Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht
Ort: ReWi II, HS V, Raum 00-251
Datum: Donnerstag, 14.09.2023
12:00 - 13:00Gesellschaftliche Trends und ihre Auswirkungen auf die Weiterbildung
Ort: ReWi II, HS V, Raum 00-251
Chair der Sitzung: Anna Bergstermann, Frankfurt University of Applied Sciences
 

Wissenschaftliche Weiterbildung – Motor und Ergebnis gesellschaftlicher und hochschulischer Entwicklungen

Annika Maschwitz1, Joachim Stöter2

1Hochschule Bremen, Deutschland; 2Universität Oldenburg, Deutschland

Wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium haben im letzten halben Jahrhundert maßgeblich zur Öffnung der Hochschulen für verschiedene Zielgruppen beigetragen, Lebenslanges Lernen vorangetrieben und (medien-)didaktisch an vielen Stellen Pionierarbeit geleistet. Allein die Betrachtung der vergangenen 20 Jahre macht deutlich, dass wissenschaftliche Weiterbildung dabei immer auch bildungspolitischen und gesellschaftlichen Entwicklungen ausgesetzt war und ist: Der Bologna Prozess, Förderprogramme wie der Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“, die pandemische Situation der letzten Jahre sowie aktuelle Herausforderungen der Hochschulen in der gesamtgesellschaftlichen Situation. Gleichzeitig hat die wissenschaftliche Weiterbildung immer auch eine Sonderfunktion an den Hochschulen eingenommen und wurde nicht selten mit Begriffen wie „Grenzstelle“ bzw. „Grenzgänger“[1] oder auch „Nische“ bzw. „Nischendasein“[2] beschrieben.

Der geplante Workshop greift dies auf und thematisiert Strukturen, Herausforderungen und Tendenzen wissenschaftlicher Weiterbildung auf Basis bestehender Studien[3] und im Jahr 2019 erhobener, bislang nicht veröffentlichter Daten zur wissenschaftlichen Weiterbildung an deutschen Hochschulen[4]. Darauf aufbauend werden aktuelle Entwicklungen diskutiert, wobei (medien)didaktische Fragen genauso in den Fokus gerückt werden wie hochschulstrategische und bildungspolitische Entwicklungen. Ziel des Workshops ist es, (a) Entwicklungen zu beschreiben und (b) mit Hilfe der Szenariotechnik Zukunftsperspektiven wissenschaftlicher Weiterbildung an deutschen Hochschulen zu entwerfen.


Maschwitz-Wissenschaftliche Weiterbildung – Motor und Ergebnis gesellschaftlicher und hochschulischer E.pdf
 
15:20 - 15:50Entwicklung von Weiterbildung und Fernstudium im Kontext von Digitalisierung und Digitalität
Ort: ReWi II, HS V, Raum 00-251
Chair der Sitzung: Dr. Mario Seger, Hochschule Darmstadt
 

Transformative digitale Kompetenzen für die Hochschul(weiter)bildung

Jan Schiller

Helmut-Schmidt-Universität/UniBW Hamburg, Deutschland

Der digitale Wandel setzt sich auch in der wissenschaftlich fundierten Bildung mit großem Tempo fort. Jüngste Entwicklungen von Textgeneratoren werfen neue Reflexionsbedarfe zur Gestaltung von wissenschaftlicher (Weiter-)Bildung auf, in der Breite sorgen synchron-hybride Lehr-Lern-Formate für Veränderung der täglichen Praxis. Gleichzeitig bleibt die
Verantwortung für die Ausbildung digitaler Kompetenzen in der hochschulischen
(Weiter-)Bildung mangels curricularer Einbettung (Meinunger 2022) beim Subjekt verortet. Um den kontinuierlichen gesellschaftlichen und digitalen Wandel aktiv mitgestalten zu können, erscheinen transformative digitale Kompetenzen (Schmidt-Lauff et al. 2022) notwendig, die sowohl einen kritischreflexiven als auch einen kreativ-produktiven Umgang mit spezifischen digitalen Technologien und der uns umgebenden Digitalität (Stalder 2021) bedingen.
Aufbauend auf Forschungsergebnissen des Projekts “Digitale
Schlüsselkompetenzen für Studium und Beruf - DigiTaKS” soll im Vortrag
zunächst das Konzept der transformativen digitalen Kompetenzen vorgestellt
und seine Bezüge zur professionellen Praxis wissenschaflicher Weiterbildung
herausgestellt werden. Daneben auf Grundlage von Forschungsbefunden und von
in der Entwicklung befindlicher OER-Tools verschiedene
Entwicklungsperspektiven für transformative digitale Kompetenz ausfgezeigt
werden.

