Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht
Datum: Mittwoch, 13.09.2023
13:00Öffnung Tagungsbüro
Ort: Alte Mensa, Rechte Aula
13:00Zusätzliche Informationen zur Registrierung
  • Campusplan
  • Anfahrt
  • Die wichtigsten Räume
14:00 - 16:30Barcamp
Ort: Alte Mensa, Rechte Aula
Chair der Sitzung: Anna Bergstermann, Frankfurt University of Applied Sciences
Chair der Sitzung: Andreas Kröner, Hochschule Merseburg
Barcamp geleitet von Anna Bergstermann (Beisitz Kommunikation der DGWF) und Andreas Kröner (Stellv. Vorsitzender der DGWF)
16:45 - 17:30Rahmenprogramm
Optional: Botanischer-Garten-Tour

Treffpunkt: Alte Mensa
17:30 - 19:00Pause
19:00Rahmenprogramm
Ort: Mainzer Stadthaus
Begrüßung durch OB Nino Haase im Foyer des Mainzer Stadthauses Adresse: Mainzer Stadthaus, Große Bleiche 46/Löwenhofstraße 1

Datum: Donnerstag, 14.09.2023
8:00Öffnung Tagungsbüro
Ort: Alte Mensa, Rechte Aula
8:00Zusätzliche Informationen zur Registrierung
  • Campusplan
  • Anfahrt
  • Die wichtigsten Räume
9:00 - 9:30Begrüßung
Ort: Alte Mensa, Rechte Aula
Eröffnung der Tagung und Begrüßung durch:
  • Dr. Beate Hörr, Tagungsorganisatorin und Leiterin des Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW)
  • Jan Ihwe, Vorsitzender der DGWF
  • Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung (Grußbotschaft)
9:30 - 10:00Ehrung
Ort: Alte Mensa, Rechte Aula
Chair der Sitzung: Prof. Dr. Annika Maschwitz, Hochschule Bremen
10:00 - 11:15Podiumsdiskussion
Ort: Alte Mensa, Rechte Aula
Chair der Sitzung: Dr. Beate Hörr, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
11:15 - 11:35Poster-Pitch
Ort: Alte Mensa, Rechte Aula
Chair der Sitzung: Dr. Margot Klinkner, zfh – Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund
 

Innovatives Fernstudienprojekt "International Business Management (MBA)"

Eva Nefen2, Ralf Blasek1

1Graduate School Rhein-Neckar gGmbH, Ludwigshafen; 2Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft, Ludwigshafen

Die Graduate School Rhein-Neckar bietet in Kooperation mit der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen und dem Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund einen internationalen, berufsbegleitenden, rein englischsprachigen MBA-Fernstudiengang mit dem Schwerpunkt International Business Management an. Die Studieninhalte umfassen die Module Scientific Theory, Marketing, Logistics, Social Skills, Management, International Competencies, Human Resources Management sowie die Wahlpflichtmodule Law, Sociology, Managerial Finance & Macroeconomics. Das Studium ist vom Akkreditierungsrat akkreditiert und schließt mit dem Master of Business Administration der Hochschule Ludwigshafen ab.

Welcher Studiengang kann von sich behaupten zu 100% flexibel, international und persönlich zu sein? Der MBA-Studiengang International Business Management der Graduate School Rhein-Neckar kann das!

Der Studiengang ist zu

100% flexibel

- Alle Pflichtveranstaltungen finden online statt

- Flexibles Lernen dank aufgezeichneter Online Sessions

- Prüfungsleistungen wie Businessplanspiel, Case Studies & „Start-up Pitch“ gewährleisten Praxistransfer

- 4 Semester, Studienstart zum Sommer- & Wintersemester

100% international

- Studierende & Dozierende aus aller Welt

- Double Degree-Optionen & Zusatzmodule an kooperierenden Universitäten

- Kooperationen mit London Metropolitan University und Manhattan Institute of Management

100% persönlich

- Persönliche, zeitgemäße Kommunikation

- Online-Masterthesis-Workshops

- Online Sessions und Kontakt zu MBA Ambassadors für Studieninteressierte

Rückmeldungen von Teilnehmer*innen: https://www.hwg-lu.de/studium/master/international-business-management-mba/erfahrungsberichte

 


Total digital - Microlearnings on demand

Jasmin Paris, Julia Rosenkranz

zfh - Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund, Deutschland

Die wissenschaftliche Weiterbildung wird von Langzeitangeboten in Form von Zertifikatskursen und Studiengängen dominiert. Doch sind diese Formate in einem zunehmend digitalisierten und damit auch schnelllebigen Alltag zeitgemäß? Sind nicht vielmehr kleinteilige Formate gefragt, die Lernen on-demand ermöglichen und den Fokus auf den kurzfristigen Erwerb von Kompetenzen legen?

In unserem Projekt „Aufbau eines Microlearning-Weiterbildungsportals“, einem Verbundprojekt zwischen dem zfh – Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund und dem virtuellen Campus Rheinland-Pfalz (VCRP) sowie den Hochschulen Worms und Koblenz, wird ein webbasiertes Portal mit kleinteiligen on-demand-Lernformaten entwickelt, das einen niedrigschwelligen Einstieg in die digitale Weiterbildung ermöglicht. Dabei soll eine möglichst breite Zielgruppe angesprochen und über verschiedene Angebotsformate erreicht werden. Ziel ist zudem, dass Dozenten ihre Inhalte selbstständig über sog. Technisch-didaktische Templates in die Plattform einstellen können, wodurch auch das Lehrpersonal einen vereinfachten Zugang zur Erstellung digitaler Lehrinhalte erhält.

Eingerichtet wird zudem ein ePayment-Verfahren, das sowohl dem Kunden verschiedene digitale Zahlungsweisen bietet als auch interne Abrechnungs- und Verrechnungsprozesse größtenteils automatisiert, so dass der administrative Aufwand geringgehalten wird.

Herausforderungen, denen wir im Projekt unter marketingtechnischen Gesichtspunkten begegnen, betreffen die passgenaue Ansprache einer sehr breiten und divergenten Zielgruppe über das Hochschulumfeld hinaus sowie Abwägungen zu Finanzierungs- und Preismodellen.


Paris-Total digital - Microlearnings on demand-107.pdf


Weiterbildungsportal für die nachhaltige Entwicklung digitaler Kompetenzen

Jana Grieger, Alexander Eyl, Jessica Köhler

Universität Koblenz, Deutschland

Die Etablierung nachhaltiger digitaler Weiterbildungskulturen ist eine große Herausforderung der (Weiter-)Entwicklung digitaler Lehre. Es gilt, digitale Kompetenzen wirksam zu vermitteln, fortlaufend und systematisch auszubauen und dabei fächerübergreifend von diversen Expertisen und Methoden zu profitieren.

Im Forschungsprojekt DigiKompASS der Universität Koblenz und der RPTU Kaiserslautern-Landau entsteht unter anderem ein zentrales internes Weiterbildungsportal. Dieses soll Weiterbildungsangebote in einer Weise präsentieren, die es Universitätsangehörigen erlaubt, gezielt und systematisch ihre digitalen Kompetenzen zu verbessern, um eine nachhaltige Basis zur Gestaltung einer qualitativ hochwertigen (digitalen) Lehre zu schaffen. Der DigCompEdu wird als Referenzrahmen verwendet - so können digitale Kompetenzen adäquat benannt, herausgestellt und vermittelt werden. Zudem kann er Nutzer:innen bei der Suche nach passenden Angeboten helfen, indem die Kompetenzfelder als Suchkriterien dienen. Geplant ist auch, Lernpfade anhand von verschiedenen Kompetenzstufen als Microcredentials anzubieten. Insgesamt soll das Portal mit Hilfe diverser Nutzer:innen-zentrierter Ansätze (wie Personas, Self-Assessment) so gestaltet werden, dass es auf die spezifischen Bedürfnisse der Lehrenden abgestimmt ist und diese motivierend „mitnimmt“. Eine große Herausforderung ist es deshalb, das Kompetenzraster des DigCompEdu zu vermitteln, den Weiterbildungsangeboten adäquat zuzuordnen und ein passendes System zu finden, das die Kompetenzen übersichtlich darstellt.

Gesamtziel ist es, die Etablierung einer nachhaltigen Weiterbildungskultur auf dem Gebiet digitaler Lehr- und Lernkompetenzen zu fördern.


Grieger-Weiterbildungsportal für die nachhaltige Entwicklung digitaler Kompetenzen-110.pdf


AdLer-3D-Lernumgebung für Studierende

Lukas Schaab, Marvin Hochstetter, Jörg Abke

Technische Hochschule Aschaffenburg, Deutschland

Die fortschreitende Digitalisierung im Bildungssektor ist gerade für die Berufliche Weiterbildung von zentraler Bedeutung. Bereits seit längerer Zeit sind in diesem Kontext zeit- und ortsunabhängige Lehr-Lern-Formate sehr wichtig. Allerdings bietet digitales Lernen auch großes Potential hinsichtlich dem Thema Motivationsförderung. Serious Games stellen ein vielversprechendes Beispiel von Game-based Learning (GBL) dar, um die Lernmotivation zu adressieren. Hierbei geht es darum, Mechaniken (digitaler) Spiele zu verwenden, um einen Wissenserwerb zu ermöglichen, der zeitgleich motivierend gestaltet ist.

