Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht | |
| Ort: Alte Mensa, Rechte Aula |
| Datum: Mittwoch, 13.09.2023 | |
| 13:00 | Öffnung Tagungsbüro Ort: Alte Mensa, Rechte Aula |
| 14:00 - 16:30 | Barcamp Ort: Alte Mensa, Rechte Aula Chair der Sitzung: Anna Bergstermann, Frankfurt University of Applied Sciences Chair der Sitzung: Andreas Kröner, Hochschule Merseburg Barcamp geleitet von Anna Bergstermann (Beisitz Kommunikation der DGWF) und Andreas Kröner (Stellv. Vorsitzender der DGWF) |
| Datum: Donnerstag, 14.09.2023 | |||||||||||
| 8:00 | Öffnung Tagungsbüro Ort: Alte Mensa, Rechte Aula | ||||||||||
| 9:00 - 9:30 | Begrüßung Ort: Alte Mensa, Rechte Aula Eröffnung der Tagung und Begrüßung durch:
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| 9:30 - 10:00 | Ehrung Ort: Alte Mensa, Rechte Aula Chair der Sitzung: Prof. Dr. Annika Maschwitz, Hochschule Bremen | ||||||||||
| 10:00 - 11:15 | Podiumsdiskussion Ort: Alte Mensa, Rechte Aula Chair der Sitzung: Dr. Beate Hörr, Johannes Gutenberg-Universität Mainz Thema:Weiterbildung 2030:Digitalisierung und Digitalität sowie gesellschaftliche Transformationsprozesse als Motor und Medium?
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| 11:15 - 11:35 | Poster-Pitch Ort: Alte Mensa, Rechte Aula Chair der Sitzung: Dr. Margot Klinkner, zfh – Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund | ||||||||||
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Innovatives Fernstudienprojekt "International Business Management (MBA)" 1Graduate School Rhein-Neckar gGmbH, Ludwigshafen; 2Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft, Ludwigshafen Die Graduate School Rhein-Neckar bietet in Kooperation mit der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen und dem Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund einen internationalen, berufsbegleitenden, rein englischsprachigen MBA-Fernstudiengang mit dem Schwerpunkt International Business Management an. Die Studieninhalte umfassen die Module Scientific Theory, Marketing, Logistics, Social Skills, Management, International Competencies, Human Resources Management sowie die Wahlpflichtmodule Law, Sociology, Managerial Finance & Macroeconomics. Das Studium ist vom Akkreditierungsrat akkreditiert und schließt mit dem Master of Business Administration der Hochschule Ludwigshafen ab. Welcher Studiengang kann von sich behaupten zu 100% flexibel, international und persönlich zu sein? Der MBA-Studiengang International Business Management der Graduate School Rhein-Neckar kann das! Der Studiengang ist zu 100% flexibel - Alle Pflichtveranstaltungen finden online statt - Flexibles Lernen dank aufgezeichneter Online Sessions - Prüfungsleistungen wie Businessplanspiel, Case Studies & „Start-up Pitch“ gewährleisten Praxistransfer - 4 Semester, Studienstart zum Sommer- & Wintersemester 100% international - Studierende & Dozierende aus aller Welt - Double Degree-Optionen & Zusatzmodule an kooperierenden Universitäten - Kooperationen mit London Metropolitan University und Manhattan Institute of Management 100% persönlich - Persönliche, zeitgemäße Kommunikation - Online-Masterthesis-Workshops - Online Sessions und Kontakt zu MBA Ambassadors für Studieninteressierte Rückmeldungen von Teilnehmer*innen: https://www.hwg-lu.de/studium/master/international-business-management-mba/erfahrungsberichte Total digital - Microlearnings on demand zfh - Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund, Deutschland Die wissenschaftliche Weiterbildung wird von Langzeitangeboten in Form von Zertifikatskursen und Studiengängen dominiert. Doch sind diese Formate in einem zunehmend digitalisierten und damit auch schnelllebigen Alltag zeitgemäß? Sind nicht vielmehr kleinteilige Formate gefragt, die Lernen on-demand ermöglichen und den Fokus auf den kurzfristigen Erwerb von Kompetenzen legen? In unserem Projekt „Aufbau eines Microlearning-Weiterbildungsportals“, einem Verbundprojekt zwischen dem zfh – Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund und dem virtuellen Campus Rheinland-Pfalz (VCRP) sowie den Hochschulen Worms und Koblenz, wird ein webbasiertes Portal mit kleinteiligen on-demand-Lernformaten entwickelt, das einen niedrigschwelligen Einstieg in die digitale Weiterbildung ermöglicht. Dabei soll eine möglichst breite Zielgruppe angesprochen und über verschiedene Angebotsformate erreicht werden. Ziel ist zudem, dass Dozenten ihre Inhalte selbstständig über sog. Technisch-didaktische Templates in die Plattform einstellen können, wodurch auch das Lehrpersonal einen vereinfachten Zugang zur Erstellung digitaler Lehrinhalte erhält. Eingerichtet wird zudem ein ePayment-Verfahren, das sowohl dem Kunden verschiedene digitale Zahlungsweisen bietet als auch interne Abrechnungs- und Verrechnungsprozesse größtenteils automatisiert, so dass der administrative Aufwand geringgehalten wird. Herausforderungen, denen wir im Projekt unter marketingtechnischen Gesichtspunkten begegnen, betreffen die passgenaue Ansprache einer sehr breiten und divergenten Zielgruppe über das Hochschulumfeld hinaus sowie Abwägungen zu Finanzierungs- und Preismodellen.
