Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht
Ort: ReWi II, HS I, Raum 00-211
Datum: Donnerstag, 14.09.2023
12:00 - 12:30Gesellschaftliche Trends und ihre Auswirkungen auf die Weiterbildung
Ort: ReWi II, HS I, Raum 00-211
Chair der Sitzung: Ralf Blasek, Graduate School Rhein-Neckar gGmbH
 

Wissenschaftliche Weiterbildung in gemeinsamer Verantwortung von Staat, Markt und Zivilgesellschaft? Ein White Paper zu Gelingensbedingungen für Weiterbildung an Hochschulen.

Claudia Steigerwald, Marina Wiest

Hochschule Biberach, Deutschland

Bildung und ihre Politik sind seit einigen Jahren verstärkt Gegenstand als auch Gestalter einer Transformation unserer Wirtschaftsordnung. Dies wird in jüngster Zeit insbesondere durch die Transformation zur Nachhaltigkeit angetrieben, die eine Fokussierung auf neue Technologien erfordert. Aber auch der demografische Wandel, die digitale Transformation sowie Migration und Globalisierung bestimmen die strategische und inhaltliche Ausrichtung von Bildung. Diese Prozesse erfordern in zunehmendem Maße lebenslanges Lernen und berufsbegleitende Weiterbildung bei Arbeitnehmer*innen.

Hochschulen agieren dann erfolgreich als Mitgestalter unserer Gesellschaft, wenn sie es schaffen, diese Anforderungen in ihren Strukturen, der Gestaltung von Curricula als auch außercurricularen Kompetenzen zu berücksichtigen. Diese Erkenntnis hat dazu geführt, dass Bund und Länder in den letzten Jahren durch verschiedene Programme den Auf- und Ausbau weiterbildender Studienangebote für neue Zielgruppen gefördert haben. Allzu oft steht die strukturelle Logik von Hochschulen aber einem innovationsfreundlichen Klima für die Schaffung neuer Angebote entgegen. Ebenso muss Weiterbildung als selbstverständliche Komponente von Erwerbsbiographien integriert und geleistete Weiterbildung bei Arbeitgebern entsprechend anerkannt werden.

Im Zuge dieser Überlegungen wurde ein White Paper an der Hochschule Biberach erstellt, das Gelingensbedingungen für wissenschaftliche Weiterbildung als gemeinschaftlich getragene Aufgabe von Hochschulen, Unternehmen sowie zivilgesellschaftlichen Instanzen fasst. Zentrale Positionen daraus sollen vorgestellt und diskutiert werden.


Steigerwald-Wissenschaftliche Weiterbildung in gemeinsamer Verantwortung von Staat, Markt-111.pdf
 
15:20 - 16:20Weiterbildungsnahe Dienstleistungen und Technologien
Ort: ReWi II, HS I, Raum 00-211
Chair der Sitzung: Jan Ihwe, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
 

Digitale Plattformen in der wissenschaftlichen Weiterbildung und ihre Implikationen für die Anbieter und das Management

Matthias Alke, Nora Leben

Eberhard Karls Universität Tübingen, Deutschland

Durch die intermediäre Stellung sind in der wissenschaftlichen Weiterbildung unterschiedliche Einflüsse auf ihre Steuerungs- und Koordinationsprozesse wirksam, die durch die Digitalisierung neue Dynamiken erfahren. Anknüpfend an die Diskussion einer „Plattformökonomie“, greift der Beitrag die Entwicklung digitaler Plattformen im Kontext der wissenschaftlichen Weiterbildung auf und fragt nach den Auswirkungen für die Anbieter und das Management. Unter Plattformen werden digitale Infrastrukturen verstanden, die mit ihren Vermittlungsleistungen intermediäre Funktionen innerhalb unterschiedlichster gesellschaftlicher Teilsysteme erfüllen und dadurch neue Steuerungs- und Koordinationsformen von digitaler Organisation, Arbeit und Dienstleistungen hervorbringen. Erste Tendenzen einer solchen „Plattformisierung“ gingen für die wissenschaftliche Weiterbildung einerseits von internationalen kommerziell ausgerichteten Universitäten („MOOCS“) aus sowie andererseits von Unternehmen der Digitalwirtschaft, die Lern-, Kollaborations- oder Marketingplattformen anbieten. Mittlerweile werden von den Anbietern eigene Plattformstrukturen aufgebaut (wie z.B. hoch&weit, südwissen, WIBKO®, wissWeit), die sich wiederum auf die Dynamik des Feldes auswirken.

Im Beitrag werden diese verschiedenen Strömungen und Entwicklungen unter Berücksichtigung plattform- und steuerungstheoretischer Konzepte strukturell eingeordnet und zu einer Typologie verdichtet. Auf dieser Grundlage werden anschließend die spezifischen Koordinationsanforderungen und Spannungsfelder für die Anbieter und das Management sowie Implikationen für die zukünftige Systementwicklung der wissenschaftlichen Weiterbildung herausgearbeitet.


Alke-Digitale Plattformen in der wissenschaftlichen Weiterbildung-117.pdf
 

Datum: Freitag, 15.09.2023
11:15 - 12:15Entwicklung von Weiterbildung und Fernstudium im Kontext von Digitalisierung und Digitalität
Ort: ReWi II, HS I, Raum 00-211
Chair der Sitzung: Dr. Franziska Sweers, Philipps-Universität Marburg
 

Virtuelle Welten als Raum individueller Professionalisierung – Die Wirkung avatarbasierten Lernens

Josephine Jahn, Philipp Oberparleiter

Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland

Desktop-Applikationen, die eine virtuelle Realität simulieren, gewinnen bei der bei der Gestaltung
individueller Professionalisierung an Popularität. Wenn sich die theoretischen Potenziale
avatarbasierter Lernwelten auch in der empirischen Untersuchung zeigen, stärkt das die Argumentation
für eine Lernkultur, welche die Potenziale digitaler Medien bei der Gestaltung
von Lehr- Lernsituationen berücksichtigt.
Daher werden im Rahmen des vom BMWK geförderten Projektes TRIAS1 avatarbasierte Weiterbildungen
konzipiert und durchgeführt. Neben der Ludwig-Maximilians-Universität sind
zwei freie Bildungsträger am Angebot beteiligt. Zusätzlich zur Bereitstellung wissenschaftlicher
Weiterbildungsmöglichkeiten ist die Evaluation des digitalen Formates zentral.
Die folgenden Fragestellungen stehen hierbei im Mittelpunkt:

  1. Welche Faktoren beeinflussen den Erfolg avatarbasierter Weiterbildungsangebote?
  2. Welche Faktoren haben einen Einfluss darauf, ob Teilnehmende avatarbasiertes Lernen

zukünftig fortsetzen möchten?
Der Workshop wird mit einem theoretischen Input zu avatarbasiertem Lernen beginnen. Einblicke
in die Praxis des TRIAS Projektes leiten zur Vorstellung der wissenschaftlichen Erkenntnisse
zu den durchgeführten Bildungsveranstaltungen über.
Im zweiten Teil des Workshops haben die Teilnehmenden dann die Möglichkeiten, sich mit
dem eigenen Laptop in die avatarbasierte Lernwelt von TRIAS zu begeben. So besteht die Option,
diese Form des Lehrens und Lernens noch besser kennen zu lernen.
Es gibt Raum für Fragen und eine abschließende Diskussion über den Einsatz avatarbasierten
Lehrens und Lernens wird angestrebt.


Jahn-Virtuelle Welten als Raum individueller Professionalisierung – Die Wirkung avatarbasierten Lernens-102.pdf