Das AdLer-Projekt hat zum Ziel ein frei verfügbares Instrument zu entwickeln, mit welchem Lehrende virtuelle 3D-Lernumgebungen erstellen und in ihrer Lehre in unterschiedlichen Formen einsetzen können. Mit Hilfe eines Autorentools werden Lehrende bei der Konzeption und Erstellung von 3D-Lernumgebungen unterstützt. Dadurch können Lehrende auf schnellem und einfachem Weg eigene digitale 3D-Lernumgebungen erstellen sowie nach ihren individuellen Vorstellungen hinsichtlich der eigenen Lernszenarien konfigurieren.

In der 3D-Lernumgebung können Lernende nach den Prinzipien des GBL erkundungsorientiert und interaktiv lernen. Dazu können Lernende mit einem virtuellen Avatar die AdLer-3D-Lernumgebung betreten und verschiedene Handlungsmöglichkeiten wahrnehmen. Sie können sich frei in dieser Lernumgebung bewegen und unterschiedliche Lernangebote (z.B. die Bearbeitung von Lernelementen, wie H5P, Text und Video) durchführen.

Im geplanten Poster-Pitch wird eine aktuelle Version der Software AdLer präsentiert und steht für die Konferenzteilnehmer zum Ausprobieren bereit.


Schaab-AdLer-3D-Lernumgebung für Studierende-124.pdf


Design Principles für emotionssensitive Lernwelten im Sozialwesen

Kathleen Strauch, Marina Torgovnik

Institut für Angewandte Informatik, Deutschland

Durch die zunehmende Erweiterung von Lernangeboten an Hochschulen und in Betrieben in den digitalen Raum, wird es notwendig, Emotionen der Lernenden zu berücksichtigen, die bei den meisten Konzeptionen vernachlässigt werden. Besonders sensible Themen können zu starken Reaktionen führen und mit Überforderung und Verunsicherung einhergehen. Gleichzeitig sind solche Themen häufig im Rahmen der Vermittlung von sozialen und emotionalen Kompetenzen zu finden.

Die Posterpräsentation geht der Frage nach, welche Design Principles zur Gestaltung von emotionssensitiven Lernwelten zu beachten sind. Der Fokus liegt auf der Entwicklung eines niedrigschwelligen, bedarfsgerechten E-Learnings bzw. Blended Learnings, welches die Berücksichtigung emotionaler Zustände ermöglicht. Um dies zu realisieren, wird ein Design Science Research Ansatz (Gregor et al., 2020; Hevner et al., 2004) zugrunde gelegt. Dabei werden aus den erhobenen Anforderungen von zwei Use Cases Design Principles abgeleitet. Diese können auf Weiterbildungen mit digitalen Anteilen angewendet werden, um die Gefahr einer Überlastung der Lernenden zu minimieren und dadurch langfristig den Lernerfolg zu unterstützen.

Die Design Principles umfassen unter anderem:

  • Vermeidung dysfunktionaler Wirkungen auf die Lernenden im E-Learning
  • Schaffung niedrigschwelliger Messverfahren für die Emotionen der Lernenden im digitalen Raum

Die Implementierung der emotionssensitiven Lernumgebung in den Use Cases wird von einer Evaluation begleitet, um die Messansätze und Gestaltung der Lernorganisation ideal auf die Bedürfnisse der Lernenden und Lehrenden anzupassen.


Strauch-Design Principles für emotionssensitive Lernwelten-125.pdf


Hands-on Artificial Intelligence (KI@MINT) Stärkung der KI-Kompetenzen bei Studien- und Qualifizierungsangeboten

Birte Probst, Heike Bartholomäus, Silke Michalk

Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Deutschland

Das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung ist Verbundpartner im Projekt Hands-on Artificial Intelligence (KI@MINT) zur Stärung der KI-Kompetenzen bei Studien- und Qualifizierungsangeboten. Das Teilprojekt zielt auf die Erweiterung der wissenschaftlichen Weiterbildungsangebote zur Qualifizierung von KI-Fachkräften und fördert die Durchlässigkeit von universitären Bildungsangeboten, die Begeisterung von Studieninteressierten sowie beruflich qualifizierten Bewerbern mit und ohne Hochschulzugangsberechtigung. Geplant sind u. a. folgende Maßnahmen:

  • die Entwicklung bzw. Anpassung einzelner oder miteinander kombinierbarer Kurse, zur Öffnung für die wissenschaftliche Weiterbildung und im Rahmen der Studienorientierung,
  • die bedarfsgerechte didaktische Umsetzung und die curriculare Planung für Berufstätige/Berufserfahrene,
  • die Organisation, Durchführung, Evaluation und wissenschaftlichen Begleitung sowie
  • konzeptionelle Vorarbeiten zum Einsatz von semiautomatisierter Unterstützung von Lehren und Lernen.

Für die Förderung ethischer, datenschutzrechtlicher, kritisch-gesellschaftlicher Kompetenzen erfolgt eine Verständigung über ethische Standards zur menschenzentrierten und werteorientierten Entwicklung und Anwendung von KI sowie zur Kompetenzbildung. Im Sinne der Third Mission werden in (öffentlichen) Diskurs-Formaten zu KI als Megatrend Akteur:innen in Wissenschaft, Wirtschaft, Politik & Gesellschaft hinsichtlich ihrer ethischen und datenökologischen Verantwortung sensibilisiert.

Das Poster zeigt den konzeptionellen Ansatz, den Umsetzungsprozess und die Kommunikationswege bei der Integration neuer Technologien in die Angebote des Lebenslangen Lernens auf.


Probst-Hands-on Artificial Intelligence-128.pdf


„Neue Impulse für das Engagement in PC- und Internet-Treffs“ – Eine digitale Qualifizierung für ehrenamtliche Engagierte

Kathrin Lutz

Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Deutschland

2022 startete das ZWW in enger Zusammenarbeit und mit finanzieller Förderung durch die Landesleitstelle „Gut Leben im Alter“ des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Digitalisierung und Transformation (MASTD) ein neues digitales Qualifizierungsangebot für ehrenamtlich Engagierte im Bereich digitaler Bildung für Ältere.
Die Veranstaltungsreihe wendet sich speziell an Ehrenamtliche aus den rheinland-pfälzischen PC- und Internettreffs und möchte ihnen in diesem Pilotprojekt an fünf Terminen neue Impulse geben, um ihre Arbeit in den örtlichen PC- und Internettreffs noch besser zu gestalten sowie Gelegenheit zum Austausch und Voneinander-Lernen geben. Das Konzept sieht eine Mischung aus fachlichen Inputs sowie den moderierten Austausch zu Best-Practice-Beispielen vor und wurde von Beginn an als Online-Weiterbildung unter Nutzung diverser Tools geplant.
An fünf Terminen von November 2022 bis Mai 2023 wurden folgende Themen behandelt:
- Wie biete ich im Rahmen meines PC- und Internettreffs virtuelle Angebote an?
- Sicherheit im Netz
- Gestaltung des Beratungsangebotes: Einzel- und Gruppenangebote vor Ort
- Zusammenarbeit in den PC- und Internettreffs
- Öffentlichkeitsarbeit
Das Poster gibt Einblick in den konzeptionellen Ansatz, die Umsetzung sowie erste Evaluationsergebnisse dieses Projekts.

 


Lernen in digitalen Räumen nachhaltig gestalten

Sonja Lux, Paula Hilker, Luisa Baum

Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Deutschland

Die erzwungene Digitalität von Lehrangeboten im Rahmen der Pandemie hat Lehrende wie Teilnehmende zunächst vor große Herausforderungen gestellt. Gleichzeitig konnte in diesem Rahmen aber auch eine enorme Beschleunigung sowohl des technischen Ausbaus wie auch der digitalen Kompetenzen auf Anbieter und Teilnehmendenseite verzeichnet werden.

Im Rahmen eines Projekts an der Johannes Gutenberg-Universität wurde die Zeit der (rein) digitalen Lehre vor dem Hintergrund der Frage: Wie kann ein Theorie-Praxis-Transfer (auch) in digitalen Lehrsettings gelingen? systematisch analysiert und Erfolgsfaktoren für die Gestaltung von digitalen Lehr-Lern-Settings abgeleitet. Für Teilnehmende der wiss WB stellt die direkte Umsetzbarkeit von Inhalten in die Praxis den entscheidenden Mehrwert dar. Folgerichtig ist es für Anbieter hochrelevant, dass ihre in der Regel kostenpflichtigen Angebote genau diesen Mehrwert bieten.