Weiterbildungsportal für die nachhaltige Entwicklung digitaler Kompetenzen Universität Koblenz, Deutschland Die Etablierung nachhaltiger digitaler Weiterbildungskulturen ist eine große Herausforderung der (Weiter-)Entwicklung digitaler Lehre. Es gilt, digitale Kompetenzen wirksam zu vermitteln, fortlaufend und systematisch auszubauen und dabei fächerübergreifend von diversen Expertisen und Methoden zu profitieren. Im Forschungsprojekt DigiKompASS der Universität Koblenz und der RPTU Kaiserslautern-Landau entsteht unter anderem ein zentrales internes Weiterbildungsportal. Dieses soll Weiterbildungsangebote in einer Weise präsentieren, die es Universitätsangehörigen erlaubt, gezielt und systematisch ihre digitalen Kompetenzen zu verbessern, um eine nachhaltige Basis zur Gestaltung einer qualitativ hochwertigen (digitalen) Lehre zu schaffen. Der DigCompEdu wird als Referenzrahmen verwendet - so können digitale Kompetenzen adäquat benannt, herausgestellt und vermittelt werden. Zudem kann er Nutzer:innen bei der Suche nach passenden Angeboten helfen, indem die Kompetenzfelder als Suchkriterien dienen. Geplant ist auch, Lernpfade anhand von verschiedenen Kompetenzstufen als Microcredentials anzubieten. Insgesamt soll das Portal mit Hilfe diverser Nutzer:innen-zentrierter Ansätze (wie Personas, Self-Assessment) so gestaltet werden, dass es auf die spezifischen Bedürfnisse der Lehrenden abgestimmt ist und diese motivierend „mitnimmt“. Eine große Herausforderung ist es deshalb, das Kompetenzraster des DigCompEdu zu vermitteln, den Weiterbildungsangeboten adäquat zuzuordnen und ein passendes System zu finden, das die Kompetenzen übersichtlich darstellt. Gesamtziel ist es, die Etablierung einer nachhaltigen Weiterbildungskultur auf dem Gebiet digitaler Lehr- und Lernkompetenzen zu fördern.
