Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht
Datum: Freitag, 15.09.2023
8:00Öffnung Tagungsbüro
Ort: Alte Mensa, Rechte Aula
9:30 - 9:40Begrüßung
Ort: Alte Mensa, Rechte Aula
9:40 - 10:40Keynote
Ort: Alte Mensa, Rechte Aula
Chair der Sitzung: Jan Ihwe, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
„Gesellschaftliche Transformationsprozesse und ihre Bedeutungen für die wissenschaftliche Weiterbildung“

Dr. Walburga Katharina Freitag, Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung
10:40 - 11:15Kaffeepause / Raumwechsel
Ort: Alte Mensa, Linke Aula
11:15 - 11:45Entwicklung von Weiterbildung und Fernstudium im Kontext von Digitalisierung und Digitalität
Ort: ReWi II, HS V, Raum 00-251
Chair der Sitzung: Prof. Dr. Annika Maschwitz, Hochschule Bremen
 

Steigerung der Lerneffizient und -effektivität mittels adaptiver und hybrider Lernunterstützung in der berufsbegleitenden Weiterbildung

Dr. Yves Gensterblum1, Dr. Markus Meier2

1Akademie der Ruhr-Universität gGmbH; 2lean2sigma GmbH

Die berufsbegleitende Weiterbildung steht zunehmend im Spannungsfeld zwischen immer kürzeren Innovationszyklen, der Vermittlung von immer komplexeren Wissenspaketen und der Notwendigkeit der Vereinbarkeit mit Beruf, Hobbys und Familie. Damit steigen die Anforderungen an die Lerneffizienz und -effektivität in Weiterbildungsangeboten.

In diesem Beitrag wird exemplarisch am Kurs „Six Sigma Green Belt – hybrid“ der Akademie der Ruhr-Universität Bochum in Kooperation mit der Six Sigma Akademie Deutschland gezeigt, wie mithilfe einer sinnvollen Verknüpfung von Online- und Präsenzphasen in einem hybriden Konzept, des Einsatzes von verschiedenen Tools wie adaptive Lehr-Lernszenarien, Learning Analytics und KI-basierter Lernunterstützung sowie der didaktischen Umsetzungen aktueller Erkenntnisse der Bildungspsychologie, die Lerneffektivität und Lerneffizienz bei den Kursteilnehmenden signifikant gesteigert werden können.

Durch die Berücksichtigung eines individuellen Pre-Testing der Lernenden und der darauf basierenden Bereitstellung adaptiver Lernunterstützung, konnte die Lerneffizienz, als die benötigte Gesamtlernzeit bei gleichem Lernerfolg, um bis zu 20% erhöht werden. Dieses Ergebnis wurde über mehrere Kurskohorten hinweg im BMBF-geförderte Projekt „WILLEN - Weiterbildungseffizienz durch aktivierende intelligente Lernunterstützung“ validiert. Die Erkenntnisse aus WILLEN und weiteren Forschungsergebnisse liefern wertvolle Einblicke in die Konzeption von zukunftsfähigen hybriden Weiterbildungsangeboten in einem hochgradig kompetitiven Geschäftsfeld.


Gensterblum-Steigerung der Lerneffizient und -effektivität mittels adaptiver und hybrider Lernunterstützung-12.pdf
 
11:15 - 11:45Microcredentials/ Micro Learning
Ort: Alte Mensa, WBZ, beide Seminarräume
Chair der Sitzung: Dr. Monica Bravo Granström, Pädagogische Hochschule Weingarten
 

"Microcredentials in der Hochschulbildung: Qualitätssicherung und Zertifizierungsprozesse im Kontext von Hochschulweiterbildung@BW"

Susanne Hummel1, Melina Klepsch1, Miriam Chebbah2, Aletta Hinsken2

1Universität Ulm, Deutschland; 2evalag (Evaluationsagentur Baden-Württemberg)

Microcredentials (MC) sind ein viel diskutiertes Thema in der Hochschulbildung. Da es jedoch weder eine einheitliche Definition noch spezifische Einsatzmöglichkeiten gibt, bleibt das Thema ein Stück weit unkonkret. Deshalb möchte die SAPS zusammen mit evalag einen inhaltlichen Beitrag leisten, die Diskussion, um die Ausgestaltung anzuregen, das Thema weiter zu präzisieren und Beispiele aus der Praxis aufzuzeigen. Der Vortrag widmet sich u. a. den Fragestellungen: Was wird unter MC an Hochschulen gefasst? Welche Anforderungen bestehen bei der Qualitätssicherung? Wie gestalten sich diese Prozesse?