Lehrende der wissenschaftlichen Weiterbildung aus verschiedenen Themenfeldern wurden hierzu anhand von Leitfadeninterviews befragt und das entstandenen Material systematisch inhaltsanalytisch ausgewertet. In einem ersten Schritt wurde hieraus eine Methodensammlung entwickelt die in einem Matching-Verfahren mit Apps korreliert wurden. Darüber hinaus wurden die Ergebnisse mit einer quantitativen Umfrage unter Teilnehmenden aus dem entsprechenden Zeitraum zur Nachhaltigkeit und dem Mehr- bzw. Minderwert von digitalen Lernsettings abgeglichen. Im Ergebnis wurden Leitlinien für die E-Lehre formuliert. In einem weiteren Schritt sollen zielführende Blendend Learning Formate als Blaupausen entwickelt werden, die allen Lehrenden zur Verfügung gestellt werden sollen.


Lux-Lernen in digitalen Räumen nachhaltig gestalten-133.pdf


Entwicklung einer adaptiven und adaptierbaren ToDo-Liste in OpenOlat

Louise Probst, Alexandra Gottschalk

Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund

Weiterbildende Fernstudiengänge zeichnen sich durch einen hohen Flexibilisierungsgrad aus, der den Bedürfnissen von Studierenden in verschiedenen Lebenssituationen entsprechen kann. Gerade diese Flexibilität verlangt im Alltag allerdings ein hohes Maß an Organisation und Selbststrukturierung. Gerade bei berufsbegleitend Studierenden ist der Wunsch nach optimierter Organisation und Überblick bezüglich der Anforderungen und Aufgaben im Studium präsent. Unabhängig von Präsenz- oder Blended Learning Studiengängen ist die daraus resultierende Zeitersparnis attraktiv. Als Strukturierungshilfe wird im Learning Management System OpenOlat eine ToDo-Liste angeboten, die sich jeweils adaptiv aus den belegten Kursen der Nutzenden speist und übersichtlich anstehende Aufgaben mit Fristen, Kursreferenzen und weiteren Informationen präsentiert. Die Liste ist individuell adaptierbar, sie lässt sich beliebig editieren und neben der automatischen Generierung von Aufgaben aus belegten Kursen auch um eigene Aufgaben individuell erweitern. So können auch persönliche Lern- und Kompetenzziele, interdisziplinäre Studieninhalte und private Anforderungen und Termine notiert werden. Neue, abgehakte und systemseitig als erledigt erfasste ToDos synchronisieren automatisch, sodass die ToDo-Liste stets aktuell gehalten wird. So wird eine engmaschige Begleitung des studieneigenen Workflows ermöglicht. Gegenwärtig erfolgt die Programmierung, mit der geplanten Umsetzung im Sommer bis Herbst 2023 steht dieses Tool allen OpenOlat-Nutzenden zur Verfügung – unabhängig von Studiengängen oder Status als Studierende, Verwaltende oder Lehrende.


Probst-Entwicklung einer adaptiven und adaptierbaren ToDo-Liste-134.pdf


Nutzung digitaler Technologien für Auswahl und Konfiguration wissenschaftlicher Weiterbildung: der selbstbestimmte Weiterbildungsweg

Andreas Kröner1, Anja Bergner1, Patrick Durst2, Katrin Kaftan2

1Hochschule Merseburg, Deutschland; 2Hochschule Anhalt, Deutschland

Digitale Technologien zur Kombination und Konfiguration individueller Weiterbildung: der selbstbestimmte Weiterbildungsweg

Anja Bergner, Patrick Durst, Katrin Kaftan, Andreas Kröner

Die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen (z. B. Digitalisierung, Demografie, Strukturwandel) verlangen passgenaue, individuelle und kürzere Weiterbildungsformate an den Hochschulen. Dieser Prozess der Individualisierung und Flexibilisierung der Weiterbildung ist unumkehrbar und nicht mehr aufzuhalten[1]. Bisher beschränkt sich die Nutzung digitaler Technologien zur Distribution von Weiterbildungsangeboten auf die Bereitstellung von Informationen auf den einzelnen Hochschul-Webseiten. Der Bildungskonfigurator WIBKO® (Landesportal Sachsen-Anhalt) unterstützt die Auswahl und Buchung einer individuellen und vor allem hochschulübergreifenden Weiterbildung und dient u. a. als Präsentations-, Beratungs-, Vermarktungs- und Buchungsplattform.[2]

Dennoch stellt die Möglichkeit einer individuellen Kombination einzelner Module die Hochschulen bei der Veränderung der auf grundständige Studiengänge standardisierten organisatorischen Prozesse vor enorme Herausforderungen.

[1] Kaftan, H.-J.; Kaftan, K.; Gröbel, G.: Nutzung digitaler Technologien für Auswahl und Konfiguration wissenschaftlicher Weiterbildung. In: Bravo Granström, M.; Koppel, K.; Stratmann, J. (Hrsg.), Digitale Transformation in der wissenschaftlichen Weiterbildung. Wbv Media GmbH & Co. KG, Bielefeld 2023, S. 131 - 141.

[2] Verbund der Hochschulen Anhalt, Harz und Merseburg im Projekt „Wissenschaftliche Weiterbildung für KMU in Sachsen-Anhalt”, Köthen, Mai 2022.

 
 
11:35 - 12:00Kaffeepause / Raumwechsel
Ort: Alte Mensa, Linke Aula
12:00 - 12:30Gesellschaftliche Trends und ihre Auswirkungen auf die Weiterbildung
Ort: ReWi II, HS I, Raum 00-211
Chair der Sitzung: Ralf Blasek, Graduate School Rhein-Neckar gGmbH
 

Wissenschaftliche Weiterbildung in gemeinsamer Verantwortung von Staat, Markt und Zivilgesellschaft? Ein White Paper zu Gelingensbedingungen für Weiterbildung an Hochschulen.

Claudia Steigerwald, Marina Wiest

Hochschule Biberach, Deutschland

Bildung und ihre Politik sind seit einigen Jahren verstärkt Gegenstand als auch Gestalter einer Transformation unserer Wirtschaftsordnung. Dies wird in jüngster Zeit insbesondere durch die Transformation zur Nachhaltigkeit angetrieben, die eine Fokussierung auf neue Technologien erfordert. Aber auch der demografische Wandel, die digitale Transformation sowie Migration und Globalisierung bestimmen die strategische und inhaltliche Ausrichtung von Bildung. Diese Prozesse erfordern in zunehmendem Maße lebenslanges Lernen und berufsbegleitende Weiterbildung bei Arbeitnehmer*innen.

Hochschulen agieren dann erfolgreich als Mitgestalter unserer Gesellschaft, wenn sie es schaffen, diese Anforderungen in ihren Strukturen, der Gestaltung von Curricula als auch außercurricularen Kompetenzen zu berücksichtigen. Diese Erkenntnis hat dazu geführt, dass Bund und Länder in den letzten Jahren durch verschiedene Programme den Auf- und Ausbau weiterbildender Studienangebote für neue Zielgruppen gefördert haben. Allzu oft steht die strukturelle Logik von Hochschulen aber einem innovationsfreundlichen Klima für die Schaffung neuer Angebote entgegen. Ebenso muss Weiterbildung als selbstverständliche Komponente von Erwerbsbiographien integriert und geleistete Weiterbildung bei Arbeitgebern entsprechend anerkannt werden.

Im Zuge dieser Überlegungen wurde ein White Paper an der Hochschule Biberach erstellt, das Gelingensbedingungen für wissenschaftliche Weiterbildung als gemeinschaftlich getragene Aufgabe von Hochschulen, Unternehmen sowie zivilgesellschaftlichen Instanzen fasst. Zentrale Positionen daraus sollen vorgestellt und diskutiert werden.


Steigerwald-Wissenschaftliche Weiterbildung in gemeinsamer Verantwortung von Staat, Markt-111.pdf
 
12:00 - 13:00Gesellschaftliche Trends und ihre Auswirkungen auf die Weiterbildung
Ort: ReWi II, HS V, Raum 00-251
Chair der Sitzung: Anna Bergstermann, Frankfurt University of Applied Sciences
 

Wissenschaftliche Weiterbildung – Motor und Ergebnis gesellschaftlicher und hochschulischer Entwicklungen

Annika Maschwitz1, Joachim Stöter2

1Hochschule Bremen, Deutschland; 2Universität Oldenburg, Deutschland

Wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium haben im letzten halben Jahrhundert maßgeblich zur Öffnung der Hochschulen für verschiedene Zielgruppen beigetragen, Lebenslanges Lernen vorangetrieben und (medien-)didaktisch an vielen Stellen Pionierarbeit geleistet. Allein die Betrachtung der vergangenen 20 Jahre macht deutlich, dass wissenschaftliche Weiterbildung dabei immer auch bildungspolitischen und gesellschaftlichen Entwicklungen ausgesetzt war und ist: Der Bologna Prozess, Förderprogramme wie der Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“, die pandemische Situation der letzten Jahre sowie aktuelle Herausforderungen der Hochschulen in der gesamtgesellschaftlichen Situation. Gleichzeitig hat die wissenschaftliche Weiterbildung immer auch eine Sonderfunktion an den Hochschulen eingenommen und wurde nicht selten mit Begriffen wie „Grenzstelle“ bzw. „Grenzgänger“[1] oder auch „Nische“ bzw. „Nischendasein“[2] beschrieben.

