Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht | |
| Ort: D0436 |
| Datum: Donnerstag, 12.09.2024 | |||
| 11:15 - 12:45 | Dynamisierung von Angeboten Ort: D0436 Chair der Sitzung: Heike Bartholomäus, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg Workshop | ||
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Dynamiken bei der Entwicklung von wissenschaftlicher und künstlerischer Weiterbildung 1Universität Potsdam; 2BTU Cottbus-Senftenberg; 3Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin; 4Universität der Künste Berlin; 5Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin Wissenschaftlich und wissenschaftlich künstlerische Weiterbildung antwortet in der Angebotsentwicklung wachsenden Herausforderungen in einer sich stetig veränderten Arbeitswelt in einer sich wandelnden Gesellschaft. Neben der rasanten Transformation durch Digitalisierung wirken auch die Megathemen Migration sowie Klima und Nachhaltigkeit als Impulsgeber für Weiterbildungsbedarf. Diese wirken in Themen ein, verändern Angebotsinhalte und -formate und bieten auch Anlass für neue Kooperationen zwischen Weiterbildungsanbietenden und Akteuren in Gesellschaft und Wirtschaft. Angesichts der veränderten Anforderungen auf dem Weiterbildungsmarkt ist es für hochschulische Weiterbildungsanbieter unabdingbar, mit geeigneten Angeboten aktuelles Wissen in die Praxis zu integrieren und ihre Rolle bewusst einzunehmen. Die Entwicklung und Anpassung von Weiterbildungsangeboten ist bedarfsorientiert. Aus der Sicht der Angebotsentwicklung ist es erforderlich, Bedarfsentwicklungen frühzeitig zu erkennen und Angebote eigenständig oder in Kooperation mit weiteren Akteuren zu konzipieren. Im Workshop-Format eines World Cafés soll an Thementischen mit interessierten Teilnehmenden ein Austausch zu Methoden, Vorgehensweisen und Tools stattfinden, um zukünftige Bedarfe und Bedarfsverschiebungen in den Weiterbildungsangeboten frühzeitig zu erkennen und Weiterbildungsangebote entsprechend innovieren zu können. Ziel ist es, den Austausch fachlicher Expertise anzuregen und ein Netzwerk von Expert*innen zu gründen, dass sich gegenseitig bei der Weiterbildungskonzeption unterstützt. Die Ergebnisse des Workshops werden als Handlungsempfehlungen zusammengefasst und den Teilnehmer*innen zur Verfügung gestellt.
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| 15:20 - 16:45 | Verständnis und Entwicklungen der wissenschaftlichen Weiterbildung Ort: D0436 Chair der Sitzung: Prof. Dr. Annika Maschwitz, Hochschule Bremen Chair der Sitzung: Andreas Kröner, DGWF e.V. Thematischer Schwerpunkt der DGWF 2024 III. Berufsbegleitende Weiterbildungsangebote an Hochschulen gewinnen gesellschaftlich fortwährend an Bedeutung, dabei ist der Begriff der wissenschaftlichen Weiterbildung selbst nicht trennscharf definiert. Der Beitrag schärft die Begrifflichkeiten und stellt anhand vier Thesen die aktuellen Entwicklungen der wissenschaftlichen Weiterbildung in Deutschland dar: 1) Die wissenschaftliche Weiterbildung besitzt einen gesellschaftlichen Auftrag, welcher vor allem durch die Covid-19 Pandemie verdeutlicht worden ist. 2) Durch die Arbeitswelt werden Weiterbildungsangebote in flexibleren Formaten notwendig; dies bezieht sich auf die Ebenen der örtlichen, zeitlichen und inhaltlichen Flexibilisierung. 3) Zudem verändern sich auch die Studienstrukturen stetig und neue kurzzeitige Lernformate wie Microcredentials gewinnen an Bedeutung. 4) Die wissenschaftliche Weiterbildung kann weiter als eine der Kernaufgaben von Hochschulen und Universitäten verstanden werden, indem sie einen wichtigen Transferpfad zwischen der Gesellschaft und Wirtschaft bildet. | ||
| Datum: Freitag, 13.09.2024 | ||||||
| 10:30 - 12:00 | Dynamisierung von Grenzen – Kooperation Ort: D0436 Chair der Sitzung: Thomas Bertram, Leibniz Universität Hannover Vorträge | |||||
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Das Gast- und Seniorenstudium als Gegenstand eines Forschungsseminars an der Philipps-Universität Marburg. Ein Beispiel einer erfolgreichen und dynamischen inneruniversitären Kooperation Philipps-Universität Marburg, Deutschland An der Philipps-Universität Marburg wird im WiSe 2023/24 und im SoSe 2024 am Institut für Soziologie das Forschungsseminar „Das Gaststudium aus bildungssoziologischer Perspektive“ als Teil des Moduls „Empirisches Lehrforschungsprojekt“ angeboten. Die Studierenden wenden im Rahmen des Seminars ihre vorher erworbenen Kenntnisse der quantitativen Methoden der empirischen Sozialforschung selbst an, indem sie über zwei Semester an einem Projekt arbeiten, Daten erheben und auswerten. Forschungsgegenstand ist das Gast- und Seniorenstudium an der Universität Marburg und an weiteren Standorten in Deutschland. Der Vortrag beleuchtet die Entstehungsgeschichte