Am Beispiel der SAPS sollen diese Fragen konkret erörtert werden, um die Bedeutung für die wissenschaftliche Weiterbildung zu verdeutlichen. Zudem wird ein Einblick in das aktuelle Angebot an Microcredentials am Standort Ulm gegeben und dargelegt, wie diese zu einer Verbesserung der Karriereaussichten der Absolvent:innen führen.

Durch den gemeinsamen Beitrag von SAPS und evalag wird nicht nur eine Möglichkeit der Qualitätssicherung von Microcredentials aufgezeigt, sondern auch ein Umsetzungsbeispiel in der Praxis gegeben. Dies ist zentral, um Impulse zu setzen, die Chancen von MC für die wissenschaftliche Weiterbildung zu erkennen sowie als Hochschule zu nutzen.

Die SAPS als gemeinsame Einrichtung der Universität Ulm und der Technischen Hochschule Ulm hat das von evalag betreute Begutachtungsverfahren zur institutionellen Zertifizierung als wissenschaftliche Weiterbildungseinrichtung ohne Empfehlungen erfolgreich durchlaufen (Juli 2023).


Hummel-Microcredentials in der Hochschulbildung-116.pdf
 
11:15 - 12:15Gesellschaftliche Trends und ihre Auswirkungen auf die Weiterbildung
Ort: Forum I, Alter Musiksaal, 02-115
Chair der Sitzung: Dr. Joachim Stöter, C3L - Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
 

Chancen der Transformation durch bedarfsgerechte Weiterbildung nutzen: Konzeptentwicklung im Dialog

Beatrice Monique Rich2, Heike Bartholomäus1

1Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Deutschland; 2Center for Hybrid Electric Systems Cottbus

Die Umstellung auf nachhaltige Energieerzeugung und der Strukturwandel bringen Veränderungen für Fertigungsunternehmen in der Lausitz mit sich. Die aktuellen Fort- und Weiterbildungsstrukturen reichen nicht aus, um den Herausforderungen der Transformationsprozesse gerecht zu werden. Es ist notwendig, einen Up- & Reskilling-Ansatz mit einer systematischen Integration relevanter Inhalte zu
entwickeln. Initiativen, Verbünde und Projekte in der Lausitz arbeiten an einer besonderen Bildungslandschaft. Das Center for Hybrid Electric Systems Cottbus chesco und das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung der BTU Cottbus-Senftenberg kooperieren dabei.
Das chesco der BTU wird mit Strukturstärkungsmitteln in Höhe von 238 Mio. Euro gefördert, um lokale Unternehmen beim Strukturwandel zu unterstützen. An der BTU wird intensiv im Bereich der Fertigungstechnik geforscht. Im taf Projekt des chesco profitieren Unternehmen von agilen Fertigungsmethoden und digitalisierten Arbeitsabläufen. Das Transferkonzept zur Umsetzung des Projekts beruht auf umfassender Forschung, inklusive Sekundär- und Primärforschung.

Die Weiterbildungsworkshops werden gemeinsam mit sechs Fachgebieten und dem Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung entwickelt. Unternehmen haben die Möglichkeit, sich in einem großen Forschungs- und Business-Netzwerk zu beteiligen und deren Vorteile zu nutzen.
Das Konzept berücksichtigt die Durchlässigkeit zwischen den Bildungswegen durch bedarfsgerechte Bildungsangebote der beruflichen und oder hochschulischen Weiterbildung und ein Übergangsmanagement. Die Hochschule stärkt ihre Rolle als Weiterbildungsanbieter durch die Integration von Forschungsarbeiten und Bildungsangeboten.


Rich-Chancen der Transformation durch bedarfsgerechte Weiterbildung nutzen-119.pdf


Herausforderungen der Anrechnung und Anerkennung pädagogischer Kompetenzen von Drittstaatenangehörigen in der Migrationsgesellschaft

Dr. Joachim Stöter, Yvonne Ahmed-von Maurich, Sonia Bartoccio, Merle Kirstein

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg C3L – Center für lebenslanges Lernen

Das deutsche Bildungssystem stellt Drittstaatsangehörige, die mit abgeschlossenen oder begonnenen akademischen bzw. höheren Ausbildungen nach Deutschland kommen, insbesondere für solche Personen mit Qualifikationen in pädagogischen Praxisfeldern (z.B. soziale Arbeit, Lehramt, Bildungswesen, etc.) und die einen qualifikationsadäquaten und gerechten Bildungszugang im pädagogischen Bereich sowie eine ihrem Qualifikationsniveau entsprechende gesellschaftliche Teilhabe anstreben, vor besondere Herausforderungen. Diese Zielgruppe, wird mit ihren spezifischen Bildungs- und Beratungsbedarfen bisher kaum bis gar nicht beachtet.