Der geplante Workshop greift dies auf und thematisiert Strukturen, Herausforderungen und Tendenzen wissenschaftlicher Weiterbildung auf Basis bestehender Studien[3] und im Jahr 2019 erhobener, bislang nicht veröffentlichter Daten zur wissenschaftlichen Weiterbildung an deutschen Hochschulen[4]. Darauf aufbauend werden aktuelle Entwicklungen diskutiert, wobei (medien)didaktische Fragen genauso in den Fokus gerückt werden wie hochschulstrategische und bildungspolitische Entwicklungen. Ziel des Workshops ist es, (a) Entwicklungen zu beschreiben und (b) mit Hilfe der Szenariotechnik Zukunftsperspektiven wissenschaftlicher Weiterbildung an deutschen Hochschulen zu entwerfen.


Maschwitz-Wissenschaftliche Weiterbildung – Motor und Ergebnis gesellschaftlicher und hochschulischer E.pdf
 
12:00 - 13:00Entwicklung von Weiterbildung und Fernstudium im Kontext von Digitalisierung und Digitalität
Ort: Alte Mensa, WBZ, beide Seminarräume
Chair der Sitzung: Anika Schünemann, HSU/UniBw H
 

Künstliche Intelligenz (KI) und Data Literacy in der Lehrkräftefort- und -weiterbildung

Gülsüm Günay

Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Deutschland

Fragen nach der Anwendung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz in der Bildung rücken in den letzten Jahren aufgrund der Entwicklungen der Technologien und Ansätze in diesem Bereich immer stärker in den Fokus. Mit der Veröffentlichung des Chatbots ChatGPT Ende 2022 gewann diese Debatte nochmals zügig an Fahrt und erlangte hohe Aufmerksamkeit verschiedenster Institutionen und Akteure des Bildungswesens.

Die fortschreitende Digitalisierung und insbesondere der Einsatz von KI eröffnen den Lehrkräften neue und vielversprechende Möglichkeiten das Lernen und Prüfen in der Schule zu gestalten. Zugleich werden durch die globale Digitalisierung, Stichwort Big Data, immer neue Kompetenzen erforderlich, die Lehrende vermitteln sollten, um die Schüler:innen auf die neuen Herausforderungen und Situationen vorbereiten zu können (Data Literacy). Die rasanten gesellschaftlichen Veränderungen in den letzten Jahren, insbesondere einhergehend mit der vermehrten Nutzung von digitalen Medien, wie dem Smartphone, und sozialen Netzwerken, wie Instagram und TikTok, erfordern auch in der Schule neue Kompetenzen im Umgang mit diesen facettenreichen Veränderungsprozessen. Im Zuge dieser digitalen Transformationsprozesse müssen diese Kompetenzen zum einen definiert und zum anderen allen Lehrkräften vermittelt werden.

In dem geplanten Werkstattgespräch wird zunächst der Frage nach der Konkretisierung dieser Kompetenzen nachgegangen: Welche Kompetenzen benötigen Lehrkräfte, um KI sinnvoll in schulischen Lern- und Lehrprozessen nutzen zu können? In einem zweiten Teil steht die Frage, welche Auswirkungen KI auf die Gestaltung von Lehrkräfteweiterbildungen haben wird, im Zentrum der Betrachtung.


Günay-Künstliche Intelligenz-109.docx
 
12:00 - 13:00Weiterbildungsnahe Dienstleistungen und Technologien
Ort: Alte Mensa, HS11
Chair der Sitzung: Aline Fischer, Stiftung zur Förderung der Hochschulrektorenkonferenz
 

hoch & weit Workshop

Aline Fischer, Katja Stricker

Hochschulrektorenkonferenz

Die Veranstaltung bietet ein Update über den aktuellen Projektstand von hoch & weit - Das Weiterbildungsportal der Hochschulen und gibt einen Überblick über die jüngsten Aktivitäten vor allem im Bereich Öffentlichkeitsarbeit.


Fischer-hoch & weit Workshop-136.pdf
 
12:00 - 13:00Weiterbildungsnahe Dienstleistungen und Technologien
Ort: Forum I, Alter Musiksaal, 02-115
Chair der Sitzung: Prof. Dr. Olaf Dörner, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
 

Abbildung der Digitalisierung des Weiterbildungsangebots anhand von Weiterbildungsdatenbanken? Eine Illustration mit der Metasuchmaschine IWWB

Elisabeth Reichart1, Katrin Kaufmann-Kuchta1, Atezaz Ahmad2, Sylvia Kullmann2

1Deutsches Institut für Erwachsenenbildung - Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE); 2Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF)

Die Digitalisierung betrifft nicht nur Anlässe, Lernformate und Inhalte von Weiterbildung, sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten des Marketings. Für hochschulische Weiterbildungsangebote gibt es das einschlägige Portal hoch und weit. Datenbestände, die zu solchen Zwecken gefüllt und gepflegt werden, können potentiell jedoch noch andere Zwecke erfüllen und z.B. als Datenquelle für die Bildungsberichterstattung dienen.

Bildungsberichterstattung dient dazu, steuernden Akteuren in der Weiterbildung Daten und Informationen bereitzustellen, die zur Beurteilung der Situation der Weiterbildung und zur Auswahl von politischen Maßnahmen hilfreich sind. Im Kontext der Digitalisierung ist hier eine wichtige Information, wie sich digitale Weiterbildungsangebote verteilen, wie sich ihre Zahl im Laufe der Zeit entwickelt und wie sie sich zu Präsenzangeboten verhalten.

In dem Vortrag werden Grundlagen der Bildungsberichterstattung für die evidenzorientierte Politikgestaltung erläutert. Vertiefend wird auf Indikatoren zum Weiterbildungsangebot eingegangen. Am Beispiel eines Auszugs von Angeboten im InfoWeb Weiterbildung (IWWB), der größten deutschen Metasuchmaschine für Weiterbildungsangebote, werden Potentiale der Nutzung der Datenbank für Zwecke der Bildungsberichterstattung erörtert und an Beispielen illustriert. Abschließend wird diskutiert, welche Voraussetzungen und Grenzen für die Nutzung solcher Daten bestehen (z.B. Standards, Datenschutz). Die Perspektiven sind auf andere Datenbanken, wie z.B. hoch und weit, übertragbar.


Reichart-Abbildung der Digitalisierung des Weiterbildungsangebots anhand von Weiterbildungsdatenbanken Eine.pdf


Kompetenzen als zentrales Element für eine intelligente Weiterbildungsplattform der beruflichen und wissenschaftlichen Weiterbildung

Katrin Jäser1, Christopher Krauß2, Silke Michalk1

1Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Deutschland; 2Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS

Weiterbildung soll als ein fortwährender Prozess verstanden werden, bei dem Entwicklungsschritte sichtbar werden und Erfolge zum Weiterlernen motivieren sollen. Dieser Prozess soll von einer Weiterbildungsplattform begleitet werden, die eine intelligente Weiterbildungssuche mit geeigneten Filter- und Sortiermechanismen, intelligenter Beratung, Buchungsmöglichkeiten, Strukturierung und Begleitung von Lernangeboten auf Basis miteinander vernetzter Datenbanken und Komponenten unterstützt. Im Rahmen der INVITE-Richtlinie (2020) setzt das Entwicklungsvorhaben EXPAND+ER WB³ an. Für die Realisierung wird eine Webseite entwickelt, auf der Weiterbildungsinteressierte nach Kursen suchen und auf ihrem Lernweg begleitet werden. Verbindendes Element für verschiedene Funktionalitäten und didaktische Ansätze der User Experience sind Kompetenzen. Kompetenzen verstanden als „mehrere unterscheidbare personenbezogene Einzelkomponenten […], die auf die sichtbare Bewältigung von Problemsituationen ausgerichtet sind […] und über eine von anderen überprüfbare selbstorganisierte Lösung von Handlungssituationen [sichtbar werden]“ (Jäser & Herkula, 2023). Der Erwerb von Kompetenzen erfolgt durch vielfältige Lernwege, die nicht hierarchisch eingeordnet werden sollen (ebd.). Die Sichtbarmachung bzw. Darstellung von Kompetenzen kann mithilfe zahlreicher Werkzeuge und Instrumente erreicht werden, wie bspw. mit einer gemeinsamen Sprache entsprechend dem ESCO- Standard (EU,2019) oder dem Europass (EU,2023) durch eine kompetenzorientierte Darstellung der Bildungs- und Arbeitsbiografie. Implikationen kompetenzorientierter Komponenten der Weiterbildungsplattform werden im Tagungsvortrag konkretisiert.