AdLer-3D-Lernumgebung für Studierende Technische Hochschule Aschaffenburg, Deutschland Die fortschreitende Digitalisierung im Bildungssektor ist gerade für die Berufliche Weiterbildung von zentraler Bedeutung. Bereits seit längerer Zeit sind in diesem Kontext zeit- und ortsunabhängige Lehr-Lern-Formate sehr wichtig. Allerdings bietet digitales Lernen auch großes Potential hinsichtlich dem Thema Motivationsförderung. Serious Games stellen ein vielversprechendes Beispiel von Game-based Learning (GBL) dar, um die Lernmotivation zu adressieren. Hierbei geht es darum, Mechaniken (digitaler) Spiele zu verwenden, um einen Wissenserwerb zu ermöglichen, der zeitgleich motivierend gestaltet ist. Das AdLer-Projekt hat zum Ziel ein frei verfügbares Instrument zu entwickeln, mit welchem Lehrende virtuelle 3D-Lernumgebungen erstellen und in ihrer Lehre in unterschiedlichen Formen einsetzen können. Mit Hilfe eines Autorentools werden Lehrende bei der Konzeption und Erstellung von 3D-Lernumgebungen unterstützt. Dadurch können Lehrende auf schnellem und einfachem Weg eigene digitale 3D-Lernumgebungen erstellen sowie nach ihren individuellen Vorstellungen hinsichtlich der eigenen Lernszenarien konfigurieren. In der 3D-Lernumgebung können Lernende nach den Prinzipien des GBL erkundungsorientiert und interaktiv lernen. Dazu können Lernende mit einem virtuellen Avatar die AdLer-3D-Lernumgebung betreten und verschiedene Handlungsmöglichkeiten wahrnehmen. Sie können sich frei in dieser Lernumgebung bewegen und unterschiedliche Lernangebote (z.B. die Bearbeitung von Lernelementen, wie H5P, Text und Video) durchführen. Im geplanten Poster-Pitch wird eine aktuelle Version der Software AdLer präsentiert und steht für die Konferenzteilnehmer zum Ausprobieren bereit.
Design Principles für emotionssensitive Lernwelten im Sozialwesen Institut für Angewandte Informatik, Deutschland Durch die zunehmende Erweiterung von Lernangeboten an Hochschulen und in Betrieben in den digitalen Raum, wird es notwendig, Emotionen der Lernenden zu berücksichtigen, die bei den meisten Konzeptionen vernachlässigt werden. Besonders sensible Themen können zu starken Reaktionen führen und mit Überforderung und Verunsicherung einhergehen. Gleichzeitig sind solche Themen häufig im Rahmen der Vermittlung von sozialen und emotionalen Kompetenzen zu finden. Die Posterpräsentation geht der Frage nach, welche Design Principles zur Gestaltung von emotionssensitiven Lernwelten zu beachten sind. Der Fokus liegt auf der Entwicklung eines niedrigschwelligen, bedarfsgerechten E-Learnings bzw. Blended Learnings, welches die Berücksichtigung emotionaler Zustände ermöglicht. Um dies zu realisieren, wird ein Design Science Research Ansatz (Gregor et al., 2020; Hevner et al., 2004) zugrunde gelegt. Dabei werden aus den erhobenen Anforderungen von zwei Use Cases Design Principles abgeleitet. Diese können auf Weiterbildungen mit digitalen Anteilen angewendet werden, um die Gefahr einer Überlastung der Lernenden zu minimieren und dadurch langfristig den Lernerfolg zu unterstützen. Die Design Principles umfassen unter anderem:
Die Implementierung der emotionssensitiven Lernumgebung in den Use Cases wird von einer Evaluation begleitet, um die Messansätze und Gestaltung der Lernorganisation ideal auf die Bedürfnisse der Lernenden und Lehrenden anzupassen.
Hands-on Artificial Intelligence (KI@MINT) Stärkung der KI-Kompetenzen bei Studien- und Qualifizierungsangeboten Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Deutschland Das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung ist Verbundpartner im Projekt Hands-on Artificial Intelligence (KI@MINT) zur Stärung der KI-Kompetenzen bei Studien- und Qualifizierungsangeboten. Das Teilprojekt zielt auf die Erweiterung der wissenschaftlichen Weiterbildungsangebote zur Qualifizierung von KI-Fachkräften und fördert die Durchlässigkeit von universitären Bildungsangeboten, die Begeisterung von Studieninteressierten sowie beruflich qualifizierten Bewerbern mit und ohne Hochschulzugangsberechtigung. Geplant sind u. a. folgende Maßnahmen:
Für die Förderung ethischer, datenschutzrechtlicher, kritisch-gesellschaftlicher Kompetenzen erfolgt eine Verständigung über ethische Standards zur menschenzentrierten und werteorientierten Entwicklung und Anwendung von KI sowie zur Kompetenzbildung. Im Sinne der Third Mission werden in (öffentlichen) Diskurs-Formaten zu KI als Megatrend Akteur:innen in Wissenschaft, Wirtschaft, Politik & Gesellschaft hinsichtlich ihrer ethischen und datenökologischen Verantwortung sensibilisiert. Das Poster zeigt den konzeptionellen Ansatz, den Umsetzungsprozess und die Kommunikationswege bei der Integration neuer Technologien in die Angebote des Lebenslangen Lernens auf.