Das im Rahmen des Vortrages vorgestellte Projekt „Kontaktstudium: Anerkennung und pädagogische Kompetenz in der Migrationsgesellschaft“ zielt ab auf eine nachhaltige Unterstützung der wirksamen Integration und sozialen Inklusion dieser Zielgruppe.

Die neunmonatige universitäre Weiterbildung „Kontaktstudium: Pädagogische Kompetenz in der Migrationsgesellschaft“ bietet seit 2004 eine bedarfsgerechte Bildungsvorbereitung für Angehörige dieser Zielgruppe, um einen möglichst nahtlosen und erfolgreichen Übergang in pädagogische Ausbildungs- und Studiengänge zu schaffen. Die Weiterbildung wird in Präsenzform angeboten und durch eine Online-Plattform flankiert, wo digitale Lernformate zur Verzahnung von Präsenzlehre und Selbststudium bereitgestellt werden.

Im Rahmen des Vortrages werden die zentralen Ansatzpunkte zur Erreichung der Inklusion der Zielgruppen, sowie die besonderen didaktischen und organisatorischen Herausforderungen beleuchtet.


Stöter-Herausforderungen der Anrechnung und Anerkennung pädagogischer Kompetenzen von Drittstaatenangehörigen-.pptx
 
11:15 - 12:15ENTFÄLLT - Entwicklung von Weiterbildung und Fernstudium im Kontext von Digitalisierung und Digitalität
Workshop:
Nutzung von immersiver Technologie für die Fallbearbeitung mittels Patient*innensimulationen
11:15 - 12:15Entwicklung von Weiterbildung und Fernstudium im Kontext von Digitalisierung und Digitalität
Ort: ReWi II, HS I, Raum 00-211
Chair der Sitzung: Dr. Franziska Sweers, Philipps-Universität Marburg
 

Virtuelle Welten als Raum individueller Professionalisierung – Die Wirkung avatarbasierten Lernens

Josephine Jahn, Philipp Oberparleiter

Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland

Desktop-Applikationen, die eine virtuelle Realität simulieren, gewinnen bei der bei der Gestaltung
individueller Professionalisierung an Popularität. Wenn sich die theoretischen Potenziale
avatarbasierter Lernwelten auch in der empirischen Untersuchung zeigen, stärkt das die Argumentation
für eine Lernkultur, welche die Potenziale digitaler Medien bei der Gestaltung
von Lehr- Lernsituationen berücksichtigt.
Daher werden im Rahmen des vom BMWK geförderten Projektes TRIAS1 avatarbasierte Weiterbildungen
konzipiert und durchgeführt. Neben der Ludwig-Maximilians-Universität sind
zwei freie Bildungsträger am Angebot beteiligt. Zusätzlich zur Bereitstellung wissenschaftlicher
Weiterbildungsmöglichkeiten ist die Evaluation des digitalen Formates zentral.
Die folgenden Fragestellungen stehen hierbei im Mittelpunkt:

  1. Welche Faktoren beeinflussen den Erfolg avatarbasierter Weiterbildungsangebote?
  2. Welche Faktoren haben einen Einfluss darauf, ob Teilnehmende avatarbasiertes Lernen

zukünftig fortsetzen möchten?
Der Workshop wird mit einem theoretischen Input zu avatarbasiertem Lernen beginnen. Einblicke
in die Praxis des TRIAS Projektes leiten zur Vorstellung der wissenschaftlichen Erkenntnisse
zu den durchgeführten Bildungsveranstaltungen über.
Im zweiten Teil des Workshops haben die Teilnehmenden dann die Möglichkeiten, sich mit
dem eigenen Laptop in die avatarbasierte Lernwelt von TRIAS zu begeben. So besteht die Option,
diese Form des Lehrens und Lernens noch besser kennen zu lernen.
Es gibt Raum für Fragen und eine abschließende Diskussion über den Einsatz avatarbasierten
Lehrens und Lernens wird angestrebt.


Jahn-Virtuelle Welten als Raum individueller Professionalisierung – Die Wirkung avatarbasierten Lernens-102.pdf
 
11:15 - 12:15Weiterbildungsnahe Dienstleistungen und Technologien
Ort: Alte Mensa, Rechte Aula
Chair der Sitzung: Dr. Lars Kilian, Deutsches Institut für Erwachsenenbildung - Leibniz-Zentrum für lebenslanges Lernen e.V.
Podiumsdiskussion:
  • Aline Fischer, hoch&weit
  • Julia Juhnke, südwissen
  • Andreas Kröner, WIBKO
  • Sabine Steininger, WissWeit
  • Freier Stuhl
12:15 - 12:30Kaffeepause / Raumwechsel
Ort: Alte Mensa, Linke Aula
12:30 - 13:15Tagungsabschluss
Ort: Alte Mensa, Rechte Aula