Jäser-Kompetenzen als zentrales Element für eine intelligente Weiterbildungsplattform der beruflichen-114.pdf
 
12:00 - 13:00Microcredentials/ Micro Learning
Ort: Alte Mensa, Rechte Aula
Chair der Sitzung: Andreas Kröner, Hochschule Merseburg
 

Microcredentials im europäischen Kontext: Aktuelle Entwicklungen und Perspektiven bei der Definitionssuche

Monica Bravo Granström1, André Hesselbäck2

1Pädagogische Hochschule Weingarten, Deutschland; 2Swedish Council for Higher Education

Microcredentials, Microdegrees, Nanodegrees, Short Learning Programs .... Kurzformate sind im Trend (Reum et al., 2020) und in der Bildungspolitik und -praxis werden sie zunehmend als flexible und innovative Qualifizierungsform diskutiert. Das Lebenslange Lernen soll auch im Hochschulbereich stattfinden (Wissenschaftsrat, 2019). Obwohl sie international bereits weiter verbreitet sind, werden die Microcredentials (MC) in Deutschland erst seit kurzer Zeit intensiver diskutiert. Unterschiedliche Organisationen, wie bspw. DAAD (2022) und HRK (2023), befassen sich in verschiedenen Studien mit dem Thema. Die definitorische Heterogenität ist jedoch noch groß.

Der Vortrag skizziert den aktuellen Stand nationaler, europäischer und internationaler Aktivitäten zu MC im hochschulischen Bildungsbereich, insbesondere hinsichtlich wissenschaftlicher Weiterbildung. Anhand der Beispiele der Arbeit zu den Empfehlungen der Europäischen Kommission (2022) zu MC sowie die Definition der DGWF (2023) werden aktuelle Entwicklungen und Perspektiven präsentiert. Dabei wird besonders auf die Arbeit der DGWF und der Microcredentials Higher Education Consultation Group der EU (2020) unter Berücksichtigung des gegenwärtigen wissenschaftlichen Diskurses eingegangen. Es werden vertiefte Einblicke in den Stand der aktuellen Lage in Deutschland und Schweden gegeben.

Abschließend erfolgt ein Ausblick auf einen zukünftigen Umgang im deutschen Hochschulbereich mit Fokus auf wissenschaftliche Weiterbildung und eine Diskussion hierzu wird angeregt. Dabei werden Fragen aufgegriffen, wie europäische Ansätze in Deutschland umgesetzt werden können und wie es mit der Anerkennung aussieht.


Bravo Granström-Microcredentials im europäischen Kontext-104.pdf


Microcredentials – fachspezifisch, punktuell, flexibel

Susanne Niebecker, Dr. Anne Bretschneider

Hochschule Biberach, Deutschland

Microcredentials basieren auf einer europäischen Initiative, flexible kleinteilige Lernangebote zu schaffen. Diese Entwicklung koinzidiert mit dem Wunsch der Wirtschaft, ihre Mitarbeitenden fachspezifisch und punktuell weiterzubilden. Hier stößt ein neues Format auf bisherige Konzepte in der wissenschaftlichen Weiterbildung.

Seit einigen Jahren beschäftigt sich die Hochschule Biberach sehr erfolgreich mit dem Thema der Microcredentials und bietet auf diesem Weg einen weiteren und wichtigen Baustein bei der Förderung des Lebenslangen Lernens in der Region an. In unterschiedlichen Formaten und Fachbereichen werden Fachwissen und Kompetenzen der Zielgruppe vermittelt. Letztere ist hierbei sehr heterogen, besonders in Bezug auf die Bildungsabschlüsse. Diese Heterogenität wird bei der Ausrichtung des fachlichen Niveaus berücksichtigt. Alle Teilnehmenden verbindet der Wunsch sich spezifisch und kleinformatig weiterzubilden.

Inhaltlich fokussieren sich die Microcredentials sowohl auf Angebote der Weiterbildungsstudiengänge, die von der Hochschule Biberach angeboten werden, als auch auf Anfragen on demand von Unternehmen aus der Region.

Didaktisch sind die Inhalte sehr unterschiedlich aufbereitet. Zielgruppenorientiert werden unterschiedliche Formate gewählt, z.B. Workshop-Reihe über mehrere Wochen, praktische Übungen, Quizzes usw.. Der Fokus liegt auf der Vermittlung von Fachwissen. Alle Microcredentials schließen mit einer Prüfung ab und sind creditiert.


Niebecker-Microcredentials – fachspezifisch, punktuell, flexibel-120.pdf
 
13:00 - 14:00Mittagspause / Raumwechsel
Ort: Alte Mensa, Linke Aula
14:00 - 15:00Keynote
Ort: Alte Mensa, Rechte Aula
Chair der Sitzung: Prof. Dr. Annika Maschwitz, Hochschule Bremen
„Hochschulbildung vor dem Hintergrund von Natural Language Processing (KI-Schreibtools). Ein Framework für eine zukunftsfähige Lehr-und Prüfungspraxis“

Dr. Anika Limburg, Hochschule RheinMain

Die Päsentation zum Download
15:00 - 15:20Kaffeepause / Raumwechsel
Ort: Alte Mensa, Linke Aula
15:20 - 15:50Entwicklung von Weiterbildung und Fernstudium im Kontext von Digitalisierung und Digitalität
Ort: ReWi II, HS V, Raum 00-251
Chair der Sitzung: Dr. Mario Seger, Hochschule Darmstadt
 

Transformative digitale Kompetenzen für die Hochschul(weiter)bildung

Jan Schiller

Helmut-Schmidt-Universität/UniBW Hamburg, Deutschland

Der digitale Wandel setzt sich auch in der wissenschaftlich fundierten Bildung mit großem Tempo fort. Jüngste Entwicklungen von Textgeneratoren werfen neue Reflexionsbedarfe zur Gestaltung von wissenschaftlicher (Weiter-)Bildung auf, in der Breite sorgen synchron-hybride Lehr-Lern-Formate für Veränderung der täglichen Praxis. Gleichzeitig bleibt die
Verantwortung für die Ausbildung digitaler Kompetenzen in der hochschulischen
(Weiter-)Bildung mangels curricularer Einbettung (Meinunger 2022) beim Subjekt verortet. Um den kontinuierlichen gesellschaftlichen und digitalen Wandel aktiv mitgestalten zu können, erscheinen transformative digitale Kompetenzen (Schmidt-Lauff et al. 2022) notwendig, die sowohl einen kritischreflexiven als auch einen kreativ-produktiven Umgang mit spezifischen digitalen Technologien und der uns umgebenden Digitalität (Stalder 2021) bedingen.
Aufbauend auf Forschungsergebnissen des Projekts “Digitale
Schlüsselkompetenzen für Studium und Beruf - DigiTaKS” soll im Vortrag
zunächst das Konzept der transformativen digitalen Kompetenzen vorgestellt
und seine Bezüge zur professionellen Praxis wissenschaflicher Weiterbildung
herausgestellt werden. Daneben auf Grundlage von Forschungsbefunden und von
in der Entwicklung befindlicher OER-Tools verschiedene
Entwicklungsperspektiven für transformative digitale Kompetenz ausfgezeigt
werden.

Meinunger, D. 2022. Digitalisierung Für Die Hochschulbildung. https://doi.org/10.1515/9783110729221-017.

Schmidt-Lauff, S. u.a. 2022. DigiTaKS*-Digitale Schlüsselkompetenzen für Studium
und Beruf. https://openhsu.ub.hsuhh.de/handle/10.24405/14573.

Stalder, F.. 2021. Was ist Digitalität? https://doi.org/10.1007/978-3-662-62989-5.


Schiller-Transformative digitale Kompetenzen für die Hochschul-122.pdf
 
15:20 - 16:20Gesellschaftliche Trends und ihre Auswirkungen auf die Weiterbildung
Ort: Alte Mensa, HS11
Chair der Sitzung: Dr. Monika Braun, Philipps-Universität Marburg
 

Zukunftsorientierung – Über den Umgang mit ungewissen Zukünften

Moritz ter Meer, David Lakotta, Eva Cendon

FernUniversität in Hagen, Deutschland

Gesellschaftliche Veränderungen sind beeinflusst durch diverse Trendlinien mit divergierenden zeitlichen Dimensionen. Diese Future Trends in Form von Mega- und Microtrends können als „Lawinen in Zeitlupe” (Zukunftsinstitut 2023) bezeichnet werden. Sie entwickeln sich nur langsam, haben jedoch einen wirkmächtigen Einfluss auf verschiedene Lebensbereiche und damit auch auf (Weiter-)Bildungsprozesse von Individuen. Um eine genauere Passung von Bildungsangeboten an Zielgruppen zu erreichen, ist die Arbeit mit Personas bei der Entwicklung von Weiterbildungsmaßnahmen inzwischen geläufig (vgl. Rischke-Neß und Steinmüller 2022). Auch Future Skills, Zukunftskompetenzen bzw. 21st Century Skills spielen in diesem Kontext eine zentrale Rolle (vgl. Ehlers 2022; Stifterverband 2021; Cendon et al. 2020). Doch was heißt das für eine zukunftsorientierte wissenschaftliche Weiterbildung? In unserem Workshop bringen wir Zukunftstrends mit der Persona-Arbeit zusammen und kreieren mit den Teilnehmenden gemeinsam sogenannte Future Personas, die ihre zukünftigen Bedarfe und Bedürfnisse schon heute äußern und damit Anknüpfungspunkte für zukunftsorientierte wissenschaftliche Weiterbildungsangebote bieten können.