von der Idee über die Konzeption und Umsetzung des Forschungsseminars bis hin zu ersten Ergebnissen der Befragung der Zielgruppe. Im Zentrum des Vortrags steht, welche Rolle die verschiedenen Akteure (Studierende, Gasthörer*innen, Referentin aus der Verwaltung, Dozent) im Forschungsprozess übernommen haben. Vor allem wird der intensive und fruchtbare Austausch- und Lernprozess sowie der Einfluss dieser Akteure auf den Forschungsprozess inklusive Forschungsdesign, Forschungsfragen und -hypothesen beschrieben. Dargestellt wird u.a., wie die Akteure aus Verwaltung und Fachbereich von den jeweiligen Kompetenzen der anderen Seite profitiert haben. Bei der Analyse des Wissenstransfers werden idealtypisch zwischen interaktionsspezifischen, wissensspezifischen, individuellen und organisationalen Einflussfaktoren unterschieden (s. Blank et al 2015). Letztendlich wird ein Beispiel einer erfolgreichen und dynamischen inneruniversitären Kooperation zwischen dem regulären Studium und der wissenschaftlichen Weiterbildung Älterer gezeigt. Grenzübergreifende Zusammenarbeit in der Wissenschaftlichen Weiterbildung: Gestaltung disziplinübergreifender Angebote. TU Dresden, Deutschland Wissenschaftliche Weiterbildung wird häufig als Inter- bzw. Transdisziplinär charakterisiert, bedingt durch ihre intermediäre Position zwischen Systemlogiken (Alexander, 2022), Akteur:innen mit heterogenen Hintergründen (Jütte & Lobe, 2022) und Lehr-Lernsettings (Habeck, 2021). Zudem ist ein Begriffswandel von Inter- zu Transdisziplinarität erkennbar, was nicht nur die wissenschaftliche Weiterbildung im Speziellen, sondern Wissenschaft im Gesamten betrifft. Die Diskussion um disziplinübergreifende Praktiken in der wissenschaftlichen Weiterbildung findet meist als Selbstreflexion des Forschungsfeldes statt, vernachlässigt jedoch das Praxisfeld, was im Kontrast zur organisationalen Verortung der wissenschaftlichen Weiterbildung steht, welche meist quer zur disziplinären Struktur der Hochschulen liegt. Die Betrachtung von Inter- bzw. Transdisziplinarität im Praxisfeld wissenschaftliche Weiterbildung rückt deren Gestaltung und Relevanz sowie die intra- und extrauniversitären Kooperationsprozesse zur gegenseitigen Grenzüberschreitung in den Blick. Der Beitrag thematisiert basierend auf ersten Ergebnissen eines qualitativen Projekts anhand weiterbildender Masterprogramme, wie Interdisziplinarität im Feld verstanden wird und aus organisationaler Perspektive gestaltet werden können. Alexander, C. (2022). Wissenschaftliche Weiterbildung und ihre besondere Positionierung. ZHWB, 2, 16–21. Habeck, S. (2021). Interdisziplinarität in Veranstaltungen der wissenschaftlichen Weiterbildung. Hessische Blätter für Volksbildung, 3. Jütte, W., & Lobe, C. (2022). Stichwort: Disziplinäre und wissenschaftliche Verortungen in der wissenschaftlichen Weiterbildung. ZHWB, 2.
(Steuerungs-) Dynamiken in der Kooperation für ein regionales und digitales Weiterbildungsmarketing – Befunde aus der Begleitforschung zum Projektverbund Hochschulweiterbildung@BW Eberhard Karls Universität Tübingen, Deutschland Im Rahmen der aktuellen Weiterbildungsoffensive in Baden-Württemberg hat der Projektverbund Hochschulweiterbildung@BW die hochschulübergreifende digitale Marketingplattform südwissen sowie ein Netzwerk von 25 Regional- und Fachvernetzungsstellen an insgesamt 48 Hochschulen etabliert. Auf diese Weise soll das Matching zwischen den Bedarfen der Wirtschaft und dem Weiterbildungsangebot der Hochschulen verbessert sowie insgesamt das Bildungsmarketing und die Angebots- und Kooperationsstrukturen der wissenschaftlichen Weiterbildung strukturell gestärkt werden. Die wissenschaftliche Begleitforschung des Projektverbunds unter dem Projekttitel GOMA@BW zielt darauf ab, Erkenntnisse über die gegenwärtige Strukturentwicklung und den Wandel von Governance-, Organisations-, Marketing- und Angebotsformen in der wissenschaftlichen Weiterbildung zu gewinnen. Auf Basis eines Mixed-Methods-Forschungsdesigns wurden teilstandardarisierte offene Interviews mit den unterschiedlichen Projektbeteiligten (Regional- und Fachvernetzer:innen, Einrichtungsleitungen, Projektmanagement/-leitung) geführt sowie Dokumentenanalysen und eine umfassende quantitative Befragung aller Regional- und Fachvernetzer:innen umgesetzt. Im Rahmen der DGWF-Jahrestagung möchten wir zentrale Ergebnisse aus den verschiedenen Forschungszugängen vorstellen. Erste Auswertungen geben Einblicke in die dynamischen (neuen und bereits bestehenden) regionalen Kooperationsstrukturen und verweisen auf vielfältige (Steuerungs-) Dynamiken zwischen den beteiligten Akteuren und Bezugsebenen des Projektverbunds rund um das gemeinsame regionale und digitale Weiterbildungsmarketing.
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