„Neue Impulse für das Engagement in PC- und Internet-Treffs“ – Eine digitale Qualifizierung für ehrenamtliche Engagierte Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Deutschland 2022 startete das ZWW in enger Zusammenarbeit und mit finanzieller Förderung durch die Landesleitstelle „Gut Leben im Alter“ des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Digitalisierung und Transformation (MASTD) ein neues digitales Qualifizierungsangebot für ehrenamtlich Engagierte im Bereich digitaler Bildung für Ältere. Lernen in digitalen Räumen nachhaltig gestalten Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Deutschland Die erzwungene Digitalität von Lehrangeboten im Rahmen der Pandemie hat Lehrende wie Teilnehmende zunächst vor große Herausforderungen gestellt. Gleichzeitig konnte in diesem Rahmen aber auch eine enorme Beschleunigung sowohl des technischen Ausbaus wie auch der digitalen Kompetenzen auf Anbieter und Teilnehmendenseite verzeichnet werden. Im Rahmen eines Projekts an der Johannes Gutenberg-Universität wurde die Zeit der (rein) digitalen Lehre vor dem Hintergrund der Frage: Wie kann ein Theorie-Praxis-Transfer (auch) in digitalen Lehrsettings gelingen? systematisch analysiert und Erfolgsfaktoren für die Gestaltung von digitalen Lehr-Lern-Settings abgeleitet. Für Teilnehmende der wiss WB stellt die direkte Umsetzbarkeit von Inhalten in die Praxis den entscheidenden Mehrwert dar. Folgerichtig ist es für Anbieter hochrelevant, dass ihre in der Regel kostenpflichtigen Angebote genau diesen Mehrwert bieten. Lehrende der wissenschaftlichen Weiterbildung aus verschiedenen Themenfeldern wurden hierzu anhand von Leitfadeninterviews befragt und das entstandenen Material systematisch inhaltsanalytisch ausgewertet. In einem ersten Schritt wurde hieraus eine Methodensammlung entwickelt die in einem Matching-Verfahren mit Apps korreliert wurden. Darüber hinaus wurden die Ergebnisse mit einer quantitativen Umfrage unter Teilnehmenden aus dem entsprechenden Zeitraum zur Nachhaltigkeit und dem Mehr- bzw. Minderwert von digitalen Lernsettings abgeglichen. Im Ergebnis wurden Leitlinien für die E-Lehre formuliert. In einem weiteren Schritt sollen zielführende Blendend Learning Formate als Blaupausen entwickelt werden, die allen Lehrenden zur Verfügung gestellt werden sollen.
Entwicklung einer adaptiven und adaptierbaren ToDo-Liste in OpenOlat Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund Weiterbildende Fernstudiengänge zeichnen sich durch einen hohen Flexibilisierungsgrad aus, der den Bedürfnissen von Studierenden in verschiedenen Lebenssituationen entsprechen kann. Gerade diese Flexibilität verlangt im Alltag allerdings ein hohes Maß an Organisation und Selbststrukturierung. Gerade bei berufsbegleitend Studierenden ist der Wunsch nach optimierter Organisation und Überblick bezüglich der Anforderungen und Aufgaben im Studium präsent. Unabhängig von Präsenz- oder Blended Learning Studiengängen ist die daraus resultierende Zeitersparnis attraktiv. Als Strukturierungshilfe wird im Learning Management System OpenOlat eine ToDo-Liste angeboten, die sich jeweils adaptiv aus den belegten Kursen der Nutzenden speist und übersichtlich anstehende Aufgaben mit Fristen, Kursreferenzen und weiteren Informationen präsentiert. Die Liste ist individuell adaptierbar, sie lässt sich beliebig editieren und neben der automatischen Generierung von Aufgaben aus belegten Kursen auch um eigene Aufgaben individuell erweitern. So können auch persönliche Lern- und Kompetenzziele, interdisziplinäre Studieninhalte und private Anforderungen und Termine notiert werden. Neue, abgehakte und systemseitig als erledigt erfasste ToDos synchronisieren automatisch, sodass die ToDo-Liste stets aktuell gehalten wird. So wird eine engmaschige Begleitung des studieneigenen Workflows ermöglicht. Gegenwärtig erfolgt die Programmierung, mit der geplanten Umsetzung im Sommer bis Herbst 2023 steht dieses Tool allen OpenOlat-Nutzenden zur Verfügung – unabhängig von Studiengängen oder Status als Studierende, Verwaltende oder Lehrende.
