Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht
Ort: Audimax
HWR Campus Lichtenberg Haus 1 Audimax (1. Etage)
Datum: Donnerstag, 15.09.2022
9:00 - 9:30Begrüßung
Ort: Audimax
9:30 - 11:00Podiumsdiskussion "Microdegrees – Ist das noch Bildung oder kann das weg?"
Ort: Audimax
Chair der Sitzung: Prof. Dr. Annika Maschwitz, Hochschule Bremen
11:00 - 11:15Poster-Pitch
Ort: Audimax
Chair der Sitzung: Andreas Kröner, Hochschule Merseburg
11:30 - 13:00Governance, rechtlicher Rahmen und organisationale Einbettung
Ort: Audimax
Chair der Sitzung: Thomas Bertram, Leibniz Universität Hannover
 

Zertifikate und Micro-Credentials – Landesrechtliche Rahmenbedingungen besser verstehen und Perspektiven entwickeln

Kerstin Altherr1, Ulrich Wacker2, Christine Bauhofer3, Heike Gronau4, Philipp Schickl5

1Universität Potsdam; 2Universität Konstanz, Deutschland; 3Tutech Innovation GmbH; 4Akademie der Ruhr-Universität Bochum; 5Hochschule Osnabrück

Um wissenschaftliche Weiterbildungsangebote mit Zertifikatsabschluss als Basis für kohärente kumulative Weiterbildungsmodelle sowohl auf Bachelor- als auch auf Masterniveau zu systematisieren, hat die DGWF ein Transparenzraster entwickelt. Gerade kompakte Zertifikatskonzepte zeigen bei Anrechenbarkeit und Kumulation die Vorteile eines schlüssigen Standardisierungsansatzes. Auch für das jüngst intensiv diskutierte Abschlusskonzept Micro-Credential empfiehlt die EU-Kommission Standardisierungsstrategien.

Für wissenschaftliche Weiterbildungsinhalte, die mit Zertifikat oder Micro-Credential abschliessen, bilden die 16 Landeshochschulgesetze die zentralen rechtlichen Rahmenbedingungen. Zwar existieren bereits synoptische Ansätze. Allerdings fehlt bis dato ein umfassender Vergleichsansatz, der beispielsweise Lücken beschreibt, die eine schlüssige Angebotsumsetzung immer wieder vor rechtliche Herausforderungen stellt. Auch fehlt eine detaillierte, vergleichende Systematisierung der rechtlichen Rahmenbedingungen, um diese mit Blick auf ihre Leistungsfähigkeit zu diskutieren. Zudem bestehen bei der Vergabe von Leistungspunkten bei Zertifikatsangeboten nach wie vor rechtliche Klarstellungs- und Regelungsbedarfe – vom Landesrecht bis hin zu prüfungsrechtlichen Rahmenregelungen auf Hochschulebene.

Ein von der DGWF finanziertes Projekt zielt auf diese vergleichende Analyse. Hierzu sollen erste Projektergebnisse präsentiert werden, die in den von der Arbeitsgemeinschaft der Einrichtungen für Weiterbildung an Hochschulen (AG-E) geführten Governance Diskurs eingeordnet werden. Auf dieser Grundlage soll schließlich ein weiteres Arbeitsprogramm skizziert und kritisch diskutiert werden.


Altherr-Zertifikate und Micro-Credentials – Landesrechtliche Rahmenbedingungen besser verstehen und P.pdf


Flexible und individuelle Bildungswege gestalten - Anpassungsmöglichkeiten der Qualitätssicherung an die wissenschaftliche Weiterbildung

Katrin Jäser, Heike Bartholomäus, Linda Häßlich, Silke Michalk

Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Deutschland

Hochschulen verstehen Bildung zunehmend als biografiebegleitenden, lebenslangen Prozess. Neben dem Hochschulstudium bestehen mit individualisierten Qualifizierungsangeboten der wissenschaftlichen Weiterbildung weitere Zugangswege an die Hochschule.

Den Empfehlungen des Wissenschaftsrates (2019) folgend soll an der BTU die Durchlässigkeit durch bedarfsgerechte, auch weiterbildende Studienangebote und einem Übergangsmanagement zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung verbessert werden. Neben der initialen akademischen Qualifizierung bietet die Weiterbildung mit individualisierten Studiermöglichkeiten Zugangswege für heterogene Zielgruppen z.B. ältere Studierende, Studierende mit einer beruflichen Vorbildung und berufstätige Studierende, die zu den traditionellen Zielgruppen hinzukommen. (vgl. Nickel & Thiele, 2017)

Neben den klassischen, akkreditierten Weiterbildungsstudiengängen boomen Kurzformate, wie Zertifikatsangebote an deutschen Hochschulen (vgl. Reum, Nickel & Schrand, 2020). Diese Programme bieten eine besondere Herausforderung in der Qualitätssicherung. Neben der Qualität auf der Kurs- und Programmebene bedarf es einer Qualitätssicherung auf organisatorischer Ebene, um Zu- und Übergänge bzw. Durchlässigkeit in der wissenschaftlichen Weiterbildung systematisch gestalten zu können. (vgl. Maschwitz & Broens, 2020)

Der Beitrag zeigt auf, mit welchen konkreten Schritten und Instrumenten die Weiterbildung der BTU das Erfordernis der Durchlässigkeit für individuelles Lebenslanges Lernen umsetzt, auf die Ausdifferenzierung und die Überlappung der Bildungsteilsysteme reagiert und damit die Bildungsteilhabe fördert.


