Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht | |
| Ort: Forum I, Alter Musiksaal, 02-115 |
| Datum: Donnerstag, 14.09.2023 | |||
| 12:00 - 13:00 | Weiterbildungsnahe Dienstleistungen und Technologien Ort: Forum I, Alter Musiksaal, 02-115 Chair der Sitzung: Prof. Dr. Olaf Dörner, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg | ||
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Abbildung der Digitalisierung des Weiterbildungsangebots anhand von Weiterbildungsdatenbanken? Eine Illustration mit der Metasuchmaschine IWWB 1Deutsches Institut für Erwachsenenbildung - Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE); 2Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF) Die Digitalisierung betrifft nicht nur Anlässe, Lernformate und Inhalte von Weiterbildung, sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten des Marketings. Für hochschulische Weiterbildungsangebote gibt es das einschlägige Portal hoch und weit. Datenbestände, die zu solchen Zwecken gefüllt und gepflegt werden, können potentiell jedoch noch andere Zwecke erfüllen und z.B. als Datenquelle für die Bildungsberichterstattung dienen. Bildungsberichterstattung dient dazu, steuernden Akteuren in der Weiterbildung Daten und Informationen bereitzustellen, die zur Beurteilung der Situation der Weiterbildung und zur Auswahl von politischen Maßnahmen hilfreich sind. Im Kontext der Digitalisierung ist hier eine wichtige Information, wie sich digitale Weiterbildungsangebote verteilen, wie sich ihre Zahl im Laufe der Zeit entwickelt und wie sie sich zu Präsenzangeboten verhalten. In dem Vortrag werden Grundlagen der Bildungsberichterstattung für die evidenzorientierte Politikgestaltung erläutert. Vertiefend wird auf Indikatoren zum Weiterbildungsangebot eingegangen. Am Beispiel eines Auszugs von Angeboten im InfoWeb Weiterbildung (IWWB), der größten deutschen Metasuchmaschine für Weiterbildungsangebote, werden Potentiale der Nutzung der Datenbank für Zwecke der Bildungsberichterstattung erörtert und an Beispielen illustriert. Abschließend wird diskutiert, welche Voraussetzungen und Grenzen für die Nutzung solcher Daten bestehen (z.B. Standards, Datenschutz). Die Perspektiven sind auf andere Datenbanken, wie z.B. hoch und weit, übertragbar.
Kompetenzen als zentrales Element für eine intelligente Weiterbildungsplattform der beruflichen und wissenschaftlichen Weiterbildung 1Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Deutschland; 2Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS Weiterbildung soll als ein fortwährender Prozess verstanden werden, bei dem Entwicklungsschritte sichtbar werden und Erfolge zum Weiterlernen motivieren sollen. Dieser Prozess soll von einer Weiterbildungsplattform begleitet werden, die eine intelligente Weiterbildungssuche mit geeigneten Filter- und Sortiermechanismen, intelligenter Beratung, Buchungsmöglichkeiten, Strukturierung und Begleitung von Lernangeboten auf Basis miteinander vernetzter Datenbanken und Komponenten unterstützt. Im Rahmen der INVITE-Richtlinie (2020) setzt das Entwicklungsvorhaben EXPAND+ER WB³ an. Für die Realisierung wird eine Webseite entwickelt, auf der Weiterbildungsinteressierte nach Kursen suchen und auf ihrem Lernweg begleitet werden. Verbindendes Element für verschiedene Funktionalitäten und didaktische Ansätze der User Experience sind Kompetenzen. Kompetenzen verstanden als „mehrere unterscheidbare personenbezogene Einzelkomponenten […], die auf die sichtbare Bewältigung von Problemsituationen ausgerichtet sind […] und über eine von anderen überprüfbare selbstorganisierte Lösung von Handlungssituationen [sichtbar werden]“ (Jäser & Herkula, 2023). Der Erwerb von Kompetenzen erfolgt durch vielfältige Lernwege, die nicht hierarchisch eingeordnet werden sollen (ebd.). Die Sichtbarmachung bzw. Darstellung von Kompetenzen kann mithilfe zahlreicher Werkzeuge und Instrumente erreicht werden, wie bspw. mit einer gemeinsamen Sprache entsprechend dem ESCO- Standard (EU,2019) oder dem Europass (EU,2023) durch eine kompetenzorientierte Darstellung der Bildungs- und Arbeitsbiografie. Implikationen kompetenzorientierter Komponenten der Weiterbildungsplattform werden im Tagungsvortrag konkretisiert.