Nutzung digitaler Technologien für Auswahl und Konfiguration wissenschaftlicher Weiterbildung: der selbstbestimmte Weiterbildungsweg 1Hochschule Merseburg, Deutschland; 2Hochschule Anhalt, Deutschland Digitale Technologien zur Kombination und Konfiguration individueller Weiterbildung: der selbstbestimmte Weiterbildungsweg Anja Bergner, Patrick Durst, Katrin Kaftan, Andreas Kröner Die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen (z. B. Digitalisierung, Demografie, Strukturwandel) verlangen passgenaue, individuelle und kürzere Weiterbildungsformate an den Hochschulen. Dieser Prozess der Individualisierung und Flexibilisierung der Weiterbildung ist unumkehrbar und nicht mehr aufzuhalten[1]. Bisher beschränkt sich die Nutzung digitaler Technologien zur Distribution von Weiterbildungsangeboten auf die Bereitstellung von Informationen auf den einzelnen Hochschul-Webseiten. Der Bildungskonfigurator WIBKO® (Landesportal Sachsen-Anhalt) unterstützt die Auswahl und Buchung einer individuellen und vor allem hochschulübergreifenden Weiterbildung und dient u. a. als Präsentations-, Beratungs-, Vermarktungs- und Buchungsplattform.[2] Dennoch stellt die Möglichkeit einer individuellen Kombination einzelner Module die Hochschulen bei der Veränderung der auf grundständige Studiengänge standardisierten organisatorischen Prozesse vor enorme Herausforderungen. [1] Kaftan, H.-J.; Kaftan, K.; Gröbel, G.: Nutzung digitaler Technologien für Auswahl und Konfiguration wissenschaftlicher Weiterbildung. In: Bravo Granström, M.; Koppel, K.; Stratmann, J. (Hrsg.), Digitale Transformation in der wissenschaftlichen Weiterbildung. Wbv Media GmbH & Co. KG, Bielefeld 2023, S. 131 - 141. [2] Verbund der Hochschulen Anhalt, Harz und Merseburg im Projekt „Wissenschaftliche Weiterbildung für KMU in Sachsen-Anhalt”, Köthen, Mai 2022. | ||||||||||
| 12:00 - 13:00 | Microcredentials/ Micro Learning Ort: Alte Mensa, Rechte Aula Chair der Sitzung: Andreas Kröner, Hochschule Merseburg | ||||||||||
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Microcredentials im europäischen Kontext: Aktuelle Entwicklungen und Perspektiven bei der Definitionssuche 1Pädagogische Hochschule Weingarten, Deutschland; 2Swedish Council for Higher Education Microcredentials, Microdegrees, Nanodegrees, Short Learning Programs .... Kurzformate sind im Trend (Reum et al., 2020) und in der Bildungspolitik und -praxis werden sie zunehmend als flexible und innovative Qualifizierungsform diskutiert. Das Lebenslange Lernen soll auch im Hochschulbereich stattfinden (Wissenschaftsrat, 2019). Obwohl sie international bereits weiter verbreitet sind, werden die Microcredentials (MC) in Deutschland erst seit kurzer Zeit intensiver diskutiert. Unterschiedliche Organisationen, wie bspw. DAAD (2022) und HRK (2023), befassen sich in verschiedenen Studien mit dem Thema. Die definitorische Heterogenität ist jedoch noch groß. Der Vortrag skizziert den aktuellen Stand nationaler, europäischer und internationaler Aktivitäten zu MC im hochschulischen Bildungsbereich, insbesondere hinsichtlich wissenschaftlicher Weiterbildung. Anhand der Beispiele der Arbeit zu den Empfehlungen der Europäischen Kommission (2022) zu MC sowie die Definition der DGWF (2023) werden aktuelle Entwicklungen und Perspektiven präsentiert. Dabei wird besonders auf die Arbeit der DGWF und der Microcredentials Higher Education Consultation Group der EU (2020) unter Berücksichtigung des gegenwärtigen wissenschaftlichen Diskurses eingegangen. Es werden vertiefte Einblicke in den Stand der aktuellen Lage in Deutschland und Schweden gegeben. Abschließend erfolgt ein Ausblick auf einen zukünftigen Umgang im deutschen Hochschulbereich mit Fokus auf wissenschaftliche Weiterbildung und eine Diskussion hierzu wird angeregt. Dabei werden Fragen aufgegriffen, wie europäische Ansätze in Deutschland umgesetzt werden können und wie es mit der Anerkennung aussieht.