ter Meer-Zukunftsorientierung – Über den Umgang mit ungewissen Zukünften-121.pdf
 
15:20 - 16:20Gesellschaftliche Trends und ihre Auswirkungen auf die Weiterbildung
Ort: Alte Mensa, WBZ, beide Seminarräume
Chair der Sitzung: Dr. Alexandra Jürgens, Hochschule Aalen Graduate Campus
 

Zukunft der Weiterbildung an Hochschulen

Thomas Eppler

Hochschule Albstadt-Sigmaringen, Deutschland

In den vergangenen zehn Jahren haben Weiterbildungseinrichtungen an Hochschulen neue Lehr- und Lernformen wie Blended Learning, Inverted Classroom, Onlinelehre und berufsbegleitendes Lernen in Teilzeit, abends und an Wochenenden eingeführt. Aufgrund der Corona-Pandemie haben auch die grundständige Lehre an Hochschulen und private Bildungsanbieter diese Lehr- und Lernformen übernommen. Dies führt dazu, dass die Weiterbildung an Hochschulen zunehmend im Wettbewerb mit privaten und grundständigen öffentlichen Bildungsträgern steht. Die Unterscheidung zwischen grundständiger Lehre und Weiterbildung gestaltet sich oft als fließend. Zusätzlich hat die Lehre im grundständigen Bereich an Hochschulen Vorrang vor der Weiterbildung, die zudem nicht grundfinanziert, sondern gebührenfinanziert ist.

In dem Vortrag werden die Angebote privater Bildungsträger den Weiterbildungsangeboten an Hochschulen und den grundständigen Angeboten gegenübergestellt und die Sandwichposition der Weiterbildung an Hochschulen in Bezug auf Gebührenfinanzierung, Sichtbarkeit, Attraktivität, Verankerung in Hochschulgesetzen, Lehr- und Lernformen sowie Marketing beschrieben. Darüber hinaus werden Handlungsfelder in Bezug auf Abgrenzung, Finanzierung, Förderung, Gebührenstrukturen, Hochschulstrukturen und interne vs. externe Weiterbildungsinstitute aufgezeigt.


Eppler-Zukunft der Weiterbildung an Hochschulen-113.docx
 
15:20 - 16:20Entwicklung von Weiterbildung und Fernstudium im Kontext von Digitalisierung und Digitalität
Ort: Forum I, Alter Musiksaal, 02-115
Chair der Sitzung: Madeline Lockstedt, Philipps-Universität Marburg
 

Wie kann digitale Transformation im Blended Learning Design und im partizipativen Lernen über digitale Tools (z.B. KI-Generatoren in Moodle) in der wissenschaftlichen Weiterbildung gestaltet und umgesetzt werden?

Janine Rischke-Neß

Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin, Deutschland

Die Berlin Professional School als Weiterbildungsinstitut der HWR Berlin bietet verschiedene weiterbildende Masterstudiengänge an, die sich mit dem Thema Digitalisierung auseinandersetzen – etwa den dualen Masterstudiengang Digitale Transformation. Der Studiengang verknüpft technische Kenntnisse mit Kompetenzen der wissenschaftlichen Bearbeitung von Inhalten und mit Konzepten und Bedeutungssystemen aus dem Management. In den dafür konzipierten Blended Learning-Formaten spielen digitale Tools eine wesentliche Rolle – zunehmend auch als KI-gestützte Tools für Übersetzungszecke, zur Textgenerierung sowie im individuellen Lernprozess in den Online-Phasen.

Das methodische Modul „Forschungsarbeit“ bezieht die Möglichkeiten der neuen Technologien bewusst und experimentell mit ein, um die Auswirkungen von KI-gestützten Tools auf den Forschungsprozess und die Kompetenzen im wissenschaftlichen Arbeiten gemeinsam mit den Studierenden zu dokumentieren und auszuwerten. Hierbei zeigte sich zum einen die Forderung der beteiligten Studierenden nach rechtlichen Rahmenbedingungen sowie nach dem notwendigen Know-How, um mit den KI-Tools entsprechend umgehen und lernen zu können.

Im Werkstattgespräch mit Kolleg*innen und Didaktiker*innen zeigte, dass sowohl die Regelungen an den Hochschulen deutschlandweit noch immer unklar sind und dass außerdem viele Lehrende und Mitarbeitende in den Unterstützungseinrichtungen mehr profundes Wissen im Umgang mit KI-gestützten Tools benötigen. Nur unter diesen Bedingungen sowie mit gleichberechtigen Zugangsmöglichkeiten für alle Studierenden zu KI-Generatoren wie ChatGPT und Co. Lassen sich Lernszenarien in der Lehre gewinnbringend einsetzen.


Rischke-Neß-Wie kann digitale Transformation im Blended Learning Design-127.pdf
 
15:20 - 16:20Entwicklung von Weiterbildung und Fernstudium im Kontext von Digitalisierung und Digitalität
Ort: Alte Mensa, Rechte Aula
Chair der Sitzung: Andreas Dörich, oncampus GmbH
 

„Im Spiel jagt der Mensch sein besseres Ich“ - Gamification in der betrieblichen Weiterbildung

Hannah Zoller, Jana Wienberg

University of Labour

Der Beitrag befasst sich mit zunehmendem Zeitdruck und steigender Aufgabenmenge in der Arbeitswelt – diese unterliegt einem allumfassenden Beschleunigungsphänomen (Rosa 2020) das unweigerlich dazu führt, dass sich Anforderungen an den Lernenden verändern (Flexibilität, Mobilität, Selbststeuerung). Es scheint, dass sich der „hochtourige Lerner zum turbobedingten Prototyp des effektiven, Selbstlerners“ (Meyer-Drawe 2008: 125) entwickelt hat, mit dem sich soziale Praxisformen und Beziehungsmuster verändern.

So soll das Vortragsziel die subjektzentrierte Darstellung von spielerischem Erlernen von Handlungskompetenzen im Kontext betrieblicher Weiterbildung sein. Im Grundsatz der Anwendung werden spielerische Elemente in spielfremde Zusammenhänge integriert (Deterding et al. 2011), was zur Steigerung von Motivation und Engagement der Mitarbeitenden beitragen soll (Kodalle & Metz 2022: 65). Die Verbreitung von derlei Anwendungen steigt nicht erst seit der Pandemie an: rund 1/3 der Befragten einer repräsentativen Studie des Digitalverbands Bitkom, nutzt Gamification in der Weiterbildung (Bitkom Research 2023). Die Auswertung und kritische Betrachtung des Einsatzes in Betrieben beläuft sich bislang vor allem auf Effizienzuntersuchungen (Eberle et al. 2021: 428). Nicht jedoch auf Fragestellungen, die die Wirkweisen von Gamification in Bezug auf Paradigmen beruflicher Weiterbildung und subjektiver Auslegung der Angesprochenen adressiert.

Anhand zweier Praxisbeispiele von Gamification in der Weiterbildung, werden folgende Fragen thematisiert: Welches Autonomieverständnis prägt den Diskurs um Gamification im betreffenden Kontext? Wie prägt der Einsatz die Grundzüge Guter Arbeit?


Zoller-„Im Spiel jagt der Mensch sein besseres Ich“-103.pdf


Advanced Music Education – Neue Wege in der musikalischen Bildungslandschaft im Verbund gestalten

Christiane Gerischer2, Heike Bartholomäus1, Thomas Oestereich2

1Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Deutschland; 2Kompetenzzentrum für Popularmusik in Brandenburg

Weiterbildungsangebote reagieren auf gesellschaftliche Veränderungen und schließen Lücken in traditionellen Bildungsgängen. Die Digitalisierung aller gesellschaftlicher Lebensbereiche (Stadler, 2016) ist auch in der musikalischen Bildungslandschaft eine Herausforderung. 90% musikalischer Produktionen entstehen heute mit digitalen Musikmedien, die nur zögerlich in traditionellen Musikausbildungen Eingang finden (Sperlich, 2008). Das Zentrum für Popularmusik Brandenburg – Education (ZPOP) entwickelt und bietet Weiterbildungsangebote im Bereich digitaler Musikmedien. In Kooperation mit der BTU Cottbus-Senftenberg entstand der Zertifikatsstudiengang Advanced Music Education (AME), in dem theoretische sowie praktische Kenntnisse & Kompetenzen für den Gebrauch und den musikvermittelnden Einsatz digitaler Musikmedien fokussiert werden.

Da das „vorherrschende Modell […] eines Studienblocks bei nachfolgender lebenslanger Arbeitstätigkeit an Relevanz verliert“ (Ehlers, 2020) versteht das Verbundangebot Bildung als biografiebegleitenden Prozess. Gemeinsam mit beiden Verbundpartnern erfolgte die Organisation des Bildungsangebotes mit Regelungen für Zuständigkeiten der Partner, zum Zugang, zur Anerkennung oder Anrechnung und ermöglicht eine optimale Gestaltung individueller und flexibler Lernwege.

