Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht
Ort: Alte Mensa, WBZ, beide Seminarräume
Datum: Donnerstag, 14.09.2023
12:00 - 13:00Entwicklung von Weiterbildung und Fernstudium im Kontext von Digitalisierung und Digitalität
Ort: Alte Mensa, WBZ, beide Seminarräume
Chair der Sitzung: Anika Schünemann, HSU/UniBw H
 

Künstliche Intelligenz (KI) und Data Literacy in der Lehrkräftefort- und -weiterbildung

Gülsüm Günay

Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Deutschland

Fragen nach der Anwendung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz in der Bildung rücken in den letzten Jahren aufgrund der Entwicklungen der Technologien und Ansätze in diesem Bereich immer stärker in den Fokus. Mit der Veröffentlichung des Chatbots ChatGPT Ende 2022 gewann diese Debatte nochmals zügig an Fahrt und erlangte hohe Aufmerksamkeit verschiedenster Institutionen und Akteure des Bildungswesens.

Die fortschreitende Digitalisierung und insbesondere der Einsatz von KI eröffnen den Lehrkräften neue und vielversprechende Möglichkeiten das Lernen und Prüfen in der Schule zu gestalten. Zugleich werden durch die globale Digitalisierung, Stichwort Big Data, immer neue Kompetenzen erforderlich, die Lehrende vermitteln sollten, um die Schüler:innen auf die neuen Herausforderungen und Situationen vorbereiten zu können (Data Literacy). Die rasanten gesellschaftlichen Veränderungen in den letzten Jahren, insbesondere einhergehend mit der vermehrten Nutzung von digitalen Medien, wie dem Smartphone, und sozialen Netzwerken, wie Instagram und TikTok, erfordern auch in der Schule neue Kompetenzen im Umgang mit diesen facettenreichen Veränderungsprozessen. Im Zuge dieser digitalen Transformationsprozesse müssen diese Kompetenzen zum einen definiert und zum anderen allen Lehrkräften vermittelt werden.

In dem geplanten Werkstattgespräch wird zunächst der Frage nach der Konkretisierung dieser Kompetenzen nachgegangen: Welche Kompetenzen benötigen Lehrkräfte, um KI sinnvoll in schulischen Lern- und Lehrprozessen nutzen zu können? In einem zweiten Teil steht die Frage, welche Auswirkungen KI auf die Gestaltung von Lehrkräfteweiterbildungen haben wird, im Zentrum der Betrachtung.


Günay-Künstliche Intelligenz-109.docx
 
15:20 - 16:20Gesellschaftliche Trends und ihre Auswirkungen auf die Weiterbildung
Ort: Alte Mensa, WBZ, beide Seminarräume
Chair der Sitzung: Dr. Alexandra Jürgens, Hochschule Aalen Graduate Campus
 

Zukunft der Weiterbildung an Hochschulen

Thomas Eppler

Hochschule Albstadt-Sigmaringen, Deutschland

In den vergangenen zehn Jahren haben Weiterbildungseinrichtungen an Hochschulen neue Lehr- und Lernformen wie Blended Learning, Inverted Classroom, Onlinelehre und berufsbegleitendes Lernen in Teilzeit, abends und an Wochenenden eingeführt. Aufgrund der Corona-Pandemie haben auch die grundständige Lehre an Hochschulen und private Bildungsanbieter diese Lehr- und Lernformen übernommen. Dies führt dazu, dass die Weiterbildung an Hochschulen zunehmend im Wettbewerb mit privaten und grundständigen öffentlichen Bildungsträgern steht. Die Unterscheidung zwischen grundständiger Lehre und Weiterbildung gestaltet sich oft als fließend. Zusätzlich hat die Lehre im grundständigen Bereich an Hochschulen Vorrang vor der Weiterbildung, die zudem nicht grundfinanziert, sondern gebührenfinanziert ist.

In dem Vortrag werden die Angebote privater Bildungsträger den Weiterbildungsangeboten an Hochschulen und den grundständigen Angeboten gegenübergestellt und die Sandwichposition der Weiterbildung an Hochschulen in Bezug auf Gebührenfinanzierung, Sichtbarkeit, Attraktivität, Verankerung in Hochschulgesetzen, Lehr- und Lernformen sowie Marketing beschrieben. Darüber hinaus werden Handlungsfelder in Bezug auf Abgrenzung, Finanzierung, Förderung, Gebührenstrukturen, Hochschulstrukturen und interne vs. externe Weiterbildungsinstitute aufgezeigt.


Eppler-Zukunft der Weiterbildung an Hochschulen-113.docx
 

Datum: Freitag, 15.09.2023
11:15 - 11:45Microcredentials/ Micro Learning
Ort: Alte Mensa, WBZ, beide Seminarräume
Chair der Sitzung: Dr. Monica Bravo Granström, Pädagogische Hochschule Weingarten
 

"Microcredentials in der Hochschulbildung: Qualitätssicherung und Zertifizierungsprozesse im Kontext von Hochschulweiterbildung@BW"

Susanne Hummel1, Melina Klepsch1, Miriam Chebbah2, Aletta Hinsken2

1Universität Ulm, Deutschland; 2evalag (Evaluationsagentur Baden-Württemberg)

Microcredentials (MC) sind ein viel diskutiertes Thema in der Hochschulbildung. Da es jedoch weder eine einheitliche Definition noch spezifische Einsatzmöglichkeiten gibt, bleibt das Thema ein Stück weit unkonkret. Deshalb möchte die SAPS zusammen mit evalag einen inhaltlichen Beitrag leisten, die Diskussion, um die Ausgestaltung anzuregen, das Thema weiter zu präzisieren und Beispiele aus der Praxis aufzuzeigen. Der Vortrag widmet sich u. a. den Fragestellungen: Was wird unter MC an Hochschulen gefasst? Welche Anforderungen bestehen bei der Qualitätssicherung? Wie gestalten sich diese Prozesse?

Am Beispiel der SAPS sollen diese Fragen konkret erörtert werden, um die Bedeutung für die wissenschaftliche Weiterbildung zu verdeutlichen. Zudem wird ein Einblick in das aktuelle Angebot an Microcredentials am Standort Ulm gegeben und dargelegt, wie diese zu einer Verbesserung der Karriereaussichten der Absolvent:innen führen.

Durch den gemeinsamen Beitrag von SAPS und evalag wird nicht nur eine Möglichkeit der Qualitätssicherung von Microcredentials aufgezeigt, sondern auch ein Umsetzungsbeispiel in der Praxis gegeben. Dies ist zentral, um Impulse zu setzen, die Chancen von MC für die wissenschaftliche Weiterbildung zu erkennen sowie als Hochschule zu nutzen.

Die SAPS als gemeinsame Einrichtung der Universität Ulm und der Technischen Hochschule Ulm hat das von evalag betreute Begutachtungsverfahren zur institutionellen Zertifizierung als wissenschaftliche Weiterbildungseinrichtung ohne Empfehlungen erfolgreich durchlaufen (Juli 2023).


Hummel-Microcredentials in der Hochschulbildung-116.pdf