Microcredentials – fachspezifisch, punktuell, flexibel Hochschule Biberach, Deutschland Microcredentials basieren auf einer europäischen Initiative, flexible kleinteilige Lernangebote zu schaffen. Diese Entwicklung koinzidiert mit dem Wunsch der Wirtschaft, ihre Mitarbeitenden fachspezifisch und punktuell weiterzubilden. Hier stößt ein neues Format auf bisherige Konzepte in der wissenschaftlichen Weiterbildung. Seit einigen Jahren beschäftigt sich die Hochschule Biberach sehr erfolgreich mit dem Thema der Microcredentials und bietet auf diesem Weg einen weiteren und wichtigen Baustein bei der Förderung des Lebenslangen Lernens in der Region an. In unterschiedlichen Formaten und Fachbereichen werden Fachwissen und Kompetenzen der Zielgruppe vermittelt. Letztere ist hierbei sehr heterogen, besonders in Bezug auf die Bildungsabschlüsse. Diese Heterogenität wird bei der Ausrichtung des fachlichen Niveaus berücksichtigt. Alle Teilnehmenden verbindet der Wunsch sich spezifisch und kleinformatig weiterzubilden. Inhaltlich fokussieren sich die Microcredentials sowohl auf Angebote der Weiterbildungsstudiengänge, die von der Hochschule Biberach angeboten werden, als auch auf Anfragen on demand von Unternehmen aus der Region. Didaktisch sind die Inhalte sehr unterschiedlich aufbereitet. Zielgruppenorientiert werden unterschiedliche Formate gewählt, z.B. Workshop-Reihe über mehrere Wochen, praktische Übungen, Quizzes usw.. Der Fokus liegt auf der Vermittlung von Fachwissen. Alle Microcredentials schließen mit einer Prüfung ab und sind creditiert.
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| 14:00 - 15:00 | Keynote Ort: Alte Mensa, Rechte Aula Chair der Sitzung: Prof. Dr. Annika Maschwitz, Hochschule Bremen „Hochschulbildung vor dem Hintergrund von Natural Language Processing (KI-Schreibtools). Ein Framework für eine zukunftsfähige Lehr-und Prüfungspraxis“ Dr. Anika Limburg, Hochschule RheinMain Die Päsentation zum Download | ||||||||||
| 15:20 - 16:20 | Entwicklung von Weiterbildung und Fernstudium im Kontext von Digitalisierung und Digitalität Ort: Alte Mensa, Rechte Aula Chair der Sitzung: Andreas Dörich, oncampus GmbH | ||||||||||
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„Im Spiel jagt der Mensch sein besseres Ich“ - Gamification in der betrieblichen Weiterbildung University of Labour Der Beitrag befasst sich mit zunehmendem Zeitdruck und steigender Aufgabenmenge in der Arbeitswelt – diese unterliegt einem allumfassenden Beschleunigungsphänomen (Rosa 2020) das unweigerlich dazu führt, dass sich Anforderungen an den Lernenden verändern (Flexibilität, Mobilität, Selbststeuerung). Es scheint, dass sich der „hochtourige Lerner zum turbobedingten Prototyp des effektiven, Selbstlerners“ (Meyer-Drawe 2008: 125) entwickelt hat, mit dem sich soziale Praxisformen und Beziehungsmuster verändern. So soll das Vortragsziel die subjektzentrierte Darstellung von spielerischem Erlernen von Handlungskompetenzen im Kontext betrieblicher Weiterbildung sein. Im Grundsatz der Anwendung werden spielerische Elemente in spielfremde Zusammenhänge integriert (Deterding et al. 2011), was zur Steigerung von Motivation und Engagement der Mitarbeitenden beitragen soll (Kodalle & Metz 2022: 65). Die Verbreitung von derlei Anwendungen steigt nicht erst seit der Pandemie an: rund 1/3 der Befragten einer repräsentativen Studie des Digitalverbands Bitkom, nutzt Gamification in der Weiterbildung (Bitkom Research 2023). Die Auswertung und kritische Betrachtung des Einsatzes in Betrieben beläuft sich bislang vor allem auf Effizienzuntersuchungen (Eberle et al. 2021: 428). Nicht jedoch auf Fragestellungen, die die Wirkweisen von Gamification in Bezug auf Paradigmen beruflicher Weiterbildung und subjektiver Auslegung der Angesprochenen adressiert. Anhand zweier Praxisbeispiele von Gamification in der Weiterbildung, werden folgende Fragen thematisiert: Welches Autonomieverständnis prägt den Diskurs um Gamification im betreffenden Kontext? Wie prägt der Einsatz die Grundzüge Guter Arbeit?