AME richtet sich an verschiedene Altersgruppen, Studierende, musikalisch vorgebildete Professionelle in der kulturellen Bildung und der sozialen Arbeit sowie an Musikschaffende, die dadurch ihre Berufspraxis erweitern oder verändern können. Der Studiengang ist berufs- oder studienbegleitend studierbar. Erworbene Microdegrees können auf einen nachgeplanten Masterstudiengang angerechnet werden.


Gerischer-Advanced Music Education – Neue Wege in der musikalischen Bildungslandschaft-118.pdf
 
15:20 - 16:20Weiterbildungsnahe Dienstleistungen und Technologien
Ort: ReWi II, HS I, Raum 00-211
Chair der Sitzung: Jan Ihwe, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
 

Digitale Plattformen in der wissenschaftlichen Weiterbildung und ihre Implikationen für die Anbieter und das Management

Matthias Alke, Nora Leben

Eberhard Karls Universität Tübingen, Deutschland

Durch die intermediäre Stellung sind in der wissenschaftlichen Weiterbildung unterschiedliche Einflüsse auf ihre Steuerungs- und Koordinationsprozesse wirksam, die durch die Digitalisierung neue Dynamiken erfahren. Anknüpfend an die Diskussion einer „Plattformökonomie“, greift der Beitrag die Entwicklung digitaler Plattformen im Kontext der wissenschaftlichen Weiterbildung auf und fragt nach den Auswirkungen für die Anbieter und das Management. Unter Plattformen werden digitale Infrastrukturen verstanden, die mit ihren Vermittlungsleistungen intermediäre Funktionen innerhalb unterschiedlichster gesellschaftlicher Teilsysteme erfüllen und dadurch neue Steuerungs- und Koordinationsformen von digitaler Organisation, Arbeit und Dienstleistungen hervorbringen. Erste Tendenzen einer solchen „Plattformisierung“ gingen für die wissenschaftliche Weiterbildung einerseits von internationalen kommerziell ausgerichteten Universitäten („MOOCS“) aus sowie andererseits von Unternehmen der Digitalwirtschaft, die Lern-, Kollaborations- oder Marketingplattformen anbieten. Mittlerweile werden von den Anbietern eigene Plattformstrukturen aufgebaut (wie z.B. hoch&weit, südwissen, WIBKO®, wissWeit), die sich wiederum auf die Dynamik des Feldes auswirken.

Im Beitrag werden diese verschiedenen Strömungen und Entwicklungen unter Berücksichtigung plattform- und steuerungstheoretischer Konzepte strukturell eingeordnet und zu einer Typologie verdichtet. Auf dieser Grundlage werden anschließend die spezifischen Koordinationsanforderungen und Spannungsfelder für die Anbieter und das Management sowie Implikationen für die zukünftige Systementwicklung der wissenschaftlichen Weiterbildung herausgearbeitet.


Alke-Digitale Plattformen in der wissenschaftlichen Weiterbildung-117.pdf
 
16:30 - 17:15Rahmenprogramm
Optional: Botanischer-Garten-Tour

Treffpunkt: Alte Mensa
16:30 - 18:00DGWF Mitgliederversammlung 2023 (inkl. Registrierung)
Ort: Alte Mensa, Rechte Aula
18:00 - 18:45Rahmenprogramm
Optional: Botanischer-Garten-Tour
(Alternativtermin für die Teilnehmenden der DGWF-Mitgliederversammlung)

Treffpunkt: Alte Mensa
18:30 - 22:00Dinner - Die Speisekarte finden Sie HIER
Ort: Trattoria Da Arnaldo
Das diesjährige Conference Dinner findet in der Trattoria Da Arnaldo statt und ist ausschließlich auf SELBSTZAHLERBASIS. Die erstellte "Conference Dinner"- Karte, wird vorab auf der Tagungswebseite sowie im Veranstaltungsprogramm verlinkt.

Datum: Freitag, 15.09.2023
8:00Öffnung Tagungsbüro
Ort: Alte Mensa, Rechte Aula
9:30 - 9:40Begrüßung
Ort: Alte Mensa, Rechte Aula
9:40 - 10:40Keynote
Ort: Alte Mensa, Rechte Aula
Chair der Sitzung: Jan Ihwe, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
„Gesellschaftliche Transformationsprozesse und ihre Bedeutungen für die wissenschaftliche Weiterbildung“

Dr. Walburga Katharina Freitag, Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung
10:40 - 11:15Kaffeepause / Raumwechsel
Ort: Alte Mensa, Linke Aula
11:15 - 11:45Entwicklung von Weiterbildung und Fernstudium im Kontext von Digitalisierung und Digitalität
Ort: ReWi II, HS V, Raum 00-251
Chair der Sitzung: Prof. Dr. Annika Maschwitz, Hochschule Bremen
 

Steigerung der Lerneffizient und -effektivität mittels adaptiver und hybrider Lernunterstützung in der berufsbegleitenden Weiterbildung

Dr. Yves Gensterblum1, Dr. Markus Meier2

1Akademie der Ruhr-Universität gGmbH; 2lean2sigma GmbH

Die berufsbegleitende Weiterbildung steht zunehmend im Spannungsfeld zwischen immer kürzeren Innovationszyklen, der Vermittlung von immer komplexeren Wissenspaketen und der Notwendigkeit der Vereinbarkeit mit Beruf, Hobbys und Familie. Damit steigen die Anforderungen an die Lerneffizienz und -effektivität in Weiterbildungsangeboten.

In diesem Beitrag wird exemplarisch am Kurs „Six Sigma Green Belt – hybrid“ der Akademie der Ruhr-Universität Bochum in Kooperation mit der Six Sigma Akademie Deutschland gezeigt, wie mithilfe einer sinnvollen Verknüpfung von Online- und Präsenzphasen in einem hybriden Konzept, des Einsatzes von verschiedenen Tools wie adaptive Lehr-Lernszenarien, Learning Analytics und KI-basierter Lernunterstützung sowie der didaktischen Umsetzungen aktueller Erkenntnisse der Bildungspsychologie, die Lerneffektivität und Lerneffizienz bei den Kursteilnehmenden signifikant gesteigert werden können.

Durch die Berücksichtigung eines individuellen Pre-Testing der Lernenden und der darauf basierenden Bereitstellung adaptiver Lernunterstützung, konnte die Lerneffizienz, als die benötigte Gesamtlernzeit bei gleichem Lernerfolg, um bis zu 20% erhöht werden. Dieses Ergebnis wurde über mehrere Kurskohorten hinweg im BMBF-geförderte Projekt „WILLEN - Weiterbildungseffizienz durch aktivierende intelligente Lernunterstützung“ validiert. Die Erkenntnisse aus WILLEN und weiteren Forschungsergebnisse liefern wertvolle Einblicke in die Konzeption von zukunftsfähigen hybriden Weiterbildungsangeboten in einem hochgradig kompetitiven Geschäftsfeld.


Gensterblum-Steigerung der Lerneffizient und -effektivität mittels adaptiver und hybrider Lernunterstützung-12.pdf
 
11:15 - 11:45Microcredentials/ Micro Learning
Ort: Alte Mensa, WBZ, beide Seminarräume
Chair der Sitzung: Dr. Monica Bravo Granström, Pädagogische Hochschule Weingarten
 

"Microcredentials in der Hochschulbildung: Qualitätssicherung und Zertifizierungsprozesse im Kontext von Hochschulweiterbildung@BW"

Susanne Hummel1, Melina Klepsch1, Miriam Chebbah2, Aletta Hinsken2

1Universität Ulm, Deutschland; 2evalag (Evaluationsagentur Baden-Württemberg)

Microcredentials (MC) sind ein viel diskutiertes Thema in der Hochschulbildung. Da es jedoch weder eine einheitliche Definition noch spezifische Einsatzmöglichkeiten gibt, bleibt das Thema ein Stück weit unkonkret. Deshalb möchte die SAPS zusammen mit evalag einen inhaltlichen Beitrag leisten, die Diskussion, um die Ausgestaltung anzuregen, das Thema weiter zu präzisieren und Beispiele aus der Praxis aufzuzeigen. Der Vortrag widmet sich u. a. den Fragestellungen: Was wird unter MC an Hochschulen gefasst? Welche Anforderungen bestehen bei der Qualitätssicherung? Wie gestalten sich diese Prozesse?

Am Beispiel der SAPS sollen diese Fragen konkret erörtert werden, um die Bedeutung für die wissenschaftliche Weiterbildung zu verdeutlichen. Zudem wird ein Einblick in das aktuelle Angebot an Microcredentials am Standort Ulm gegeben und dargelegt, wie diese zu einer Verbesserung der Karriereaussichten der Absolvent:innen führen.

