angebote erkennbar. Die Microcredentials sind aktuell in aller Munde, bergen jedoch Herausforderungen, u.a. durch uneinheitliche Rahmenbedingungen und unterschiedliche Anerkennungsmechanismen. Internationale Kooperationen und Netzwerke bieten Chancen, stoßen aber auf kulturelle Unterschiede und wettbewerbsorientierte Entwicklungen. Die Forderung nach Integration internationaler Aspekte und verstärkter internationaler Forschung im Bereich wissenschaftlicher Weiterbildung wird betont. Die Herausforderungen rufen nach einer ganzheitlichen Betrachtung auf politischer, institutioneller und individueller Ebene für eine nachhaltige und gleichzeitig wettbewerbsfähige Internationalisierung.
 

Internationale Kooperation am Beispiel des Studiengangs Artificial Intelligence for Connected Industries

Melina Klepsch, Susanne Hummel, Rebecca Schöninger

Universität Ulm und Technische Hochschule Ulm, Deutschland

Das Joint Master Programm im Rahmen des EU-Projektes "Artificial Intelligence for Connected Industries" (AI4CI) ist ein gelungenes Beispiel für eine Kooperation auf internationaler Ebene, die konsekutive und weiterbildende Master verknüpft.

Für die Durchführung des Studiengangs AI4CI bündeln die Cnam, die Cnam Grand-Est. und die Avignon Université aus Frankreich, die Universitat Politècnica de Catalunya aus Spanien, die Universitatea Babeș-Bolyai aus Rumänien, die National Technical University of Ukraine aus der Ukraine und die Universität Ulm aus Deutschland Fachwissen und Ressourcen, um ein hochwertiges Ausbildungsprogramm anzubieten.

Die Kooperation für das Joint Master Programm umfasst mehrere wichtige Aspekte:

  • Curriculum-Entwicklung: Die Hochschulen arbeiten zusammen, um ein Curriculum zu entwickeln, das fundierte theoretische Grundlagen und praxisnahe Anwendungen unter der Einbeziehung von Industriepartnern abdeckt.
  • Lehrkörper und Expertise: Durch die Kooperation können die Hochschulen auf ein breites Spektrum an Fachexpert*innen und Dozent*innen zugreifen, die ihr Fachwissen und ihre Erfahrung in das Programm einbringen. Dies gewährleistet eine vielfältige und umfassende Ausbildung für die Studierenden.
  • Studierendenaustausch und Mobilität: Das Joint Master Programm bietet den Studierenden die Möglichkeit, an verschiedenen Standorten zu studieren, von einem internationalen Lernumfeld zu profitieren und ihre interkulturellen Kompetenzen zu entwickeln.

Im Vortrag werden Herausforderungen und Chancen bei der Entwicklung des internationalen Master Programms aufgegriffen, welches im WiSe24/25 bereits bei einigen Partnerhochschulen startet.

 
 

Datum: Freitag, 13.09.2024
10:30 - 12:00Dynamisierung von Grenzen
Ort: D0431
Chair der Sitzung: Madeline Lockstedt, Philipps-Universität Marburg
Workshop
 

Wissenschaftliche Weiterbildung: Stärkung durch strategische Verankerung im Transfer

Katharina Möller, Johanna Ebeling

Stifterverband für die deutsche Wissenschaft, Deutschland

Wissenschaftliche Weiterbildung ist an vielen Hochschulen noch ein marginalisiertes Thema. Es wird u.a. durch die Arbeit von Career Centers und Weiterbildungsinstituten, der Personalentwicklung, dem Dualen Studium oder Transferaktivitäten adressiert – eine strategische Aufstellung, die synergistische Effekte dieser Wege nutzt, ist meist nicht präsent.

Da die wissenschaftliche Weiterbildung ein wichtiges Transfer-Instrument darstellt, birgt sie das Potenzial durch eine Stärkung des Transfers und eine Verankerung in der Transferstrategie verstärkt in den Fokus der hochschulstrategischen Aufstellung zu rücken.

Stifterverband Change wird in diesem Workshop einen Weg skizzieren, wie wissenschaftliche Weiterbildung im Rahmen von Transferaktivitäten und der Transferstrategie strukturell an Hochschulen gestärkt werden kann. Um dies zu erreichen, wird auf das praxiserprobte Wissen rund um das Transferbarometer des Stifterverbands, wie auch individuelle Einblicke aus den Erfahrungen der Transfer- und Weiterbildungsaudits, und der Strategieberatungen des Stifterverbands zurückgegriffen.

Mittels strategisch-methodischer Herangehensweise wird der Workshop sowohl die individuelle Standortbestimmung als auch die strategische Weiterentwicklung von wissenschaftlicher Weiterbildung als zentraler Komponente des Transfers an Hochschulen behandeln. Teilnehmenden werden wertvolles Wissen, best-practice Beispiele und praktische Übungen zu ihrer eigenen Hochschule vermittelt, um wissenschaftliche Weiterbildung als eine zentrale Komponente der third mission von Hochschulen zu stärken.


Möller-Wissenschaftliche Weiterbildung-134_a.pdf