Advanced Music Education – Neue Wege in der musikalischen Bildungslandschaft im Verbund gestalten 1Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Deutschland; 2Kompetenzzentrum für Popularmusik in Brandenburg Weiterbildungsangebote reagieren auf gesellschaftliche Veränderungen und schließen Lücken in traditionellen Bildungsgängen. Die Digitalisierung aller gesellschaftlicher Lebensbereiche (Stadler, 2016) ist auch in der musikalischen Bildungslandschaft eine Herausforderung. 90% musikalischer Produktionen entstehen heute mit digitalen Musikmedien, die nur zögerlich in traditionellen Musikausbildungen Eingang finden (Sperlich, 2008). Das Zentrum für Popularmusik Brandenburg – Education (ZPOP) entwickelt und bietet Weiterbildungsangebote im Bereich digitaler Musikmedien. In Kooperation mit der BTU Cottbus-Senftenberg entstand der Zertifikatsstudiengang Advanced Music Education (AME), in dem theoretische sowie praktische Kenntnisse & Kompetenzen für den Gebrauch und den musikvermittelnden Einsatz digitaler Musikmedien fokussiert werden. Da das „vorherrschende Modell […] eines Studienblocks bei nachfolgender lebenslanger Arbeitstätigkeit an Relevanz verliert“ (Ehlers, 2020) versteht das Verbundangebot Bildung als biografiebegleitenden Prozess. Gemeinsam mit beiden Verbundpartnern erfolgte die Organisation des Bildungsangebotes mit Regelungen für Zuständigkeiten der Partner, zum Zugang, zur Anerkennung oder Anrechnung und ermöglicht eine optimale Gestaltung individueller und flexibler Lernwege. AME richtet sich an verschiedene Altersgruppen, Studierende, musikalisch vorgebildete Professionelle in der kulturellen Bildung und der sozialen Arbeit sowie an Musikschaffende, die dadurch ihre Berufspraxis erweitern oder verändern können. Der Studiengang ist berufs- oder studienbegleitend studierbar. Erworbene Microdegrees können auf einen nachgeplanten Masterstudiengang angerechnet werden.
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| 16:30 - 18:00 | DGWF Mitgliederversammlung 2023 (inkl. Registrierung) Ort: Alte Mensa, Rechte Aula | ||||||||||
| Datum: Freitag, 15.09.2023 | |
| 8:00 | Öffnung Tagungsbüro Ort: Alte Mensa, Rechte Aula |
| 9:30 - 9:40 | Begrüßung Ort: Alte Mensa, Rechte Aula |
| 9:40 - 10:40 | Keynote Ort: Alte Mensa, Rechte Aula Chair der Sitzung: Jan Ihwe, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg „Gesellschaftliche Transformationsprozesse und ihre Bedeutungen für die wissenschaftliche Weiterbildung“ Dr. Walburga Katharina Freitag, Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung |
| 11:15 - 12:15 | Weiterbildungsnahe Dienstleistungen und Technologien Ort: Alte Mensa, Rechte Aula Chair der Sitzung: Dr. Lars Kilian, Deutsches Institut für Erwachsenenbildung - Leibniz-Zentrum für lebenslanges Lernen e.V. Podiumsdiskussion:
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| 12:30 - 13:15 | Tagungsabschluss Ort: Alte Mensa, Rechte Aula |