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| 15:20 - 16:20 | Entwicklung von Weiterbildung und Fernstudium im Kontext von Digitalisierung und Digitalität Ort: Forum I, Alter Musiksaal, 02-115 Chair der Sitzung: Madeline Lockstedt, Philipps-Universität Marburg | ||
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Wie kann digitale Transformation im Blended Learning Design und im partizipativen Lernen über digitale Tools (z.B. KI-Generatoren in Moodle) in der wissenschaftlichen Weiterbildung gestaltet und umgesetzt werden? Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin, Deutschland Die Berlin Professional School als Weiterbildungsinstitut der HWR Berlin bietet verschiedene weiterbildende Masterstudiengänge an, die sich mit dem Thema Digitalisierung auseinandersetzen – etwa den dualen Masterstudiengang Digitale Transformation. Der Studiengang verknüpft technische Kenntnisse mit Kompetenzen der wissenschaftlichen Bearbeitung von Inhalten und mit Konzepten und Bedeutungssystemen aus dem Management. In den dafür konzipierten Blended Learning-Formaten spielen digitale Tools eine wesentliche Rolle – zunehmend auch als KI-gestützte Tools für Übersetzungszecke, zur Textgenerierung sowie im individuellen Lernprozess in den Online-Phasen. Das methodische Modul „Forschungsarbeit“ bezieht die Möglichkeiten der neuen Technologien bewusst und experimentell mit ein, um die Auswirkungen von KI-gestützten Tools auf den Forschungsprozess und die Kompetenzen im wissenschaftlichen Arbeiten gemeinsam mit den Studierenden zu dokumentieren und auszuwerten. Hierbei zeigte sich zum einen die Forderung der beteiligten Studierenden nach rechtlichen Rahmenbedingungen sowie nach dem notwendigen Know-How, um mit den KI-Tools entsprechend umgehen und lernen zu können. Im Werkstattgespräch mit Kolleg*innen und Didaktiker*innen zeigte, dass sowohl die Regelungen an den Hochschulen deutschlandweit noch immer unklar sind und dass außerdem viele Lehrende und Mitarbeitende in den Unterstützungseinrichtungen mehr profundes Wissen im Umgang mit KI-gestützten Tools benötigen. Nur unter diesen Bedingungen sowie mit gleichberechtigen Zugangsmöglichkeiten für alle Studierenden zu KI-Generatoren wie ChatGPT und Co. Lassen sich Lernszenarien in der Lehre gewinnbringend einsetzen.
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| Datum: Freitag, 15.09.2023 | |||
| 11:15 - 12:15 | Gesellschaftliche Trends und ihre Auswirkungen auf die Weiterbildung Ort: Forum I, Alter Musiksaal, 02-115 Chair der Sitzung: Dr. Joachim Stöter, C3L - Carl von Ossietzky Universität Oldenburg | ||
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Chancen der Transformation durch bedarfsgerechte Weiterbildung nutzen: Konzeptentwicklung im Dialog 1Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Deutschland; 2Center for Hybrid Electric Systems Cottbus Die Umstellung auf nachhaltige Energieerzeugung und der Strukturwandel bringen Veränderungen für Fertigungsunternehmen in der Lausitz mit sich. Die aktuellen Fort- und Weiterbildungsstrukturen reichen nicht aus, um den Herausforderungen der Transformationsprozesse gerecht zu werden. Es ist notwendig, einen Up- & Reskilling-Ansatz mit einer systematischen Integration relevanter Inhalte zu Die Weiterbildungsworkshops werden gemeinsam mit sechs Fachgebieten und dem Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung entwickelt. Unternehmen haben die Möglichkeit, sich in einem großen Forschungs- und Business-Netzwerk zu beteiligen und deren Vorteile zu nutzen.
Herausforderungen der Anrechnung und Anerkennung pädagogischer Kompetenzen von Drittstaatenangehörigen in der Migrationsgesellschaft Carl von Ossietzky Universität Oldenburg C3L – Center für lebenslanges Lernen Das deutsche Bildungssystem stellt Drittstaatsangehörige, die mit abgeschlossenen oder begonnenen akademischen bzw. höheren Ausbildungen nach Deutschland kommen, insbesondere für solche Personen mit Qualifikationen in pädagogischen Praxisfeldern (z.B. soziale Arbeit, Lehramt, Bildungswesen, etc.) und die einen qualifikationsadäquaten und gerechten Bildungszugang im pädagogischen Bereich sowie eine ihrem Qualifikationsniveau entsprechende gesellschaftliche Teilhabe anstreben, vor besondere Herausforderungen. Diese Zielgruppe, wird mit ihren spezifischen Bildungs- und Beratungsbedarfen bisher kaum bis gar nicht beachtet. Das im Rahmen des Vortrages vorgestellte Projekt „Kontaktstudium: Anerkennung und pädagogische Kompetenz in der Migrationsgesellschaft“ zielt ab auf eine nachhaltige Unterstützung der wirksamen Integration und sozialen Inklusion dieser Zielgruppe. Die neunmonatige universitäre Weiterbildung „Kontaktstudium: Pädagogische Kompetenz in der Migrationsgesellschaft“ bietet seit 2004 eine bedarfsgerechte Bildungsvorbereitung für Angehörige dieser Zielgruppe, um einen möglichst nahtlosen und erfolgreichen Übergang in pädagogische Ausbildungs- und Studiengänge zu schaffen. Die Weiterbildung wird in Präsenzform angeboten und durch eine Online-Plattform flankiert, wo digitale Lernformate zur Verzahnung von Präsenzlehre und Selbststudium bereitgestellt werden. Im Rahmen des Vortrages werden die zentralen Ansatzpunkte zur Erreichung der Inklusion der Zielgruppen, sowie die besonderen didaktischen und organisatorischen Herausforderungen beleuchtet.
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