Jäser-Flexible und individuelle Bildungswege gestalten-113.pdf
 
16:00 - 16:45Keynote - Dissertationspreis der DGWF 2022
Ort: Audimax
Chair der Sitzung: Andreas Kröner, Hochschule Merseburg
Chair der Sitzung: Prof. Dr. Mandy Schulze, Hochschule Zittau/Görlitz
16:45 - 17:15Kaffeepause / Raumwechsel
Ort: Audimax
17:15 - 18:45DGWF-Mitgliederversammlung
Ort: Audimax

Datum: Freitag, 16.09.2022
9:30 - 9:45Begrüßung
Ort: Audimax
9:45 - 10:30Keynote - Neue Verhältnisse? Micro-Credentials im Kontext von Hochschulweiterbildung
Ort: Audimax
Chair der Sitzung: Prof. Dr. Annika Maschwitz, Hochschule Bremen
11:00 - 12:30Vielfalt von Modellen und Abschlüssen
Ort: Audimax
Chair der Sitzung: Thomas Bertram, Leibniz Universität Hannover
 

‚In the making‘ — Länderübergreifende Diffusion eines Abschlusssystems der hochschulischen Weiterbildung

Walburga Katharina Freitag

Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung DZHW, Deutschland

Aktuelle Publikationen (Reum et al. 2020; Raecke 2020; Freitag et al. 2020) weisen auf einen institutionellen Wandel der wissenschaftlichen Weiterbildung in Deutschland durch die Einführung eines neuen Abschlusssystems hin. Dieses besteht aus - auf bestimmte Weise - normierte Hochschulzertifikate und damit einhergehende diese bezeichnende neue Bildungstitel, die unterhalb akademischer Bachelor- und Mastergrade angesiedelt sind (DGWF 2018). Je nach Ausgestaltung des Systems besteht die Option, mehrere Zertifikatsabschlüsse zu einem akademischen Grad zu akkumulieren. Bei dem System handelt es sich auf den ersten Blick um die ‚Nachahmung‘ (Krücken/Röbken 2009) eines von Schweizer Universitäten entwickelten und rechtlich sowie kulturell bereits legitimierten Modells (Zimmermann 2019).

Im Mittelpunkt des aus Eigenmitteln finanzierten Anforschungsprojekts stehen Fragen nach der institutionellen Ausgestaltung des Weiterbildungssystems der Schweizer Hochschulen und den Gemeinsamkeiten sowie Differenzen des Systems für Hochschulen in Deutschland. Empirisch beobachtbare Entwicklungen werden auf Grundlage des soziologischen Neo-Institutionalismus (Walgenbach/Meyer 2008) analysiert. Dieser Ansatz stellt einen konzeptionellen Rahmen sowie Begriffe bereit, die für das Verständnis und die Einordnung der beobachtbaren Prozesse und Regelungen weiterführend sind. Die Präsentation fokussiert auf die rechtliche Institutionalisierung (Scott 1995) des Schweizer Weiterbildungssystems und Fragen von struktureller Isomorphie.

 


Vielfalt durch Flexibilisierung? - Die Entwicklung kleinteiliger Angebote als Herausforderung für Weiterbildungsakteure

Joachim Stöter1, Valerie Hug2

1Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Center für Lebenslanges Lernen (C3L); 2Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Arbeitsbereich Bildungsmanagement

Im Laufe der beiden Förderphasen des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung“ (2011-2020) wurde der Akzent bei der Entwicklung wissenschaftlicher Weiterbildungsangebote zunehmend auf Zertifikatsprogramme gesetzt (Nickel & Thiele, 2020). Auch die HRK beschreibt „Micro-Degrees als Formate digitaler Zusatzqualifikation“ (HRK 2020), Abschlüsse wie CAS/DAS gelten als logische, aber anspruchsvolle Weiterentwicklungen bestehender Angebotsformate (Zimmermann, 2019).
Was bedeutet diese Veränderung in der Programmgestaltung konkret für das Portfolio und notwendige Anpassungsprozesse etablierter Weiterbildungsakteure, die bereits vor dieser Projektphase auf diesem Markt aktiv waren?
Im Vortrag wird anhand der Entwicklungen am Center für Lebenslanges Lernen (C3L) der Universität Oldenburg beschrieben, wie bestehende Formate als inhaltlicher Ausgangspunkt für eine durch digitale Elemente flexibilisierte Angebotsentwicklung nutzbar gemacht werden. Gleichzeitig dienen inhaltlich neue, kleinteilige Formate dazu, aktuelle Themen zu erschließen und sich damit auf spezifischen Märkten zu positionieren, insbesondere unter Beteiligung ausgewiesener Kooperationspartner. Besondere Herausforderungen zeigen sich bei der Überführung dieser flexiblen Formate in bestehende institutionelle Strukturen. Fokussiert werden insbesondere Erfahrungen hinsichtlich der Skalierbarkeit von Angeboten durch Digitalisierung, des veränderten Buchungsverhaltens der Teilnehmenden sowie des veränderten Rollenverständnisses der Lehrenden und der damit einhergehenden notwendigen Anpassung bestehender Inhalte im Rahmen dieses Transformationsprozesses.


Stöter-Vielfalt durch Flexibilisierung-122.pdf
 
13:00 - 14:00Tagungsabschluss
Ort: Audimax
Chair der Sitzung: Jan Ihwe, Universität Freiburg
Rückblick (incl. Barcamp)
Ausblick JATA 2023 Mainz, Staffelübergabe an Dr. Beate Hörr
DGWF Jahrestagung 2023