Meinunger, D. 2022. Digitalisierung Für Die Hochschulbildung. https://doi.org/10.1515/9783110729221-017.

Schmidt-Lauff, S. u.a. 2022. DigiTaKS*-Digitale Schlüsselkompetenzen für Studium
und Beruf. https://openhsu.ub.hsuhh.de/handle/10.24405/14573.

Stalder, F.. 2021. Was ist Digitalität? https://doi.org/10.1007/978-3-662-62989-5.


Schiller-Transformative digitale Kompetenzen für die Hochschul-122.pdf
 

Datum: Freitag, 15.09.2023
11:15 - 11:45Entwicklung von Weiterbildung und Fernstudium im Kontext von Digitalisierung und Digitalität
Ort: ReWi II, HS V, Raum 00-251
Chair der Sitzung: Prof. Dr. Annika Maschwitz, Hochschule Bremen
 

Steigerung der Lerneffizient und -effektivität mittels adaptiver und hybrider Lernunterstützung in der berufsbegleitenden Weiterbildung

Dr. Yves Gensterblum1, Dr. Markus Meier2

1Akademie der Ruhr-Universität gGmbH; 2lean2sigma GmbH

Die berufsbegleitende Weiterbildung steht zunehmend im Spannungsfeld zwischen immer kürzeren Innovationszyklen, der Vermittlung von immer komplexeren Wissenspaketen und der Notwendigkeit der Vereinbarkeit mit Beruf, Hobbys und Familie. Damit steigen die Anforderungen an die Lerneffizienz und -effektivität in Weiterbildungsangeboten.

In diesem Beitrag wird exemplarisch am Kurs „Six Sigma Green Belt – hybrid“ der Akademie der Ruhr-Universität Bochum in Kooperation mit der Six Sigma Akademie Deutschland gezeigt, wie mithilfe einer sinnvollen Verknüpfung von Online- und Präsenzphasen in einem hybriden Konzept, des Einsatzes von verschiedenen Tools wie adaptive Lehr-Lernszenarien, Learning Analytics und KI-basierter Lernunterstützung sowie der didaktischen Umsetzungen aktueller Erkenntnisse der Bildungspsychologie, die Lerneffektivität und Lerneffizienz bei den Kursteilnehmenden signifikant gesteigert werden können.

Durch die Berücksichtigung eines individuellen Pre-Testing der Lernenden und der darauf basierenden Bereitstellung adaptiver Lernunterstützung, konnte die Lerneffizienz, als die benötigte Gesamtlernzeit bei gleichem Lernerfolg, um bis zu 20% erhöht werden. Dieses Ergebnis wurde über mehrere Kurskohorten hinweg im BMBF-geförderte Projekt „WILLEN - Weiterbildungseffizienz durch aktivierende intelligente Lernunterstützung“ validiert. Die Erkenntnisse aus WILLEN und weiteren Forschungsergebnisse liefern wertvolle Einblicke in die Konzeption von zukunftsfähigen hybriden Weiterbildungsangeboten in einem hochgradig kompetitiven Geschäftsfeld.


Gensterblum-Steigerung der Lerneffizient und -effektivität mittels adaptiver und hybrider Lernunterstützung-12.pdf