Veranstaltungsprogramm

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Sitzungsübersicht
Sitzung
Entwicklung von Weiterbildung und Fernstudium im Kontext von Digitalisierung und Digitalität
Zeit:
Donnerstag, 14.09.2023:
15:20 - 16:20

Chair der Sitzung: Andreas Dörich, oncampus GmbH
Ort: Alte Mensa, Rechte Aula


Präsentationen

„Im Spiel jagt der Mensch sein besseres Ich“ - Gamification in der betrieblichen Weiterbildung

Hannah Zoller, Jana Wienberg

University of Labour

Der Beitrag befasst sich mit zunehmendem Zeitdruck und steigender Aufgabenmenge in der Arbeitswelt – diese unterliegt einem allumfassenden Beschleunigungsphänomen (Rosa 2020) das unweigerlich dazu führt, dass sich Anforderungen an den Lernenden verändern (Flexibilität, Mobilität, Selbststeuerung). Es scheint, dass sich der „hochtourige Lerner zum turbobedingten Prototyp des effektiven, Selbstlerners“ (Meyer-Drawe 2008: 125) entwickelt hat, mit dem sich soziale Praxisformen und Beziehungsmuster verändern.

So soll das Vortragsziel die subjektzentrierte Darstellung von spielerischem Erlernen von Handlungskompetenzen im Kontext betrieblicher Weiterbildung sein. Im Grundsatz der Anwendung werden spielerische Elemente in spielfremde Zusammenhänge integriert (Deterding et al. 2011), was zur Steigerung von Motivation und Engagement der Mitarbeitenden beitragen soll (Kodalle & Metz 2022: 65). Die Verbreitung von derlei Anwendungen steigt nicht erst seit der Pandemie an: rund 1/3 der Befragten einer repräsentativen Studie des Digitalverbands Bitkom, nutzt Gamification in der Weiterbildung (Bitkom Research 2023). Die Auswertung und kritische Betrachtung des Einsatzes in Betrieben beläuft sich bislang vor allem auf Effizienzuntersuchungen (Eberle et al. 2021: 428). Nicht jedoch auf Fragestellungen, die die Wirkweisen von Gamification in Bezug auf Paradigmen beruflicher Weiterbildung und subjektiver Auslegung der Angesprochenen adressiert.

Anhand zweier Praxisbeispiele von Gamification in der Weiterbildung, werden folgende Fragen thematisiert: Welches Autonomieverständnis prägt den Diskurs um Gamification im betreffenden Kontext? Wie prägt der Einsatz die Grundzüge Guter Arbeit?


Zoller-„Im Spiel jagt der Mensch sein besseres Ich“-103.pdf


Advanced Music Education – Neue Wege in der musikalischen Bildungslandschaft im Verbund gestalten

Christiane Gerischer2, Heike Bartholomäus1, Thomas Oestereich2

1Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Deutschland; 2Kompetenzzentrum für Popularmusik in Brandenburg

Weiterbildungsangebote reagieren auf gesellschaftliche Veränderungen und schließen Lücken in traditionellen Bildungsgängen. Die Digitalisierung aller gesellschaftlicher Lebensbereiche (Stadler, 2016) ist auch in der musikalischen Bildungslandschaft eine Herausforderung. 90% musikalischer Produktionen entstehen heute mit digitalen Musikmedien, die nur zögerlich in traditionellen Musikausbildungen Eingang finden (Sperlich, 2008). Das Zentrum für Popularmusik Brandenburg – Education (ZPOP) entwickelt und bietet Weiterbildungsangebote im Bereich digitaler Musikmedien. In Kooperation mit der BTU Cottbus-Senftenberg entstand der Zertifikatsstudiengang Advanced Music Education (AME), in dem theoretische sowie praktische Kenntnisse & Kompetenzen für den Gebrauch und den musikvermittelnden Einsatz digitaler Musikmedien fokussiert werden.

Da das „vorherrschende Modell […] eines Studienblocks bei nachfolgender lebenslanger Arbeitstätigkeit an Relevanz verliert“ (Ehlers, 2020) versteht das Verbundangebot Bildung als biografiebegleitenden Prozess. Gemeinsam mit beiden Verbundpartnern erfolgte die Organisation des Bildungsangebotes mit Regelungen für Zuständigkeiten der Partner, zum Zugang, zur Anerkennung oder Anrechnung und ermöglicht eine optimale Gestaltung individueller und flexibler Lernwege.

AME richtet sich an verschiedene Altersgruppen, Studierende, musikalisch vorgebildete Professionelle in der kulturellen Bildung und der sozialen Arbeit sowie an Musikschaffende, die dadurch ihre Berufspraxis erweitern oder verändern können. Der Studiengang ist berufs- oder studienbegleitend studierbar. Erworbene Microdegrees können auf einen nachgeplanten Masterstudiengang angerechnet werden.


Gerischer-Advanced Music Education – Neue Wege in der musikalischen Bildungslandschaft-118.pdf