Durch den gemeinsamen Beitrag von SAPS und evalag wird nicht nur eine Möglichkeit der Qualitätssicherung von Microcredentials aufgezeigt, sondern auch ein Umsetzungsbeispiel in der Praxis gegeben. Dies ist zentral, um Impulse zu setzen, die Chancen von MC für die wissenschaftliche Weiterbildung zu erkennen sowie als Hochschule zu nutzen.

Die SAPS als gemeinsame Einrichtung der Universität Ulm und der Technischen Hochschule Ulm hat das von evalag betreute Begutachtungsverfahren zur institutionellen Zertifizierung als wissenschaftliche Weiterbildungseinrichtung ohne Empfehlungen erfolgreich durchlaufen (Juli 2023).


Hummel-Microcredentials in der Hochschulbildung-116.pdf
 
11:15 - 12:15Gesellschaftliche Trends und ihre Auswirkungen auf die Weiterbildung
Ort: Forum I, Alter Musiksaal, 02-115
Chair der Sitzung: Dr. Joachim Stöter, C3L - Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
 

Chancen der Transformation durch bedarfsgerechte Weiterbildung nutzen: Konzeptentwicklung im Dialog

Beatrice Monique Rich2, Heike Bartholomäus1

1Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Deutschland; 2Center for Hybrid Electric Systems Cottbus

Die Umstellung auf nachhaltige Energieerzeugung und der Strukturwandel bringen Veränderungen für Fertigungsunternehmen in der Lausitz mit sich. Die aktuellen Fort- und Weiterbildungsstrukturen reichen nicht aus, um den Herausforderungen der Transformationsprozesse gerecht zu werden. Es ist notwendig, einen Up- & Reskilling-Ansatz mit einer systematischen Integration relevanter Inhalte zu
entwickeln. Initiativen, Verbünde und Projekte in der Lausitz arbeiten an einer besonderen Bildungslandschaft. Das Center for Hybrid Electric Systems Cottbus chesco und das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung der BTU Cottbus-Senftenberg kooperieren dabei.
Das chesco der BTU wird mit Strukturstärkungsmitteln in Höhe von 238 Mio. Euro gefördert, um lokale Unternehmen beim Strukturwandel zu unterstützen. An der BTU wird intensiv im Bereich der Fertigungstechnik geforscht. Im taf Projekt des chesco profitieren Unternehmen von agilen Fertigungsmethoden und digitalisierten Arbeitsabläufen. Das Transferkonzept zur Umsetzung des Projekts beruht auf umfassender Forschung, inklusive Sekundär- und Primärforschung.

Die Weiterbildungsworkshops werden gemeinsam mit sechs Fachgebieten und dem Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung entwickelt. Unternehmen haben die Möglichkeit, sich in einem großen Forschungs- und Business-Netzwerk zu beteiligen und deren Vorteile zu nutzen.
Das Konzept berücksichtigt die Durchlässigkeit zwischen den Bildungswegen durch bedarfsgerechte Bildungsangebote der beruflichen und oder hochschulischen Weiterbildung und ein Übergangsmanagement. Die Hochschule stärkt ihre Rolle als Weiterbildungsanbieter durch die Integration von Forschungsarbeiten und Bildungsangeboten.


Rich-Chancen der Transformation durch bedarfsgerechte Weiterbildung nutzen-119.pdf


Herausforderungen der Anrechnung und Anerkennung pädagogischer Kompetenzen von Drittstaatenangehörigen in der Migrationsgesellschaft

Dr. Joachim Stöter, Yvonne Ahmed-von Maurich, Sonia Bartoccio, Merle Kirstein

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg C3L – Center für lebenslanges Lernen

Das deutsche Bildungssystem stellt Drittstaatsangehörige, die mit abgeschlossenen oder begonnenen akademischen bzw. höheren Ausbildungen nach Deutschland kommen, insbesondere für solche Personen mit Qualifikationen in pädagogischen Praxisfeldern (z.B. soziale Arbeit, Lehramt, Bildungswesen, etc.) und die einen qualifikationsadäquaten und gerechten Bildungszugang im pädagogischen Bereich sowie eine ihrem Qualifikationsniveau entsprechende gesellschaftliche Teilhabe anstreben, vor besondere Herausforderungen. Diese Zielgruppe, wird mit ihren spezifischen Bildungs- und Beratungsbedarfen bisher kaum bis gar nicht beachtet.

Das im Rahmen des Vortrages vorgestellte Projekt „Kontaktstudium: Anerkennung und pädagogische Kompetenz in der Migrationsgesellschaft“ zielt ab auf eine nachhaltige Unterstützung der wirksamen Integration und sozialen Inklusion dieser Zielgruppe.

Die neunmonatige universitäre Weiterbildung „Kontaktstudium: Pädagogische Kompetenz in der Migrationsgesellschaft“ bietet seit 2004 eine bedarfsgerechte Bildungsvorbereitung für Angehörige dieser Zielgruppe, um einen möglichst nahtlosen und erfolgreichen Übergang in pädagogische Ausbildungs- und Studiengänge zu schaffen. Die Weiterbildung wird in Präsenzform angeboten und durch eine Online-Plattform flankiert, wo digitale Lernformate zur Verzahnung von Präsenzlehre und Selbststudium bereitgestellt werden.

Im Rahmen des Vortrages werden die zentralen Ansatzpunkte zur Erreichung der Inklusion der Zielgruppen, sowie die besonderen didaktischen und organisatorischen Herausforderungen beleuchtet.


Stöter-Herausforderungen der Anrechnung und Anerkennung pädagogischer Kompetenzen von Drittstaatenangehörigen-.pptx
 
11:15 - 12:15ENTFÄLLT - Entwicklung von Weiterbildung und Fernstudium im Kontext von Digitalisierung und Digitalität
Workshop:
Nutzung von immersiver Technologie für die Fallbearbeitung mittels Patient*innensimulationen
11:15 - 12:15Entwicklung von Weiterbildung und Fernstudium im Kontext von Digitalisierung und Digitalität
Ort: ReWi II, HS I, Raum 00-211
Chair der Sitzung: Dr. Franziska Sweers, Philipps-Universität Marburg
 

Virtuelle Welten als Raum individueller Professionalisierung – Die Wirkung avatarbasierten Lernens

Josephine Jahn, Philipp Oberparleiter

Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland

Desktop-Applikationen, die eine virtuelle Realität simulieren, gewinnen bei der bei der Gestaltung
individueller Professionalisierung an Popularität. Wenn sich die theoretischen Potenziale
avatarbasierter Lernwelten auch in der empirischen Untersuchung zeigen, stärkt das die Argumentation
für eine Lernkultur, welche die Potenziale digitaler Medien bei der Gestaltung
von Lehr- Lernsituationen berücksichtigt.
Daher werden im Rahmen des vom BMWK geförderten Projektes TRIAS1 avatarbasierte Weiterbildungen
konzipiert und durchgeführt. Neben der Ludwig-Maximilians-Universität sind
zwei freie Bildungsträger am Angebot beteiligt. Zusätzlich zur Bereitstellung wissenschaftlicher
Weiterbildungsmöglichkeiten ist die Evaluation des digitalen Formates zentral.
Die folgenden Fragestellungen stehen hierbei im Mittelpunkt:

  1. Welche Faktoren beeinflussen den Erfolg avatarbasierter Weiterbildungsangebote?
  2. Welche Faktoren haben einen Einfluss darauf, ob Teilnehmende avatarbasiertes Lernen

zukünftig fortsetzen möchten?
Der Workshop wird mit einem theoretischen Input zu avatarbasiertem Lernen beginnen. Einblicke
in die Praxis des TRIAS Projektes leiten zur Vorstellung der wissenschaftlichen Erkenntnisse
zu den durchgeführten Bildungsveranstaltungen über.
Im zweiten Teil des Workshops haben die Teilnehmenden dann die Möglichkeiten, sich mit
dem eigenen Laptop in die avatarbasierte Lernwelt von TRIAS zu begeben. So besteht die Option,
diese Form des Lehrens und Lernens noch besser kennen zu lernen.
Es gibt Raum für Fragen und eine abschließende Diskussion über den Einsatz avatarbasierten
Lehrens und Lernens wird angestrebt.


Jahn-Virtuelle Welten als Raum individueller Professionalisierung – Die Wirkung avatarbasierten Lernens-102.pdf
 
11:15 - 12:15Weiterbildungsnahe Dienstleistungen und Technologien
Ort: Alte Mensa, Rechte Aula
Chair der Sitzung: Dr. Lars Kilian, Deutsches Institut für Erwachsenenbildung - Leibniz-Zentrum für lebenslanges Lernen e.V.
Podiumsdiskussion:
  • Aline Fischer, hoch&weit
  • Julia Juhnke, südwissen
  • Andreas Kröner, WIBKO
  • Sabine Steininger, WissWeit
  • Freier Stuhl
12:15 - 12:30Kaffeepause / Raumwechsel
Ort: Alte Mensa, Linke Aula
12:30 - 13:15Tagungsabschluss
Ort: Alte Mensa, Rechte Aula